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7. Februar 2014 / 7. Rebîulâhir 1435 - Wetteifern im Guten

VIKZ

Verehrte Muslime,

 

in der Sure-i Âl-ı İmrân heißt es:  “So eilt denn und wetteifert miteinander um die Vergebung eures Rabb und Allâh und den Eingang in die Cennet, das weit ist wie die Himmel und die Erde und das all denen bereitet ist,  die Allâh wahrhaft  fürchten. (133). “Um Vergebung wetteifern und ihr entgegeneilen...”  Peygamber Efendimiz (s.a.v.) spricht dazu in einem Hadîs-i Şerif: “Eilt zu Salih Amel, zu frommen Werken und Gebeten! Denn nicht lange, und es wird überall Fitne, Streit und Unfrieden, geben, die alles überziehen werden wie das Dunkel der Nacht. Zu jener Zeit wird ein Mensch als Mü’min erwachen und sich als Kâfir zur Ruhe legen; oder er wird glauben, wenn er sich niederlegt,  und nicht mehr glauben, wenn er aufsteht. Um eines nichtigen weltlichen Vorteils willen wird er von seiner Religion und seinem Glauben lassen, es verkaufen.” (Sahih-i Müslim, Hadis Nr. 169) 

 

So wie es im Kur’ân-ı Azimü’ş-Şân den Ausdruck gibt “Eilen und miteinander wetteifern um die Vergebung und den Eingang in die Cennet”, so kennen wir alle auch die Formulierung “wetteifern im Guten”. In einer Âyet-i Kerîme heißt es dazu: “Jeder hat sein Ziel, auf das er gerichtet ist. So wetteifert denn miteinander im Guten! Wo immer ihr seid, Allâh wird euch (die ihr das Gute sucht) zusammenführen. Wahrlich, Allâh ist der Herr aller Dinge.” 

 

Liebe Muslime,

 

Wetteifern im Guten können wir auf zwei verschiedene Weisen. Einerseits dadurch, dass wir uns selber als Einzelne, um Vergebung und Rettung zu erlangen, nach Kräften um die Zuneigung Allâhs bemühen, indem wir uns an Sâlih Amel halten und auf diese Weise unser Hayır, unser segenvolles Tun, mehren. 

 

Und andererseits, indem wir solche Werke nicht nur für uns selbst, sondern auch für andere suchen und uns um die Hidayet und ihre Hinwendung zum Schöpfer bemühen. Dies ist das eigentliche Wetteifern im Guten. Unsere Din-i Celil-i İslam misst dieser Art von Bemühung einen sehr hohen Wert bei, sie ist eine wahrlich gesegnete und ehrenvolle Aufgabe.

 

Sâbıkun bil-hayrât, “die Ersten in guten Werken”: Mit dieser Bezeichnung in der Sûre-i Fatır in Âyet 32 (Zweiunddreißig) ehrt der Ku’rân-ı Kerim all jene, die sich einer solchen Aufgabe widmen. Denn sie sind “weite Wege gegangen in Werken, die hohen Wert bei Allâh haben.”

So möchte ich meine heutige Hutbe mit einem Tefsir, einer Auslegung dieser Âyet-i Kerîme beenden: “Alsdann haben Wir jenes Buch, den Kur´ân, jenen von Unseren Dienern als Erbe vermacht, die dessen würdig waren und die Wir erwählten. Doch sind einige unter ihnen, die sich selber Zulüm und Unrecht tun, indem sie den Kur´ân nicht lesen, wie es sich gebührt und die nicht danach handeln, obwohl sie ihn als Vermächtnis empfangen haben. Einige sind unentschieden und handeln nur gelegentlich danach. Andere wieder legen mit Allâhs Erlaubnis im Wirken von Gutem weite Wege zurück. Dies sind die wahren Erben Rasûlullâhs. Es liegt eine große Lütuf, eine große Gnade Allâhs darin: In solchem Hayır, also segensreichen Wirken andere zu übertreffen und ihnen voranzugehen.”

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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