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Ashâb-ı Kirâm – Die Gefährten Rasûlullâhs - 15. November 2019/18. Rebîulewwel 1441

Verehrte Muslime,

 

Sahâbe nennt man die Weggefährten und Freunde Rasûlullâhs (s.a.w.), die mindestens einmal die Ehre hatten den Gesandten Allâhs zu sehen und an seiner Sohbet, das heißt Gesprächsrunde teilzunehmen. Die Mehrzahl von Sahâbe lautet Ashâb. So wie Resûlullâh (s.a.w) allen anderen Gesandten Allâhs an Wert höhersteht, hat auch seine Ashâb eine höhere Fazilet, einen höheren Wert bei Allâh als alle anderen Menschen zusammen. Denn sie sind diejenigen, die Allâh Teâlâ selbst gelobt und Rasûlullâh geliebt haben. So preist Rasûlullâh (s.a.w.) mit diesem Hadîs-i Scherîf seine Freunde und Weggefährten: “Meine Ashâb sind wie die Sterne. Welchem ihr auch immer folgt, so werdet ihr die Hidâyet (den Weg zu Allâh) finden.” Die Ehre zu haben an der Sohbet von Rasûlullâh teilnehmen zu dürfen, seine erhabenen Blicke auf sich gezogen und sein wunderschönes Antlitz gesehen zu haben, ist wahrlich ein Glücksmoment sondergleichen.  Seine Sohbet und sein Anblick garantieren den Ashâb ewige Ehre und Erhabenheit. Wir sind daher nicht imstande die Ashâb-ı Kirâm zur Genüge zu beschreiben und ihnen gerecht zu werden - weder mit Worten noch anderswie.

Allâh Teâlâ erläutert ihre Fazîlet, ihre Vorzüglichkeit im Kur’ân-ı Kerîm in der folgenden Ayet: “Die Allerersten, die ersten der Muhâdschirûn (der Auswanderer) und Ensâr (der Helfer) und jene, die ihnen auf die beste Art gefolgt sind, mit ihnen ist Allâh wohl zufrieden und sie sind wohl zufrieden mit Ihm; und Er hat ihnen Gärten vorbereitet, in deren Niederungen Bäche fließen und in denen sie ewig weilen werden. Das ist die höchste Glückseligkeit.”

Muhâdschir oder in der Mehrzahl Muhâdschirûn werden diejenigen mekkanischen Muslime genannt, die wegen Unterdrückung und Verfolgung ihre Heimat, ihre Wohnstadt Mekke mit der Erlaubnis Rasûlullâhs verlassen haben und nach Abessinien und Medine-i Münewwere ausgewandert sind. Und Ensâr sind die medinensischen Muslime, die ihre ausgewanderten Brüder und Schwestern mit offenen Armen empfangen und selbstlos und aufopferungsvoll ihr ganzes Hab und Gut mit ihnen geteilt haben. Aus diesem Grund sind alle Gefährten Resûlullâhs (s.a.w.) der Ehrung und Hochschätzung in höchstem Maße würdig.

Die Ashâb mit der meisten Vorzüglichkeit sind Hz. Ebubekir, Hz. Ömer, Hz. Osman und Hz. Ali - radiyAllâhü anhüm edschmeîn. Danach kommt der Rest der zehn Gefährten, denen schon zu ihren Lebzeiten die Dschennet freudig verkündet wurde. Denen folgen die Muslime, die bei den Schlachten von Bedr und Uhud teilgenommen haben, anschließend diejenigen, die beim Friedensvertrag von Hudeybiye, beim triumphalen Einzug in Mekke und schließlich bei der Hadsch al-Wedâ, also bei der letzten Hadsch des Gesandten Allâhs anwesend waren.

Die Liebe zu den Sahaba ist für einen Muslim notwendige Konsequenz der Zuneigung und Verehrung für Rasûlullâh (s.a.w.) selbst. Ihnen zu grollen und ihnen Hass entgegenzubringen bedeutet automatisch auch Rasûlullâh zu hassen. In einem Hadîs-i Scherîf stellt der Gesandte Allâhs (s.a.w.) unmissverständlich klar welch große Verfehlung es ist, Schlechtes über die Ashâb-ı Kirâm zu sprechen: “Wer auf meine Ashâb flucht, auf den soll die Lanet (der Fluch) Allâh Teâlâs, der Engel und der ganzen Menschheit sein.”

Aus diesem Grund, verehrte Muslime, gehört es zu unserem muslimischen Selbstverständnis Rasûlullâh (s.a.w.) und seine Ashâb zu lieben und ihrer Fährte zu folgen. Nur so können wir zur Hidâyet, also zur rechten Leitung gelangen.

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Köln, 01.10.2019: Der Tag der offenen Moschee (TOM) am 3. Oktober steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Menschen machen Heimat/en“. Was ist „Heimat“? Ist sie nur der Ort, an dem wir unsere Kindheit und Jugend verbracht haben, wo unsere Familie, unsere Freunde leben? Für die einen ist Heimat das Land, aus dem die Eltern oder Großeltern stammen. Für andere ist Heimat überall dort, wo man sich zu Hause fühlt. Für manche ist Heimat eher spirituell und ein Ort, mit dem sie sich durch ihren Glauben verbunden fühlen.

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