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Das Freitagsgebet und die Hutbe - 21. Juni 2019/18. Schawwal 1440

Verehrte Muslime!

Das Freitagsgebet ist ein wichtiges Kennzeichen der islamischen Religion und ein überaus verdienstvolles Gebet. So heißt es in der Sure al-Dschumu´a: „O die ihr glaubt! Wenn am Freitag zum Gebet gerufen wird, so eilt zum Gedenken Allahs und setzt den Handel aus. Das ist für euch das Beste. Wenn ihr es nur wüsstet!“ (Sure 62:9)

In einem Hadîs-i Scherîf spricht Rasûlullâh (s.a.w.): „Der vorzüglichste Tag ist der Freitag. Deshalb spricht an diesem Tag viele Male den Salât-u Selâm für mich; denn eure Grüße werden mir zugetragen.“ Für eine Ibâdet, die an solch einem wertvollen Tag verrichtet wird, sollte man sich als Muslim auch mit der gebührenden Hingabe vorbereiten - sowohl innerlich wie äußerlich. Wie in vielen anderen Dingen ist Rasûlullâh (s.a.w.), für uns auch hierin ein leuchtendes Vorbild. In vielen Hadîs-i Scherîfs hat uns Rasûlullâh Vorschläge und Empfehlungen gemacht und vorgelebt worauf man achten soll, wenn man zum Freitagsgebet geht.

In der berühmten Hadîssammlung Sahih el-Buhârî findet sich der folgende Hadîs-i Scherîf: „Wer sich am Freitag reinigt, in dem er die Ghusl (die Ganzkörperwaschung) vollzieht, Haar und Bartwuchs einölt und kämmt oder sich mit Düften besprüht und in die Moschee geht – und dort aber sich nicht nach vorne drängelt, in dem er über (die Schultern der) Menschen hinübergeht – und anschließend so viel Gebet verrichtet wie Allâh Teâlâ es ihm aufgetragen hat, und später dem Imam zuhört, ohne selbst zu reden, dem werden seine Sünden von jenem Freitag bis zum kommenden Freitag vergeben.“ Nicht nur für Freitagsgebete, auch zu anderen Zeiten sollten wir auf eines achten: Wenn man in die Moschee geht, sollte man darauf Wert legen nicht nach Knoblauch, Zwiebeln, Lauch und ähnlichen Dingen zu riechen. Denn in einem Hadîs-i Scherîf heißt es hierzu klar und deutlich: “Wer Knoblauch, Zwiebeln und Lauch gegessen hat, soll sich unserer Moschee nicht nähern. Denn was die Menschen stört, stört auch die Engel.”

Wenn beim Freitagsgebet die Moschee voll ist und der Imam gerade die Hutbe vorträgt – so wie jetzt, sollte man sich an die erstbeste Stelle hinsetzen und die Anwesenden nicht stören. Wenn der Hatib, also der Imam, der die Hutbe vorträgt auf die Minber steigt, ist es für die Anwesenden Pflicht zu schweigen. Auch darf man dann noch nicht mal jemanden grüßen oder den Selâm eines anderen annehmen oder Nâfile-Gebete, freiwillige Gebete verrichten. So spricht Rasûlullâh (s.a.w.) hierzu: “Wenn am Freitag der Imam die Hutbe vorträgt, begehst du einen Fehler, wenn du deinem Freund „Sei still.!“ oder „Ruhe” sagst.” Sollte während der Hutbe der Name Rasulullahs fallen, so ist es angemessen nur zu zuhören ohne den Segensspruch über den Propheten zu sprechen. Von Abu Yusuf ist auch überliefert, dass man leise in sich den Segensspruch sprechen kann.

Liebe Muslime,

ich möchte euch noch auf eine Sache aufmerksam machen. Nach dem eigentlichen Freitagsgebet verrichten wir noch zehn weitere Rek‘ats. Wenn diese 10 Rek‘ats nicht gemacht werden und das eigentliche Freitagsgebet aus welchen Gründen auch immer bei Allâh Teâlâ keine Annahme findet, bleibt der Muslim das normale Mittagsgebet, das Salat az-Zuhr, Allâh gegenüber schuldig. Aus diesem Grunde sollten diese 10 Rek‘ats nicht ausgelassen werden und je nach Möglichkeit verrichtet werden.

Der Freitag gehört zu den wesentlichsten Zeichen des Islams und ist der Bayram, der Festtag der Muslime. Dieser Tag und vor allem die Zeit des Freitagsgebetes verdienen viel Aufmerksamkeit. Deswegen ist es überaus wichtig, dass man sich als Muslim zu dieser Stunde aufgeweckt und konzentriert Allâh zuwendet.

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KRM - Pressemitteilungen

Zusammenstehen gegen Rassismus/ Spitzengespräch zwischen Koordinationsrat der Muslime und der EKD

Köln, 11.06.2020: Mit einem stillen Gebet für die Opfer von Rassismus und Hass ging heute das Spitzengespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern des Koordinationsrates der Muslime (KRM) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu Ende. Das Treffen fand aufgrund der Corona-Pandemie per Videokonferenz statt. Die jüngsten Proteste gegen Rassismus wurden als Teil einer größeren Anti-Rassismus-Debatte begrüßt, die dringend notwendig sei.

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