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Der besondere Wert der Familie - 25. Januar 2019/19. Dschamaziyalawwal 1440

Hochverehrte Muslime,

 

Allâh Teâlâ hat die Welt in Harmonie und Gleichgewicht erschaffen. So wurde auch der Mensch in der Harmonie von Mann und Frau erschaffen. Um diese Harmonie auf besondere Weise zu schützen und den geordneten Fortbestand des Menschen zu gewährleisten, hat Cenab-ı Hakk die Ehe eingesetzt. Auf diese Weise bildet die Familie die kleinste Einheit einer Gesellschaft.

Je stärker das Fundament einer Familie ist, desto besser steht die Gesellschaft da, in der diese Familie lebt. Aus diesem Grunde misst der Islam der Familie als Institution einen sehr hohen Stellenwert bei und betrachtet Mann und Frau gleichermaßen als deren Basis. Darüber hinaus beschreibt der Islam den Verantwortungsbereich und die Aufgaben des Mannes gegenüber der Frau und umgekehrt recht klar und erklärt den gegenseitigen Respekt und die Liebe und Zuneigung der Partner zum Fundament der Familie.

 

Leider zeigt uns die Realität, dass in diesem Bereich große Schwachpunkte bestehen. Schlechte und unislamische Gewohnheiten, der Verfall der ahlâk, der guten Sitten, und der Umstand, dass viele ihren Glauben nicht nach den ursprünglichen Quellen praktizieren, sondern ihre religiöse Praxis auf Hörensagen und ein eigenwilliges Verständnis der Tradition begründen, all das sind Dinge, die uns Muslime dazu auffordern, unsere Lage neu zu überdenken und unsere Vorstellungen von Werten und Charaktereigenschaften, sprich unseren ahlâk, einer erneuten Prüfung zu unterziehen.

 

Dieses Thema ist in der heutigen Welt derart wichtig geworden, dass international gemeinsam „Tage der Familien“ ausgerufen werden, an denen viele verschiedene Programme zur Aufklärung der Menschen organisiert werden. Denn für Gesellschaften, in denen das Fundament der Familie zu bröckeln beginnt, steht eine schwierige Zukunft bevor.

 

Liebe Muslime,

 

um das Nest der Familie aufs Beste zu hegen und zu pflegen, ist es unerlässlich, im Alltag die folgenden Regeln zu beherzigen, auch wenn sie auf den ersten Blick als zu gewöhnlich erscheinen mögen:

 

Wir dürfen nicht vergessen, dass unsere Ehepartnerin und unsere Kinder eine emânet Allâhs sind, nämlich wertvolle Wesen, die uns vom Schöpfer anvertraut sind.

 

Die sohbet, das freundschaftliche Gespräch oder ganz einfach das Miteinander-Reden oder Kommunikation ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Wir alle sind aufgerufen, uns um eine lebendige Atmosphäre von Gespräch und Verständigung mit unserer Ehefrau zu bemühen - das Gleiche gilt natürlich auch für das Verhältnis zu unseren Kindern.

Die Wahrnehmung und Würdigung des Arbeitsanteils, den unsere Ehepartnerin selbstlos für uns und unsere Familie einbringt, sollte für uns selbstverständlich sein, und wir sollen ihr auch bei der Arbeit zur Hand gehen.

So wie wir wünschen, dass unseren eigenen Eltern Respekt entgegengebracht wird, sollten wir uns angewöhnen, diesen Respekt auch den Eltern und Verwandten der Ehefrau entgegenzubringen.

Mögen wir noch so beschäftigt sein, mag unsere Arbeit uns noch so sehr fordern, für unsere Ehefrau und die Kinder müssen wir uns hinreichend Zeit nehmen.

Probleme an der Arbeitsstelle dürfen keinen Eingang in unsere Wohnung erhalten. Unsere Wohnung sollten wir mit einem Lächeln betreten.

Auch sollten wir gelegentlich unserer Partnerin mit einem Geschenk eine Freude bereiten.

 

Fehler und Unzulänglichkeiten, die wir bei unserer Ehepartnerin sehen, sollten uns sofort an unsere eigenen Mängel und Fehler erinnern.

Und vergessen wir eines nicht: Wer das Familienleben des Gesandten Allâhs (s.a.v.) zum Vorbild nimmt, der wird sowohl auf dieser Welt als auch in der Âhiret Glück und Zufriedenheit finden.

 

Beenden wir unsere Worte mit einer deutschen Umschreibung der eingangs rezitierten Âyet-i Kerîme und einem Hadîs-i Şerîf: „Und unter seinen Zeichen ist es, dass Er für euch von eurem Wesen Gattinnen erschaffen hat, auf das ihr Ruhe in ihnen findet; und Er hat Liebe und Barmherzigkeit zwischen euch gesetzt. Wahrlich, darin sind Zeichen für Leute, die nachdenken.“ (Sure-i Rûm, Die Römer. 30:21)

„Jeder von euch ist ein Hirte, und jeder von euch ist verantwortlich für das, was unter seinem Schutz steht.“ (Buchari und Muslim)

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KRM - Pressemitteilungen

MENSCHEN MACHEN HEIMAT/EN : TAG DER OFFENEN MOSCHEEN am 3. OKTOBER

Köln, 01.10.2019: Der Tag der offenen Moschee (TOM) am 3. Oktober steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Menschen machen Heimat/en“. Was ist „Heimat“? Ist sie nur der Ort, an dem wir unsere Kindheit und Jugend verbracht haben, wo unsere Familie, unsere Freunde leben? Für die einen ist Heimat das Land, aus dem die Eltern oder Großeltern stammen. Für andere ist Heimat überall dort, wo man sich zu Hause fühlt. Für manche ist Heimat eher spirituell und ein Ort, mit dem sie sich durch ihren Glauben verbunden fühlen.

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