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Der Ramazan-i Scherif- 03. Mai 2019/28. Schaban 1440

Verehrte Muslime,

 

wir sind Allah Dschelle Dschelâluhû unendlich dankbar für den kommenden Fastenmonat Ramazan. Er ist ein wahrhaft erlesener Monat; ein Monat, in dem die Rahmet und die Mağfiret, die Barmherzigkeit und Vergebung Allahs überreich strömen; ein Monat, in dem die Pforten der Rahmet-i Ilâhi und der Dschennet sich weit auftun und die Tore der Dschehennem verschlossen bleiben; ein wahrhaft besonderer Monat, in dem der Scheitan in Ketten gelegt und die Macht der Nefs-i Emmâre, der inneren Triebseele über unseren Leib durch Fasten und Gebete bezwungen wird: Ein Monat, den wir Muslime nicht umsonst den “Sultan der anderen elf Monate” nennen. In den Herzen derer, die wahrhaft glauben, weckt der Ramazan-ı Scherif Freude und Hoffnung.

An kommenden Montag werden wir inşêAllah den ersten Ramazan-Tag fasten können. Um diesen erlesenen Gast gebührend zu empfangen, ist es geboten, um die Vergebung unserer Fehler und Sünden zu bitten, um aus der kommenden, unergründlichen tecelliyât, der Offenbarungen Allâhs, soviel Segen wie möglich zu ziehen.

 

Geschätzte Muslime,

 

der große Gelehrte und Mystiker Imam Rabbani (k.s.) erklärt in seinem Werk Mektubat-ı Scherife zur Bedeutung des Ramazan-ı Scherif und zu der Wichtigkeit, diesen Monat durch das Gebet mit spirituellem Leben zu erfüllen, das Folgende: “Wer in diesem Monat die Möglichkeit nutzt, Wohltaten und gute Taten zu verrichten, dem wird diese Möglichkeit das ganze folgende Jahr lang ein enger Freund bleiben. Wer aber diesem Monat in mangelnder spiritueller Gefasstheit begegnet, der wird auch das ganze folgende Jahr über in spirituellem Durcheinander sein.”

 

Liebe Muslime!

 

Dieser besondere Ramazan ist ein Monat des Erbarmens, des gufran, das heißt der Sündenvergebung, und schließlich der Monat des Kur´an-ı Kerim. Denn das wichtigste Ereignis des Ramazan-ı Scherif ist unzweifelhaft die Herabsendung und der Beginn der Offenbarung unseres wertvollen Buches, des Kur´ân-ı Kerim. Rasûlullâh (s.a.w.) vollzog jeden Ramazan eine Hatim, das heißt, er las den Kur´an-ı Kerim von Anfang bis Ende einmal durch, und der Engel Dschebrâil (a.s.) hörte ihm andächtig zu. Darum gehört eine solche vollständige Lesung, die den Namen mukabele trägt, im Zusammenhang mit dem Ramazan-ı Scherif zur Sunna Resûlullâhs (s.a.w.). Muslime sollten dafür die  notwendigen Vorbereitungen treffen. Wer den Kur´an lesen kann, sollte unbedingt selbst eine Hatim vollziehen, und wer dazu nicht in der Lage ist, sollte sich in die Moscheen und an Orte begeben, wo eine mukabele vorgetragen wird, und dabei versuchen, im Tiefsten seiner Seele die Sprache des Allmächtigen Allâhs zu erfühlen.

 

Zum Schluss ist es wichtig, sich Folgendes vor Augen zu halten: Um diesen wertvollen Monat in gebührender Weise willkommen zu heißen, müssen wir jeden Teil unseres Leibes aufs Fasten einstellen. Und um dazu imstande zu sein, dürfen wir

- unsere Zunge keine Lügen wiedergeben lassen,

- keinem Menschen übel nachreden, d.h. keine giybet betreiben

- unser Ohr nicht Dingen leihen, die haram sind,

- unsere Hand nicht Dingen nähern, die Allâh uns nicht gestattet hat,

- keinem Menschen Leid antun,

- den Fuß nicht auf die Irrwege des Scheitans setzen,

- unser Herz, dem Zentrum unseres Leibes, nicht wirren Meinungen und Vorstellungen öffnen.

Wir sollten, um es in einem Satz zusammenzufassen, unserem Körper den Auftrag geben: “Bereite dich für den Ramazan-ı Scherif und bereite dich für das Fasten vor!”

 

Liebe Muslime,

 

machen wir uns diesen wertvollen Monat zu unserem Fürsprecher bei Allâh und nicht zum Beschwerdeführer unserer Nachlässigkeit und Trägheit. Dafür jedoch, müssen wir alle uns bemühen, diesem Monat so gut wie möglich zu gefallen.

In diesem Sinne spreche ich euch von hier aus meine besten Wünsche zum Monat Ramazan aus. Ein gesegnetes Ramazan an euch alle.

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KRM - Pressemitteilungen

Zusammenstehen gegen Rassismus/ Spitzengespräch zwischen Koordinationsrat der Muslime und der EKD

Köln, 11.06.2020: Mit einem stillen Gebet für die Opfer von Rassismus und Hass ging heute das Spitzengespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern des Koordinationsrates der Muslime (KRM) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu Ende. Das Treffen fand aufgrund der Corona-Pandemie per Videokonferenz statt. Die jüngsten Proteste gegen Rassismus wurden als Teil einer größeren Anti-Rassismus-Debatte begrüßt, die dringend notwendig sei.

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