Gebetskalender

Sitemap

 

SPENDEN

 

 

VIKZ GEMEINDEPORTAL

 

 

HADSCH UND UMRA

 

 

VIKZ STERBEFONDS

 

Freitagspredigten Archiv

Der Zekat - 10. Mai 2019/05. Ramazan 1440

Verehrte Muslime,

Heute spreche ich in meiner Hutbe über den Zekât und seine Bedeutung in der islamischen Religion.

Dschenab-ı Hakk spricht in der Sûre el-Bakara in Âyet 43: “Verrichtet das rituelle Gebet aufrichtig und entrichtet den Zekât (in gebührender Form).”

Der Zekât gehört zu den fünf Säulen des Islams und ist im Jahre zwei nach der Hicret und kurz vor dem Monat Ramazan zu farz erklärt worden. Rasûlullâh (s.a.w.) beschreibt diese fünf Säulen in dem unter den Ulemâ als “Mebâni-i Islâm” bekannten Hadîs-i Scherîf mit den folgenden Worten: : “Der Islam ist auf fünf Säulen errichtet: Das Zeugnis darüber, dass es außer Allah keine andere Gottheit gibt und dass Muhammed (s.a.v.) Sein Gesandter ist, die aufrichtige Verrichtung des rituellen Gebetes, die Entrichtung des Zekât in gebührender Form, das Fasten im Monat Ramadan und, wenn man dazu in der Lage ist, die Hadsch zum Hause Allâhs, zur Ka’be zu vollziehen.” (Sahih-i Buhârî, İman 1,2)

 

Zekât bedeutet wörtlich Reinheit, Zuwachs, Überfluss und Segen. Nach islamischem Verständnis steht es für eine bestimmte Menge aus dem Besitz oder Vermögen, den ein Muslim, der Mukellef, das heißt islamisch-rechtlich mündig ist, bedürftigen Menschen zu geben hat. Wichtig bei dieser Handlung ist die Absicht, also die Niyet dem Gebot Allâhs Folge zu leisten. Der Zekât ist demnach eine materielle Ibâdet und wird wegen seiner Wichtigkeit, an weit mehr als achtzig (80) Stellen im Kur’ânı- azîmü’ş-Şân erwähnt.

Weil das Vermögen oder die Güter, deren Zekât entrichtet wird, gereinigt werden und dafür Sorge tragen, dass der gereinigte Teil sich gesünder vermehrt und auch noch für Lohn im Jenseits sorgen, heißt die jährliche Sozialabgabe eben “Zekât”.

Der Zekât ist reinigend. Es reinigt den Besitz von Haram und den Besitzer von Habgier und Geiz. Dieser Zustand ist von einigen Evliyâullah in folgender Weise erläutert worden: “In den Adern der Freigebigkeit, also der Sahâvet, entstehen Verstopfungen. Um diese Verstopfungen zu öffnen gibt man am besten seinen Zekat, seine Sadaka-i Fıtr und ähnliche Hayır-Gaben in die Hand eines geizigen Menschen und bittet ihn das Geld an vorher bestimmte Personen auszuteilen. So gewöhnt sich diese Person an den Zekât. Damit werden eure Abgaben makbul, also bei Allah angenommen und ihr werdet dazu noch von Allah belohnt, weil ihr eine Person zur Abgabe von Zekât angeleitet habt...”

Der Zekat schützt den Besitz. So spricht Rasûlullâh (s.a.w.) hierzu Nimmt euren Besitz mit dem Zekât in Schutz. Und mit der Sadaka, also der freiwilligen Abgabe heilt euch von euren Krankheiten.“

Der Zekât reinigt nicht nur das Hab und Gut aus dem es gegeben wurde, sondern auch den Zekât-Geber selbst. Dies basiert auf Âyet 103 (Einhundertdrei) in der Sûre et-Tevbe. Dort heißt umschrieben: “Nimm von ihrem Vermögen eine Sadaka, mit der du sie reinigst und ihre Belohnung vermehrst.”

Die überwiegende Mehrheit der Fukahâ, also der islamischen Rechtsgelehrten sind sich darin einig, dass das Wort Sadaka in dieser Âyet als Zekât zu verstehen ist. Auch benutzt man landläufig das Wort Sadaka als Synonym für Zekât.

 

Liebe Muslime,

 

Es ist sehr wichtig sich für den richtigen Zeitpunkt und die richtigen Empfänger des Zekât zu entscheiden.

Der Zekat kann prinzipiell ganzjährlich entrichtet werden, aber in einem Hadîs-i Scherîf, in dem über die Bedeutung des Monats Ramazan berichtet wird, erwähnt Rasûlullâh (s.a.w.), dass darin für die Nâfile- Ibâdât der Lohn für Farz-Ibâdât gegeben wird und für Farz-Ibâdât hingegen der Sevab von 70 (siebzig) gewöhnlichen Farz-Ibâdât. Aus diesem Grunde ist es verdienstvoller den Zekât im Ramazan zu entrichten.

Im Kur’an-ı Kerim sind 8 (acht) verschiedene Zekât-Empfänger benannt. Die wohl wichtigsten Empfänger hierunter sind “jene Leute, die auf dem Wege Allâhs sind”. Zu diesen gehören vor allem jene Menschen, die sich dem Studium der islamischen Lehre verschrieben haben. Dies wird von den Ulemâ besonders hervorgehoben.

Es ist ein Zeichen von Vernunft und Intelligenz in das meistbringende zu investieren, sowohl in materieller als auch in spiritueller Hinsicht.

Zurück

KRM - Pressemitteilungen

Zusammenstehen gegen Rassismus/ Spitzengespräch zwischen Koordinationsrat der Muslime und der EKD

Köln, 11.06.2020: Mit einem stillen Gebet für die Opfer von Rassismus und Hass ging heute das Spitzengespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern des Koordinationsrates der Muslime (KRM) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu Ende. Das Treffen fand aufgrund der Corona-Pandemie per Videokonferenz statt. Die jüngsten Proteste gegen Rassismus wurden als Teil einer größeren Anti-Rassismus-Debatte begrüßt, die dringend notwendig sei.

Weiterlesen …