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Ehl es-Sunna we l-Dschama‘a - 22. März 2019/15. Redscheb 1440

Liebe Muslime!

 

Die Umma teilt sich in zwei Gruppen auf: erstens die Ummat ad-da’wa, die Gemeinschaft, die zum Islam eingeladen wird und zweitens Ummat el-idschaba, die Gemeinschaft, die die Einladung erwidert und annimmt. Rasulullah (s.a.v.) und jeder einzelne Mensch nach ihm gehört zur Ummat ad-da’wa; aber diejenigen, die an das glauben, was Resûl-i Ekrem von Allâh bekommen und verkündet hat, nennt man Ummat el-idschaba. Die Ummat el-idschaba hingegen teilt sich wiederum in zwei Gruppen auf: die Ehl es-Sunna und die Ehl el-Bid’a.

Zur Ehl es-Sunna gehören die Muslime, die den Weg Rasulullahs und seiner Ashab gehen, darüber hinaus die sich davor hüten islamische Grundsätze nach eigenem Gutdünken zu interpretieren und Zwietracht unter den Muslimen zu streuen und schließlich diejenigen, die sich von der Bid’a, von Neuerungen in der Religion fernhalten. Das ist die Beschreibung der el-fırka en-nâdschiye, also der im Hadîs-i Şerîf als „Gemeinschaft der Erretteten“ viel gelobten Muslime.

Die Grundsätze der des Islams werden wiederum von zwei Pfeilern getragen, einerseits die Glaubensfundamente (I’tikad) und andererseits die Grundsätze und Regelungen zur täglichen Praxis der Religion, also der Amel. In der Zeit von Rasulullah (s.a.v), später bei den Ashab-ı Kiram und den Tâbiîn, also den Nachfolgern der Ashab Rasulullahs, war der Glaube und die Amel der Muslime in ihrer reinsten Form - einzig und allein der Sohbet und der Gespräche mit dem Gesandten Allâhs wegen. Aber mit der Zeit sind unter den Muslimen Differenzen entstanden, islamisch-rechtliche Probleme aufgetaucht und damit auch Fitne und Zwietracht.

                Der Gesandte Allahs (s.a.v) hat dazu folgendes gesagt: “(In einer nicht allzu fernen Zukunft) wird sich meine Umma in dreiundsiebzig (73) Gruppen spalten. Eine ausgenommen, werden alle anderen in die Dschehennem gelangen.” Auf die Frage: “Oh Rasulullah! Was macht diese eine Gruppe aus?” sprach er: “Es sind diejenigen, die meiner Sunna und die der meiner Ashab folgen.” Bei diesem Hadis-i Şerif gibt es einen Punkt, auf den wir besonders gut achten müssen: All diese Gruppen sind Muslime.  Folglich ist die Formulierung Eine ausgenommen, werden alle anderen in die Dschehennem gelangen” so zu verstehen, dass (ein Muslim) aufgrund der Mängel in seiner itikâd, also wegen seines Irrglaubens seine Strafe in der Dschehennem verbüßen, um dann anschließend in die Dschennet zu gelangen – es sei denn aus seinem  Irrglauben ist Kufr, also  die Leugnung Allahs geworden .”

 

Verehrte Muslime!

Die Ehl es-Sunna hat in den Bereichen des Îmân, des Glaubens wahrlich gestandene Größen von Gelehrten und Imamen hervorgebracht. Die Muslime haben sich in Glaubensangelegenheiten für jeweils einen der beiden berühmten Imame entschieden: Imam Ebu Mansur Maturidî und İmam Ebu’l- Hasen el-Eş’ari. In fundamentalen Dingen gibt es unter diesen beiden Imâmen keine Unterschiede. Nur in Detailfragen unterscheiden sie sich voneinander. Muslime der Ehl es-Sunna, die sich für einen dieser beiden Imâme entschieden haben, verstehen sich als Geschwister im Glauben und beschuldigen den jeweils anderen nicht mit Irrglauben oder Bid’a.

Bezüglich der Amel, das heißt in der religiösen Praxis folgen diese Muslime einem der vier großen Imame, die selbst mudschtehid mutlaq sind, sprich fähig sind methodologisch aus dem Buch Allahs und der Sunna des Rasulullah Rechtssätze zu erschließen.  Diese vier großen Gelehrten sind Imam Azam Ebu Hanife, Imam Malik, Imam Şâfi’i und Imam Ahmed bin Hanbel. 

 

 

Liebe Muslime!

Die wertvollste Tat und der wertvollste Dienst unserer heutigen Zeit ist ohne Zweifel jede Art von Anstrengung, die wir unternehmen, um die Sunna Rasulullahs (s.a.v) und seiner Ashab lebendig zu halten. Nur aus diesem Blickwinkel kann der Wert der Schüler und Studenten, die den Islam erlernen, ihrer Lehrer und vor allem auch der Einrichtungen, die dies erst ermöglichen, viel besser begriffen werden.

Unsere Hauptaufgabe als Muslime ist es demnach, zu wissen an was und wie wir zu glauben haben und uns besonders davor zu hüten, den Weg der Ehl es-Sunna we l-Dschama‘a zu verlassen. Hierzu spricht der berühmte Gelehrte Imam Rabbânî (k.s.) das Folgende: “Die erste Pflichtaufgabe für jeden Mükellef, dem islamisch-rechtlich Volljährigen, ist es seinen Glauben im Lichte der Meinungen und Sichtweisen der Gelehrten der Ehl es-Sunna we l-Dschama‘a zu berichtigen und mit ihnen in Einklang zu bringen.”

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KRM - Pressemitteilungen

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Köln, 01.10.2019: Der Tag der offenen Moschee (TOM) am 3. Oktober steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Menschen machen Heimat/en“. Was ist „Heimat“? Ist sie nur der Ort, an dem wir unsere Kindheit und Jugend verbracht haben, wo unsere Familie, unsere Freunde leben? Für die einen ist Heimat das Land, aus dem die Eltern oder Großeltern stammen. Für andere ist Heimat überall dort, wo man sich zu Hause fühlt. Für manche ist Heimat eher spirituell und ein Ort, mit dem sie sich durch ihren Glauben verbunden fühlen.

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