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01. September 2017 / 10. Zilhicce 1438 - Kurban Bayram zum Freitagsgebet

Hutbe

Liebe Muslime!

               Es gibt viele verschiedene Wege mit denen man die Nähe Allâhs erfahren kann. Einer davon ist unzweifelhaft der Kurban, den wir dieser Tage vollführen. Woher kommt eigentlich dieser Kurban, der uns doch so wichtig und gewichtig ist? Wer hat ihn uns hinterlassen? Mit welchen Gedanken und mit welchem Wissen begehen wir diese Bayram-Tage?

Gehen wir zurück zu dem großen Propheten Ibrahim aleyhisselam, dem Urahn von Rasûlullâh (s.a.v.) und dem Architekten der Kabe-i Muazzama in Mekke. Gerade vom großen Feuer des Nemrud gerettet, machte er weiter mit seiner Aufgabe, der Einladung der Menschen zur Hingabe an Allahu Teâlâ. Er, der für seine Sache sogar Leib und Leben auf die Waagschale zu bringen imstande war, wurde für eine neue Prüfung vorbereitet.

Obwohl schon im hohen Alter, hatte Ibrahim aleyhisselam keine Kinder. Zu einer Stunde als es wieder einmal tief in ihm loderte und er sich ein Kind wünschte, kamen mehrere Engel und fragten ihn: „Yâ Ibrahim! Allah hat dir so viele Gaben und Gnaden erwiesen und Hab und Gut gegeben. Du aber zögerst keine Sekunde diese auf dem Wege Allahs auszugeben. Hinterlässt das keine Spuren in deinem Herzen?“ Die Antwort war bemerkenswert: „All mein Hab und Gut auf dem Wege Allâhs zu vergeben ist nichts. Würde mir Allah ein rechtschaffenes Kind geben, ich würde auch dieses Kind für Allah opfern!“  Diese seine Aussage fand Beachtung bei Allâh und sie sollte seine Messlatte werden.

               Jahre vergingen und Allah schenkte Hazret-i Ibrahim ein rechtschaffenes Kind: den Propheten Ismail alehisselam. Nun konnte die Prüfung beginnen. Am achten Tag des Monats Zilhicce. Ismail aleyhisselam war im zarten Kindesalter von ungefähr elf bis zwölf Jahren. Äußerst hübsch, intelligent und in Harmonie und Einklang mit seinen Eltern. Hazret-i Ibrahim hatte sich von Allâhu Teâlâ ein rechtschaffenes Kind gewünscht. Allah hatte ihm eins gegeben.

Am Abend wacht Hazret-i Ibrahim in seinem Bett auf, in Angst und in Gedanken versunken. Allâh hatte ihm im Traum geboten: “Löse dein Versprechen ein, Yâ Ibrahim!” War dieser Traum von Allah? Was war sein Versprechen?

In der darauffolgenden Nacht hatte er wieder denselben Traum. Nun hatte Ibrahim aleyhisselam verstanden und er wußte, dass dieser Traum von Allâh war. Weil er “es wußte”, nennen wir diesen Tag “Arefe”. Aber was war sein Versprechen? An das konnte er sich nicht erinnern.

In der dritten Nacht hatte er wieder denselben Traum. Nun wurde ihm auch sein Versprechen klar. Er sollte seinen Sohn opfern. Dies war der Wille Allahs. Dies war seine Prüfung. Am Morgen des Bayram-Tages bat er Hacer Validemiz, Hazret-i Ismail vorzubereiten. Sie ging hin, holte den Sohn, kleidete ihn wunderschön und brachte ihn dem Vater. Vater und Sohn machten sich auf den Weg in Richtung Mina. Weder die Mutter noch der Sohn wußten wohin die Reise gehen sollte.

Auf dem Weg dorthin belästigte der Şeytan zuerst Ibrahim aleyhisselam und dann seine Frau Hacer. Ibrahim aleyhisselam zeigte ihm die kalte Schulter. Die Antwort von Hacer Valide war der Inbegriff von Treue und Hingabe: „Wenn das der Wille Allahs ist, dann beuge ich mich als Mutter Seinem Willen.“

Aber der Şeytan gab sich nicht so leicht geschlagen und versuchte es diesmal bei Ismail aleyhisselam. Er wiederum stand seiner Mutter nicht nach und sprach: “Er ist mein Vater. Er ist ein Prophet. Wenn er dies als Gebot Allahs auferlegt bekommen hat, hat er es unbedingt auszuführen.” So verscheuchte er den Şeytan in dem er Steine nach ihm warf.

Schließlich kamen sie am auserwählten Ort an und Ibrahim aleyhisselam sprach zu seinem Sohn: “O mein lieblicher Sohn. In meinem Traum sehe ich, wie ich dich opfere. Schau dir diesen Traum einmal an und sage mir, was du darüber denkst.”    Ismail aleyhisselam antwortete ihm mit diesen historsichen Worten: “O mein Vater. Was Allah dir geboten hat, vollführe es sofort. InşaAllah wirst du mich als Standhaften wiedererkennen.“ Beide waren nunmehr bereit sich dem Willen Allâhs zu beugen. Ismail aleyhisselam sprach daraufhin nochmal zu seinem Vater: “Vater, ich habe mehrere Bitten. Ich möchte, dass du diese vollführst. Richte meinen Selam an meine Mutter aus. Sage ihr, dass ich ihre Hände küsse. Sie solle sich doch bitte von Kindern fernhalten. Es mag vielleicht sein, dass sie dabei die Kinder ansieht, an mich denkt und in ihrem Inneren Widerspruch zu Allah empfindet. Und Vater! Binde meine Augen, meine Hände und meine Füße. Die Liebe zum Leben ist den Menschen angeboren. Es könnte ja sein, dass ich im Eifer des Gefechtes versuche nach dem Messer zu greifen.”

               Ibrahim aleyhisselam machte was sein Sohn verlangte. Etwas später und sehr aufgeregt sprach Ismail aleyhisselam wieder auf: „O mein Vater, binde meine Hände und Füße wieder los, bitte. Allah sieht mich, auch seine Engel. Keiner soll sagen müssen: Welch ein widerspenstiger Junge er doch ist, sein Vater war gezwungen ihn zu binden.“ In vollster Harmonie mit dem Willen Allahs, legte nun Ibrahim aleyhisselam seinen Sohn auf die Seite. Währenddessen, alle Engel, ob in den Himmeln oder auf der Erde, warfen sich nieder, machten die Secde und flehten Allah an: „O Allah! Beschütze deinen Ismail, Vergebe deinem Ismail!“

Nun legte Ibrahim aleyhisselam das Messer auf den Hals seines Sohnes und zog an. Aber das Messer verweigerte sich, es tat nicht wozu es geschaffen war. Nochmal und nochmal versuchte es Ibrahim aleyhisselam, aber vergeblich. Daraufhin rief er in Enttäuschung: „O mein Allah! Warum kann ich deinen Willen nicht erfüllen?“ und hörte wie von überall her “Allahü ekber, Allahü ekber”-Rufe den Himmel erschallen ließen. Von den Ausläufern des Gebirges Mina kam ein Engel herangerast. Sein Name: Cebrail. Mit all seiner Macht und seiner Schnelligkeit brachte er den Widder herbei, der anstelle von Ismail aleyhisselam geopfert werden sollte. Als Hazret-i Ibrahim den großen Engel bemerkte, rief er in Freudentränen “Lâ ilâhe İllallahü vellahü ekber”.  Und als dann Ismail aleyhisselam verstand, dass sie die Prüfung bestanden hatten, rief er aus “Allahü ekber velillahil hamd” und bezeugte damit seinen innigsten Dank an Allahu Teâlâ.  Alle drei Ausrufungen zusammen, liebe Muslime, nennen wir „Tekbir“. Dieser Tekbir ist während der Bayram-Tage vacib, also verpflichtend nach jedem Farz-Namaz für jeden Muslim und jede Muslima, ob alleine verrichtet oder in Cemaat.

 

Wie glücklich sind doch diejenigen, die bewusst leben und auf den Geschmack des wahren Festes gekommen sind!

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KRM - Pressemitteilungen

KRM Pressemitteilung zu Jerusalem Entscheidung der USA

Der KRM ist bestürzt über die Entscheidung der USA zu Jerusalem und fordert eine Allianz der Vernunft von der Staatengemeinschaft. Mit größter Besorgnis haben auch die Muslime in Deutschland die einseitige Entscheidung der USA, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und ihre Botschaft dorthin zu verlegen aufgenommen. Diese Entscheidung ist nicht nur ein großer Hindernis auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden, sie birgt die Gefahr die bereits sehr instabile Situation im Nahen und Mittleren Osten noch weiter zu schwächen.

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