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11. Mai 2018 / 25. Schaban 1439 - Der gesegnete Ramadan

Liebe Muslime!

 

Heute möchte ich in meiner Hutbe über die Bedeutung des ehrenvollen Monats Ramadan sprechen.

 

Dank der Gunst und Gnade Allah Tealas werden wir in Kürze wieder einmal mit dem Monat Ramadan beehrt. Am Dienstagabend begehen wir ihn mit dem ersten Terawih-Gebet und werden in der Nacht für das Sahur-Essen aufstehen, um am Mittwoch zu fasten.

Allah Teala spricht im Kur’ân-ı Kerîm: Der Monat Ramadan ist es, in dem der Koran als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch in dem Monat zugegen ist, der soll in ihm fasten. Und wer krank ist oder sich auf einer Reise befindet, soll eine Anzahl anderer Tage (fasten)... ”

Ohne Zweifel wird die Bedeutung dieses Monats am besten von Rasûlullâh (s.a.v.) beschrieben. Kurz vor Beginn des Ramadan wandte er sich in seiner Hutba an die Gefährten und äußerte die folgenden Worte:

“O ihr Menschen! Ein Monat, in dem sich die Leylet el-Qadr (die Nacht der Bestimmung) befindet und die wertvoller ist als tausend Monate zusammen, wirft nunmehr seinen Schatten auf euch. Cenab-ı Hakk hat das Fasten darin zur Pflicht und die Begehung dessen Nacht zur nâfile, für den freiwilligen Gottesdienst erkoren. Wer in diesem Monat eine Farz-Tat vollzieht, ist wie jemand, der einem Sklaven die Freiheit schenkt und der siebzig (70) Farz-Taten (ausserhalb des Ramazans) vollbracht hat. Dieser Monat ist einer, in dem der Rızq, der Lebensunterhalt des Gläubigen vermehrt wird. Wer einem Fastenden den Iftar ermöglicht, bekommt dafür so viel Lohn wie einer, der einem Sklaven die Freiheit schenkt. Dieser Monat ist ein Monat des Sabr, der Geduld. Der Lohn der Geduld ist die Dschennet." Die ehrenhaften Sahâba hörten diesen Ausführungen des Gesandten Allâhs zu und sagten dann: "Yâ Rasûlallâh! Nicht alle von uns haben genug um einem Fastenden den Iftar zu ermöglichen." Rasûlullâh (s.a.v.) antwortete darauf: "Diesen Lohn bekommt auch jener, der einem Fastenden den Iftar mit nur einer Dattel, einem Schluck Wasser oder Milch ermöglicht. Dies ist wahrlich ein Monat, dessen Anfang Rahmet, Barmherzigkeit, dessen Mitte Mağfiret, Vergebung und dessen Ende Freiheit vor der Bestrafung in der Dschehennem ist."

 

 Liebe Muslime,

 

das Fasten im Monat Ramazan ist eine Reinigung, sowohl in materieller als auch in spiritueller Hinsicht. 

Der Lohn für die Ibâdât vervielfacht sich im Ramadan und die Muslime erfahren dann mehr und mehr vom Genuss des Dienstes für Allâh. Der Scheytan und seine Helfer werden in Ketten gelegt, so dass alle teuflischen Gedanken und Gefühle abstumpfen und alle göttlichen Gefühle ihren Höhepunkt erfahren. Die Bändigung der Nefs, der niederen Triebseele, geht am besten, in dem man sich den Ibâdât hingibt und Itâat, also Gehorsam gegenüber Allâh praktiziert und in dem man den Trieben und Wünschen der Nefs einen Riegel vorschiebt.

Der große Gelehrte Hazret İmam Rabbânî schreibt in seinen berühmten Sendschreiben Mektûbât-ı Şerife, über die Bedeutung des Monats Ramadan die folgenden Zeilen: “Wem in diesem Monat zu Wohltaten und gottgefälligen Taten verholfen wird, den begleitet dieses Erfolg das ganze Jahr über als Freund. Wenn aber dieser Monat in Geistesabwesenheit verbracht wird, dann bleibt dieser Zustand das ganze Jahr über bestehen."

Dieser gesegnete Monat ist der Monat der Barmherzigkeit, der Vergebung und des Kur'ân. Seine Besonderheit liegt darin, dass in ihm der Kur'ân herabgesandt worden ist. Rasûlullâh (s.a.v.) pflegte jedes Jahr im Ramadan den edlen Kur'ân vollständig durchzulesen, also ein Hatm zu vollbringen. Dschebrâil aleyhisselam pflegte ihm andächtig zuzuhören. Daher ist es eine Sunna gemeinsam den Kur’an vollständig durchzulesen oder dafür zu sorgen, dass es gemeinsam vollständig durchgelesen wird, was wir als mukabele bezeichnen. Daher sollte ein jeder Muslim seine Vorbereitungen treffen, um den Kur'ân-ı Kerîm selbst vollständig durchzulesen, oder wer dazu nicht in der Lages ist, sollte sich an einen Ort begeben, in der eine Mukabele stattfindet und dem Kur'ân lauschen und dessen göttlichen Laute in die Tiefen seiner Seele einwirken lassen.   

 

In diesem Monat sollte ein jeder Muslim andere zum Iftar einladen, den Zekât und die Sadaqat el-Fitr entrichten, sich von Sünden fernhalten, Predigte anhören, das Terâwih-Gebet verrichten, das Gebet in Gemeinschaft aufsuchen und viele Bittgebete sprechen.  

Beenden wir unsere Hutbe mit einem von Ebû Hureyre (r.a.) überlieferten Hadîs-i Şerif: “Wer im Monat Ramadan daran glaubend fastet und den Lohn von Allah (c.c.) erhofft, dem werden alle seine vergangenen Sünden vergeben.”

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KRM - Pressemitteilungen

Gründung einer Christlich-Muslimischen Friedensinitiative - CMFI

Pressemitteilung zur Gründung einer Christlich-Muslimischen Friedensinitiative - CMFI   Christliche und muslimische Vereinigungen auf Bundesebene haben im März 2018 in Köln eine Christlich-Muslimische Friedensinitiative gegründet mit dem Ziel, ein Friedensnetzwerk der Religionen zu fördern. Einzige Voraussetzung für die Mitwirkung ist die Bereitschaft zu Dialog und Zusammenarbeit.

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