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13. April 2018 / 26. Receb 1439 - Miradsch - Nacht der Himmelsreise

Sehr verehrte Muslime,

 

            heute Abend begehen wir die gesegnete Miradsch-Nacht, die Nacht der Himmelsreise von Rasûlullâh (s.a.v.). Nach islamischem Verständnis umfasst der Begriff Mi’rac die sowohl physisch als auch geistig stattgefundene Reise unseres Propheten Muhammed (s.a.v.) von der Mescid-i Haram in Mekka zur Mescid-i Aksâ in Quds (Jerusalem), von dort in die sieben Himmelssphären und an noch andere Orte und Dimensionen, die Hazret-i Allah für ihn gewollt hat. Darüber hinaus steht der Begriff Mi’rac auch für alle Ereignisse, die in dieser gesegneten Nacht sonst noch passiert sind.

 

            Diese Mi’rac-Reise ist der Trost in Gegenwart Allâhs für die Trauer und das Leid, das Rasûlullâh im “Jahr der Trauer” durchleben mußte. Zuerst starb darin sein Onkel und großer Unterstützer Ebû Talib einerseits und dann seine ehrenwerte Frau Hadîcetü’l Kübrâ, unsere Mutter, andererseits - die ihm immer an seiner Seite stand. Für Resûlullâh (s.a.v.) bedeutete die Mi’rac gleichzeitig Erleichterung nach drei Jahren Entbehrungen durch den Boykott und die Feindschaft der Nichtgläubigen in Mekka und der zehn Jahre währenden Strapazen; es ist umso mehr eine Belohnung für für die Geduld und Standhaftigkeit, die er und seine Gemeinschaft in dieser Zeit praktiziert haben.

            Allâh Teâlâ hat allen seinen Dienern, die Er mit Güte und Gunst beehren wollte, verschiedenartige Prüfungen auferlegt. So ist auch die Mi’rac sowohl für Rasûlullâh (s.a.v.) als auch für seine Ashâb eine große Quelle des Trostes geworden.

 

 

Liebe Muslime,

 

            die einzelnen Abschnitte der Mi’rac-Reise werden wir inşâAllah während des Kandil-Programms heute Abend besprechen. Das Programm hier in unserer Moschee beginnt um 19.30 Uhr. Als gläubige Muslime gehört es sich für uns, das Mi’rac-Ereignis so zu akzeptieren, wie wir es von Rasûlullâh gelernt haben. Nur so können wir uns der Şefâat-i Rasûlüllah, der  Fürsprache Rasûlullâhs bei Allâh versichern. So wie es damals Menschen gegeben hat, die die  Mi’rac-Reise nicht akzeptierten, so gibt es auch heutzutage Menschen, die es nicht akzeptieren - und das in einer Zeit in der Wissenschaft und Technologie so weit fortgeschritten sind, dass einige Wissenschaftler heutzutage die Teleportation von Materie durch Umwandlung in Energie erforschen.

 

Liebe Brüder im Islam!

 

            Diese Nacht voller Baraka, voller Segen sollten wir als die Umma Rasulullahs, so gut wie möglich beleben und versuchen sie zu unserem Vorteil zu nutzen. Wir sollten unseren Eltern, unseren Geschwistern und unseren Freunden unsere Glückwünsche kundtun, in dem wir sie mindestens anrufen und sie zum Kandil-Abend beglückwünschen. Auch sollten wir uns um die Duâ unserer Älteren bemühen, darüber hinaus den Seelen unserer Verstorbenen spirituelle Geschenke schicken, und wir sollten uns bemühen so viel wie möglich Nâfile Ibadat, das heißt freiwillige Gebete zu verrichten.

In diesem Zusammenhang empfehlen die Evliyâullâh spezielle Gebete für diese gesegnete Nacht. Da ist einmal ein Hacet Namaz mit zwölf (12) Rek’at, den man nach dem Nachtgebet verrichten sollte.  Den Tag danach, also morgen sollte man fastend verbringen. Auch verrichtet man an diesem Tag, zwischen dem Mittags- und dem Nachmittagsgebet einen rituelles Gebet mit vier Rekat. Wie man diesen Namaz verrichtet und welche Duâs man dabei aufsagen soll, steht im deutschsprachigen Fazilet-Kalender und in einschlägigen Duâ-Büchern.

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