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15. Dez. 2017 / 27. Rebîulevvel - Islâmische Handelsethik

Verehrte Muslime!

 

In unserer heutigen Hutbe spreche ich über das Thema Ahlâk-ı Ticâret, das heißt die islamische Handelsethik.

 

Im diesseitigen Leben ist es wichtig, so zu handeln, daß wir Allahs Wohlgefallen finden, uns für das Leben nach dem Tode vorbereiten und die Cennet und die Cemâl-i Ilahi, also die Schau der Allmacht Allâhs erlangen. Darüber hinaus müssen wir versuchen uns als aufrichtige Diener Allâhs jeden Tag aufs Neue zu beweisen. Aber andererseits sind wir Menschen verpflichtet, uns für unsere täglichen Bedürfnisse wie Kleidung und Nahrung anzustrengen. Eine der wichtigsten Wege des Erwerbs ist zweifelsohne der Handel.

Unsere Religion der Islam empfiehlt, Handel zu treiben.  So heißt es in einer Âyet-i Kerîme: “Und Wir haben den Tag zum Erwerb des Unterhalts bestimmt.” In einem anderen Vers im Kur’ân-ı Kerîm spricht Allâh Teâlâ: “Wahrlich, Wir haben euch auf der Erde Macht verliehen und euch darin die Mittel zum Lebensunterhalt bereitet. Wie wenig seid ihr dankbar!”  Und der Gesandte Allahs (s.a.v.) spricht hierzu: “Treibt Handel. Denn neun Zehntel des Rızık, des Lebensunterhalts liegen im Handel.”

 

Die Bedeutung des Handels ist offensichtlich und bedarf keiner großen Erläuterung. Was für uns im Alltag wichtig ist, sind die islamischen Verhaltensregeln beim Handel. Unsere erhabene Religion hat dafür bestimmte Maßstäbe aufgestellt. Wer diesen zuwiderhandelt mischt unweigerlich Dinge in sein Einkommen bei, die haram, verboten sind. Solch ein Zustand ist für einen Muslim in der Tat ein Verderben. Ich versuche nun einige von diesen Regeln, an die sich muslimische Geschäftsleute und Händler halten sollten, aufzuzählen:

-Wenn die einzukaufende Ware keine Mängel hat, sollte sie auch nicht schlecht geredet oder bemängelt werden.

-Beim Wiegen und Messen darf der Muslim nicht betrügen. In diesem Zusammenhang verdient der folgende Hadis-i Şerîf Rasûlullâhs (s.a.v.) besondere Beachtung: “Schaut nicht auf das Gebet oder das Fasten eines Menschen. Schaut auf seinen Umgang mit Dinaren und Dirhems.” (Das bedeutet: Wenn ein Mensch das Gebet verrichtet  und fastet, soll euch das nicht täuschen. Bewertet diesen Menschen nach seinem Verhalten im Umgang mit Geld, das heißt nach seiner Ehrlichkeit, der Lauterkeit seines Verhaltens im Geschäftsleben und nach seinem Empfinden für das Recht des Anderen.)

-Wenn die zu verkaufende Ware Mängel hat, sollten diese nicht verborgen werden. Hierzu spricht Rasûl- (s.a.v.): “Wer eine Ware verkauft und dabei ihren Mangel verschweigt, der zieht den immerwährenden Zorn Allâhs auf sich, und die Engel verdammen ihn ununterbrochen.”

-Auch darf der Muslim keine Lügen gebrauchen, um viel von seiner Ware zu verkaufen oder sie schneller an den Kunden zu bringen.

-Weiterhin sollen Partner im Geschäft gegenseitig auf ihre Rechte und Pflichten achten und den anderen nicht betrügen.

 

Schließlich sollte sich ein jeder Muslim die folgenden Dinge zu Herzen nehmen:

 

-Beginne deine Arbeit am Arbeitsplatz immer mit der Besmele, also Bismillahir-rahmânirrrahîm;

-Plane deinen Tagesablauf und beschäftige dich nicht mit unwichtigen und nebensächlichen Dingen, wende dich den wichtigen und drängenden Themen zu;

-Schenke der Sauberkeit und Hygiene an der Arbeitsstelle und in der Firma Beachtung und versuche nicht zu viele Dinge auf einmal zu erledigen;

- Eigne dir Teamarbeit an und lerne Aufgaben an andere zu delegieren;

-Trage deine privaten Probleme nicht in die Firma, treffe keine übereilten Entscheidungen oder nehme keine Arbeit mit nach Hause, in die Freizeit oder in den Urlaub;

-Sei offen für Ratschläge und Neuerungen;

-Gönne dir Ruhe oder Auszeiten und lasse es nicht zu, dass du ausbrennst,

-Und danke stetig Allâh für Seine Nîmet, Seine Gaben!

 

 

Liebe Brüder im Islam,

 

aus diesen Gründen sollte sich ein jeder Muslim, wie bei anderen Gelegenheiten in seinem Leben auch, in Handel und Geschäftsleben nach den Maßstäben unserer Religion richten. Rasûlullâh (s.a.v.) spricht in einem Hadîs-i Şerîf hierzu: “Ein ehrlicher und vertrauenswürdiger Händler wird (in der Âhiret) gemeinsam mit den Gesandten Allâhs, den Sıddîkîn, also den Aufrichtigen und Wahrhaften im Glauben und den Şehid zusammengebracht werden.”

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KRM - Pressemitteilungen

KRM Pressemitteilung zu Jerusalem Entscheidung der USA

Der KRM ist bestürzt über die Entscheidung der USA zu Jerusalem und fordert eine Allianz der Vernunft von der Staatengemeinschaft. Mit größter Besorgnis haben auch die Muslime in Deutschland die einseitige Entscheidung der USA, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und ihre Botschaft dorthin zu verlegen aufgenommen. Diese Entscheidung ist nicht nur ein großer Hindernis auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden, sie birgt die Gefahr die bereits sehr instabile Situation im Nahen und Mittleren Osten noch weiter zu schwächen.

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