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22. Juni 2018 / 08. Schawwal 1439 - Die Lebenszeit sinnvoll nutzen

Verehrte Muslime,

 

unser aller Ziel ist es, Allâhs Wohlgefallen, die Rızâ-ı İlâhi, zu erlangen und an paradisische Orte und Zustände zu gelangen, von denen kein Auge und kein Ohr jemals Kunde erlangt hat und die so überwältigend schön sind, das wir nicht fähig sind, sie uns vorzustellen. Dort wollen wir ewig verweilen. Dafür müssen wir uns um gute Dinge bemühen und uns mit gottgefälligen Taten beschäftigen.

 

Der Gesandte Allahs (s.a.v.) spricht in einem Hadis-i Şerif: “Wer seine Nefs, seine niedere Triebseele, den Geboten Allahs gefügig macht und für die Zeit nach dem Tode Mühe und Anstrengung auf sich nimmt, der ist ein kluger Mensch. Wer seiner Nefs dient, keine gottgefälligen Werke verrichtet und sich mit dem Spruch “Allah wird schon vergeben” tröstet, wer sich sinnlosen Dingen hingibt, der ist ein Câhil, ein unkluger Mensch.” Belohnung oder Bestrafung in der Âhiret hängen direkt mit den Taten des Menschen in diesem Leben zusammen. Darum sollte ein jeder Muslim bei dem, was er tut, Vernunft und Einsicht praktizieren.

 

Liebe Muslime,

 

die größte aller Gaben ist ohne Zweifel das Eingehen in die Cennetü Âlâ, in das Paradies und noch mehr die Schau des Anlitzes Allâhs. Wer den Wert seines Lebens zu schätzen weiß, der wird jede Minute sinnvoll nutzen, ohne sie zu vergeuden. Er wird sein Leben mit schönen Dingen und  wertvollen Taten, mit hasenât, schmücken. Rasûlullâh (s.a.v.) spricht in einem Hadis-i Şerif: „Schätze fünf Dinge vor fünfen: Schätze dein Leben vor deinem Tode; deine Gesundheit vor deiner Krankheit; deine Jugend vor deinem Alter; deinen Reichtum vor deiner Armut; deine müßige und freie Zeit vor der Beschäftigung.“

 

Geschätzte Muslime,

 

die Zeit vergeht wie im Fluge. Es ist zu unserem Vorteil, wenn wir uns von unnützen Beschäftigungen fernhalten und uns nützlichen Taten und Gebeten zuwenden. Das Leben ist ernst genug. Um unsere Richtung bestimmen zu können, hören wir uns an, was Rasûlullâh (s.a.v.) hierzu spricht: “Hat ein Mensch sein vierzigstes Lebensjahr überschritten und seine guten Taten seine schlechten Taten nicht überwiegen, der bereite sich auf sein Platz im Dschehennem vor.” Es ist nicht redlich, Aussagen zu tätigen wie “Ich bin noch zu jung oder zu alt dafür, ich kann das nicht, ich kann es nicht unterlassen, es ist unmöglich, es ist nicht zeitgemäß und so fort.”

 

Wir sollten darum unsere Ibâdât bewusst mit Hingabe und Aufrichtigkeit verrichten und den Lohn allein von Allah Teala erwarten. Wir sollten der Beziehung zwischen Allâh Teâlâ und uns großen Wert beimessen.

 

Vergessen wir nicht, dass jeder Schritt, den wir tun, jeder Hauch, den wir ein- und ausatmen, kurz gesagt jede Handlung und Tat einen Zeugen hat? Die Tage, die Nächte, die edlen Engel, die Geschöpfe, ob lebendig oder nicht, jede von ihnen ist ein Zeuge.

 

Vor allem aber Allah, der Allmächtige, der Kenntnis hat von jeder Sache, von jedem Plan und von jedem Schritt, die wir machen, und der uns näher ist als unsere Halsschlagader, ist der größte Zeuge.

 

Einen wahren Muslim ziert es, wenn er die Taten für die Âhiret, also für das Jenseits den weltlichen Dingen vorzieht. Denn die Âhiret ist gesegnet und ewig, das Leben auf dieser Welt aber ist vergänglich und endlich.

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