Gebetskalender

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26. Januar 2018 / 09. Cemaziyel-evvel 1439 - Ezân-ı Muhammedî (Der Gebetsruf)

Hochverehrte Muslime,

 

Ezân bedeutet wörtlich i'lâm, das heißt etwas kundtun, bekannt machen. Als Fachausdruck in der islamischen Lehre ist Ezân der zu bestimmten Zeiten für die Farzgebete und mit bestimmten gesegneten Worten laut vorgetragene Ruf zum rituellen Gebet. Der Gebetsrufer wird Müezzin genannt. Der Ezân-ı Muhammedî ist im ersten Jahr der Hicret eingeführt worden und für Männer eine starke Sunna, Sünnet-i Müekkede nahe einem Vacib-Charakter. Seine Legitimität erhält der Ezân durch Kur’ân-ı Kerîm einerseits und der Sünnet Rasûlullâhs andererseits.

 

Es macht keinen Unterschied ob jemand Mukîm, also ortsgebunden oder auf Reisen ist, der Ezân ist für einen männlichen Muslim eine starke Sunna bei der rechtzeitigen Verrichtung der täglichen rituellen Gebete und bei Kazâ, bei den nachträglich verrichteten Gebeten, darüber hinaus auch beim Freitagsgebet. Auch beim Gebet, den man alleine verrichtet, darf weder der Ezân noch der Ikâmet ausgelassen werden.

Der Ezân wird melodisch und langsamn ausgerufen, und der Ikâmet schnell und kurzweilig gesprochen. Der Ezân wird nur in der arabischen Originalversion ausgerufen. Ein Ezân, ausgerufen in einer anderen Sprache, der auch als Ezan erkannbar ist, hat keine Gültigkeit. Ihm wird kein Wert beigemessen.

Auch ist es nicht erlaubt den Ezân vor Eintritt der Gebetszeit auszurufen - gegebenenfalls muss es wiederholt werden. Daher tragen die Muezzine eine große Verantwortung. Denn in einem Hadîs-i Şerif überliefert bei Tirmizî spricht Rasûlüllâh (s.a.v.): “Der İmam trägt die Verantwortung für das gemeinschaftliche rituelle Gebet und dem Müezzin sind die Gebetszeiten anvertraut.”

Dem Ezân-ı Muhammedî und dem Ikâmet huldigen alle Geschöpfe Allâhs in ihrer eigenen Art, so ist es für uns Muslime eine Verpflichtung diesem Ruf mit Respekt und Aufmerksamkeit zuzuhören. Vor allem die folgenden Punkte sollte man besonders beachten:

- Wenn der Ezân oder der Ikâmet gerufen wird, sollte der Zuhörende nach Möglichkeit dem Müezzin leise nachsprechen; ausgenommen bei den Worten “Hayye ale's-Salah und Hayye ale'l-Felah”, hier soll man die folgende Duâ sprechen: “Lâ havle ve lâ kuvvete illâ billâhi'l-aliyyi'l-azim.”

 

- Wenn der Ezân gerufen wird soll der Mensch seine Sitzhaltung, sein Gebaren und seine Haltung generell in Ordnung bringen und damit seinen Respekt gegenüber dem Ezân zeigen. Jeder Muslim sollte sich angewöhnen beim Ezân mit der Arbeit aufzuhören oder die Beschäftigung ruhen zu lassen und sich in Ehrfurcht (haşyet) und voller Konzentration den Worten des Ezân widmen. Es ist leider eine Tatsache heutzutage, dass viele Muslime sich daran nicht in würdigem Maße halten.

 

- Nach dem Ezân sollte man die bekannte Ezân-Duâ, die mit “Allahümme Rabbe hêzihi'd-de'veti'ttâmmeh...” beginnt für sich aufsagen. Wer diese Duâ spricht, verdient sich – bi iznillâh, mit Erlaubnis des Allmächtigen Schöpfers - die Şefaat, die Fürsprache Rasûlullâhs.

 

Liebe Muslime,

 

in den Strophen des Ezân wird die Einheit Allâh Teâlâs bekräftigt, dass darüber hinaus ER die vollkommensten Eigenschaften bei sich versammelt und von fehlerhaften Eigenschaften frei ist und dass IHM kein Şerîk, das heißt kein Teilhaber und kein ebenbürtiges Wesen beisteht. Auch wird im Ezân klar und offen die Prophetenschaft von Rasûlullâh ausgesprochen. Diesen Umstand erklärt der berühmte Gelehrte İmâm-ı Rabbânî (k.s.) in seinem Werk „Mektûbât-ı Kudsîye“ folgendermaßen: „Schlussendlich kann gesagt werden: Der Ezân vereint in sich die Essenz, was die Angelegenheiten des Itikâd, also des islamischen Glaubens und der Amel, also der islamisch-religiösen Praxis, anbetrifft. Der Ezân ist demnach ein starkes Zeichen und ein Kennzeichen des Glaubens und des Islâm.“

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KRM - Pressemitteilungen

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Pressemitteilung zur Gründung einer Christlich-Muslimischen Friedensinitiative - CMFI   Christliche und muslimische Vereinigungen auf Bundesebene haben im März 2018 in Köln eine Christlich-Muslimische Friedensinitiative gegründet mit dem Ziel, ein Friedensnetzwerk der Religionen zu fördern. Einzige Voraussetzung für die Mitwirkung ist die Bereitschaft zu Dialog und Zusammenarbeit.

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