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29. Dez. 2017 / 11. Rebîu‘l-âhir 1439 - Das Neujahr

Liebe Muslime,

 

Unser hochgeliebter Prophet Muhammed  (s.a.v.) ist von Allâh Teâlâ als Gesandter und Barmherzigkeit für alle Welten auserwählt worden. Seine Botschaft umfasst alle Wesen. Kein einziges Volk ist aus diesem Kreis ausgeschlossen.  Er hat die Menschheit zur Brüderlichkeit eingeladen und eine Lebenweise hervorgebracht, die anders war, als die gewohnte und übliche Lebensweise, Mentalität und Handlungsweise. Frei von jeder Nachahmung hat Er eine Art zu leben verkündet, deren Fundamente die Gebote Allâhs und seine eigene Sünnet-i Seniyye, seine vorzügliche Lebensführung sind.

 

Rasûlullâh (s.a.v.) hat den Leitsatz geprägt: “Wer sich in Übereinstimmung mit einer Gemeinschaft verhält, ihnen ähnelt und sie zum Vorbild nimmt, ist ein Teil von ihr.” Damit hat Er seiner eigenen ümmet, der Gemeinschaft der Muslime, aufgetragen, auf die Nachahmung religiöser und anderer Bräuche von Nichtmuslimen zu verzichten. Das beeinträchtigt wohlgemerkt nicht die gute Nachbarschaft und friedvolles und respektvolles Miteinander. Seine Empfehlungen hat Rasûlullâh mit seiner Sünnet-i Seniyye, seiner vorzüglichen Lebenführung, persönlich vorgelebt. Wo manche beispielsweise ihre Haare lang zu tragen pflegten, hat er die seinen geschnitten; wo sie schliefen, durchwachte er die Nacht und widmete sich seinem Schöpfer, und wo sie einen Tag fasteten, fastete er zumindest zwei Tage.

 

In der Âyet-i Celîle der Sure el-Ahzâb heißt es: “Wahrlich, im Gesandten Allâhs habt ihr ein schönes Vorbild.” Diese âyet zeigt unmissverständlich, dass nur Rasûlullâh und seine wahren Erben diejenigen sind, denen wir uns angleichen und denen wir nacheifern sollen. Der große Gelehrte İmâm-ı Rabbânî (Kuddise Sirruh) sagt: “Fazilet, Vorzug, ist gebunden an die umfassende Befolgung der sünnet, der Lebensführung Rasûlullâhs und meziyet, die Tugendhaftigkeit, ist gebunden an die konsequente praktische Umsetzung der Gebote Seiner Religion. Sogar ein Mittagsschlaf in solcher Verbundenheit hat viel größeren Vorzug als Tausende mit ibâdet verbrachte Nächte, denen diese Art der Verbundenheit, mütâbaat, fehlt.”

 

Liebe Brüder im Islam,

 

in den kommenden Tagen werden wie jedes Jahr Feierlichkeiten zum Neujahr stattfinden. Jeder Mensch hat das Recht gemäß seinem Glauben und seiner Überzeugung so zu leben, wie er möchte.

 

Aber als Muslime sollten wir uns die Frage stellen, was das Neujahr für uns bedeutet? Das Neujahr hat für uns Muslime eine mehr praktische Bedeutung: Ein Kalender, der an der Wand hängt und der uns in diesen Tagen daran erinnert, dass wieder ein langes Jahr vergangen ist und ein neues beginnen wird. Auch kann und sollte dieser Kalender uns sehr wohl dazu anregen, darüber nachzudenken, ob das vergangene Jahr zu unserem Vorteil oder Nachteil verlaufen ist und ob wir darin mehr sevab, mehr Verdienste, oder mehr Fehler aufgehäuft haben. Denn der zweite Kalif Ömer (radiyallahü anh) sagte: “Legt euch selbst Rechenschaft ab, bevor ihr zur Rechenschaft gezogen wird.” Daher sollten wir uns diese Tage, wo viele kleine und große Verfehlungen und Fehltritte lauern, wachsam verbringen und uns  fernhalten von Handlungsweisen, die von der Liebe Allâhs entfernen können.

 

Ein Muslim, der bewusst lebt, sollte darum in diesen Tagen  keinerlei Veränderung in seinem Tagesablauf, seinen Essgewohnheiten und seiner Kleidung zeigen. Er sollte sich mit Duâ befassen und Bittgebete für die Muslime im allgemeinen und die eigene Familie im besonderen sprechen, um vor Versuchungen dieser Nacht gefeit zu sein und auf dem rechten Weg zu verbleiben.

 

In der eingangs vorgetragenen Âyet-i Kerime spricht Cenab-ı Hakk (c.c.): “O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah; und eine jede Seele schaue nach dem, was sie für morgen vorausschickt. Und fürchtet Allah; wahrlich, Allah ist dessen wohl kundig, was ihr tut.

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KRM - Pressemitteilungen

KRM Pressemitteilung zu Jerusalem Entscheidung der USA

Der KRM ist bestürzt über die Entscheidung der USA zu Jerusalem und fordert eine Allianz der Vernunft von der Staatengemeinschaft. Mit größter Besorgnis haben auch die Muslime in Deutschland die einseitige Entscheidung der USA, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und ihre Botschaft dorthin zu verlegen aufgenommen. Diese Entscheidung ist nicht nur ein großer Hindernis auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden, sie birgt die Gefahr die bereits sehr instabile Situation im Nahen und Mittleren Osten noch weiter zu schwächen.

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