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30. März 2018 / 12. Receb 1439 - Nafile-Ibadat / Freiwillige gottesdienstliche Handlungen

Verehrte Muslime,

 

in meiner heutigen Hutbe möchte ich über die Bedeutung von nafile ibadât, über die freiwilligen gottesdienstlichen Handlungen, sprechen.

 

Die von Allah Teâlâ zur Pflicht erkorenen farz und danach die wadschib ibâdât stehen an oberster Stelle unserer Aufgaben als Muslime. Keine Anbetungsform ist gewichtiger als eine Farz-ibâdet. Wir verrichten sie aufgrund von Geboten Allâhs. Führen wir sie nicht aus, so tragen wir Verantwortung bei Allâh.

Nâfile Ibâdât sind nicht verpflichtend. Verrichtet man sie aber, erhöhen sie den Wert des Menschen bei Allâh. Beschäftigt sich der Mensch nicht damit, so bleibt er von dessen Vorzügen fern. So spricht Allâh Teâlâ in einem Hadîs-i kudsî: “Durch die farz ibâdât rettet sich Mein Diener vor Meiner Strafe, und durch die nafile ibâdât nähert er sich Mir.”

Anbetungsformen, die weder Farz noch wadschib sind, nennt man “nâfile Ibâdât”. Wer nâfile Ibâdât verrichtet, erweckt die Sünnet von Rasûlullâh (s.a.v.) zum Leben und erwirbt sich so einerseits die Schefâat, die Fürsprache des Gesandten Allâhs und andererseits die Rıza-i ilâhî.

Rasûlullâh (s.a.v.) maß neben den Pflichtgeboten auch den nâfile Ibâdât viel Wert bei. Manchmal, wenn er sehr lange in Ibâdet versunken war, schwollen ihm des Nachts seine Füße an. So sprach einmal Hazreti Aişe (r.a.) bei diesem Anblick: „Yâ Rasûlallâh, euch sind alle Tore der Verfehlung verschlossen, sowohl für die vergangenen als auch für die zukünftigen. Warum tut ihr euch das an?“ Und der Gesandte Allâhs antwortete: „Yâ Aişe, darf ich denn nicht ein überaus dankbarer Diener (Allahs) sein?“ [Buhari und Müslim]

Cenab-ı Hakk spricht in der eingangs vorgetragenen ayet-i kerime: “Und des Nachts wache auf und verrichte mit ihm (mit dem Lesen des Kur´ans) das (nächtliche) Gebet als ein freiwilliges Zusatzgebet für dich, auf daß dein Herr dich auf einen lobenswerten Rang erhebt.” In der ayet-i kerime zuvor gebietet Allah Teâlâ die fünfmal täglich zu verrichtenden Gebete und lässt sogleich diese Erklärung folgen, die zu nächtlichen  Gebeten  anspornt. Rasûlullâh (s.a.v.), spricht in einem Hadis-i Şerif: “O Ihr Menschen! Verbreitet den Gruß des Friedens, speist (euren Nächsten) und steht auf in der Nacht, während die anderen noch schlafen und verrichtet das nächtliche, auf dass ihr in Frieden in die Cennet gelangt. ” (Tirmizi)

 

Liebe Muslime,

 

die wichtigsten Nafile-Gebete sind folgende: die Sunna-Gebete bei den täglichen Gebeten, dann der duha namaz am Vormittag, der evvabin namaz am Abend, das in der Nacht verrichtete Teheccüd-Gebet und schließlich das Tesbih-Gebet. Darüber hinaus gibt es Nafile-Gebete für gesegnete Tage und  im Türkischen Kandil genannten Nächte, und auch noch andere Formen des Gebetes, die einem Muslim noch zusätzlichen geistlichen Gewinn eintragen. All dies sind Ibâdât, die Rasulullah (s.a.v.) uns allen besonders ans Herz gelegt hat. Fahr-i kâinat, der Stolz der Welten, verrichtete sie selber und ermunterte seine Familie und seine ashab sie gleichfalls zu verrichten. Von Zeit zu Zeit zum Beispiel suchte er das Haus von Hazret-i Ali und Fatima (Radiyallahu anhüma) auf und fragte sie: “Wann werdet ihr das (Tehecüd) Gebet verrichten?” [Buhari und Müslim]

Auch verrichtete Rasûlüllah am Vormittag das Duhâ-Gebet und empfahl seiner Ümmet: “Verrichtet weiterhin das Morgengebet und das Duha-Gebet. Denn diese beiden Gebete sind die Gebete der Leute, die viel Reue zeigen.” [Feyzül Kadir c.4  s.198] In einem anderen HBir diğer hadis-i Şerif heißt es: “Die beiden Sunna-Einheiten des Morgengebetes sind bei Allâh viel mehr Wert als die Welt und alles was darin ist.” [Müslim und Tirmizi]

Der große Gelehrte Ebu’l-Faruk Silistrevi Hazretleri praktizierte selbst diese freiwilligen Ibâdât äußerst gewissenhaft und empfahl sie den Menschen in seiner Umgebung und seinen Schülern. Einst sagte er: “Meine lieben Schüler! Unterschätzt niemals das (freiwillige) Hacet-Gebet. Wir haben sehr viele unserer Bedürfnisse dank des Hacet-Gebets gelöst.”

Diese Gebete vor allem in diesen “gesegneten drei Monaten”, in denen wir uns derzeit befinden, zu verrichten, sollte es uns Muslimen ein besonderes Anliegen sein. Denn der Lohn dessen ist um so mehr als an gewöhnlichne Tagen.

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