Gebetskalender

Sitemap

6. Oktober 2017 / 16. Muharrem 1439 - Muslim sein bedeutet Vorbild sein

Hutbe

Verehrte Muslime!

Jede Grenze und jede Linie, die Allâh (c.c.) gezogen hat, ist eine Hilfe auf dem Wege zu Glück und Frieden in diesem wie auch im nächsten Leben. Und jeder Muslim, der an Allâh und Seinen Gesandten glaubt und den Kur´ân-ı Kerîm als Wegweiser annimmt, unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von den übrigen Menschen. Dieser Unterschied ergibt sich daraus, dass ein Mü´min, ein gläubiger Muslim, sich immer bewusst ist, dass er für jedes gesprochene Wort und für alle Handlungen vor Allâh (c.c.) wird Rechenschaft ablegen müssen.

 

Ausgewogenheit in Rede und Handlung, Verlässlichkeit und Ernsthaftigkeit sind von daher besondere Kennzeichen eines denkenden Muslims. Darum können sich auch ein Muslim oder eine Muslima unter keinen Umständen der Lüge bedienen, und auch das Herumtragen von Geschwätz und übler Nachrede kann nicht zu ihrer Art gehören. Ein Muslim spricht nur hayır, was recht ist, oder er weiß, wann er zu schweigen hat. Dies ist die rechte Art und Weise, ein wahrer mü´min zu sein und damit die Anwartschaft auf die Cennet-ü Âlâ zu erlangen.

 

Unser geliebter Prophet, der Gesandte Allâhs (s.a.v) beschreibt uns diesen Weg mit folgenden Worten:  “Wer an Allâh und das nächste Leben glaubt, der soll sprechen, was recht ist oder schweigen.”

“Wer Geschwätz und üble Nachrede herumträgt, kommt nicht in die Cennet.

“Wer mir verspricht, seine Zunge und was sich zwischen seinen Beinen befindet, zu hüten (das heißt, wer auf Ehre, namûs, und Anstand, iffet, bedacht ist), dem verspreche ich die Cennet.

 Hütet euch vor Hased, dem Neid. Denn der Neid frisst alle guten und schönen Taten auf, wie Feuer das Holz.”

“Am meisten fürchte ich bei euch den kleinen şirk, (die kleine Beigesellung zu Allâh), es ist die riyâ, die Heuchelei und Vortäuschung.”

 

Liebe Gemeinschaft der Muslime,

 

in diesen Worten Rasûlullâhs (s.a.v.) sehen wir, dass ein Muslim Ausgewogenheit in Rede und Handlung beweisen und alles, was Allâh und Seinem Gesandten missfällt, unterlassen muss. Lüge, üble Nachrede, Hass, Neid, Verspottung und Heuchelei gehören auf keinen Fall zu den Charaktereigenschaften eines Muslims. Auch hat er sich von Orten fernzuhalten, an denen Dinge getan werden, die haram, verboten sind.

 

Liebe Muslime,

selbst die Art und Weise, wie ein Muslim isst und trinkt, sich kleidet, wie er sein Lebensunterhalt verdient und wie er sein Geld ausgibt, sollte erkennbar anders und würdevoll sein. Ein Muslim ist immer auf einen Erwerb bedacht, der helal und rechtens ist. In seinem Selbstverständnis gibt es keine derartige Einstellungen wie “Egal wie, Hauptsache Geld verdienen!”. Eins sollten wir bei alldem nicht vergessen: Muslim sein hat nur dann Wert, wenn wir so leben, wie Allahu Teâlâ und sein Gesandter (s.a.v.) es uns vorgezeichnet haben, und nicht, wie wir meinen es verstehen zu müssen.

 

So lasst uns alle gemeinsam den folgenden Worten Allâhu Teâlâs Gehör schenken, in dem er seine Diener beschreibt: “Und diejenigen, die nichts Falsches bezeugen und wenn sie leeres Gerede begegnen, gehen sie mit Würde daran vorbei.

Zurück

KRM - Pressemitteilungen

KRM Pressemitteilung zu Jerusalem Entscheidung der USA

Der KRM ist bestürzt über die Entscheidung der USA zu Jerusalem und fordert eine Allianz der Vernunft von der Staatengemeinschaft. Mit größter Besorgnis haben auch die Muslime in Deutschland die einseitige Entscheidung der USA, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und ihre Botschaft dorthin zu verlegen aufgenommen. Diese Entscheidung ist nicht nur ein großer Hindernis auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden, sie birgt die Gefahr die bereits sehr instabile Situation im Nahen und Mittleren Osten noch weiter zu schwächen.

Weiterlesen …