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Lange Winterabende und freiwillige rituelle Nafile-Gebete - 13. Dezember 2019/16. Rebîulâhir 1441

Liebe Muslime,

in meiner heutigen Hutbe möchte ich über die Notwendigkeit sprechen, sich vermehrt der Nâfile- Ibâdât,  das heißt freiwilligen rituellen Gebeten zu widmen - besonders an langen Herbst- und Winterabenden.

 

Die von Allah Teâlâ zur Pflicht erkorenen Farz Ibâdât stehen an oberster Stelle unserer Aufgaben als bewußtlebende Muslime. Verrichten wir sie, so folgen wir den Geboten Allâh Teâlâs. Aufgaben für Muslime hingegen, die nicht farz oder wadchib sind, werden Nâfile-Ibadet genannt. Wenn ein Mü´min, ein praktizierender Muslim also, Nâfile-Ibâdet verrichtet, so folgt er damit zugleich der Sunna Rasûlullâhs (s.a.w.) und erringt die Rızâ-ı İlâhî, das heißt Allâhs Zuneigung. Im Hinblick darauf legte Rasûlullâh (s.a.w.) großen Wert auf freiwillige, über die Pflicht hinausgehende Formen der Ibâdet und wies mit seinem geschätzten Worten „Der Winter ist der Frühling des gläubigen Muslims.“ auf die Möglichkeit hin, lange Herbst- und Winterabende mit Ibâdât zu erfüllen. Ein kluger Muslim sollte solch eine Chance für sich zu nutzen wissen!  

 

Liebe Muslime,

 

Dschenab-i Hakk spricht in der eingangs vorgetragenen Âyet-i Kerime: “Und in einem Teil der Nacht verrichte mit ihm (mit dem Kur´ân) das Gebet als freiwilliges Zusatzgebet für dich.” Vor der Herabsendung dieser Âyet-i Kerîme gebot Allah Teâlâ den fünf Mal am Tag zu verrichtenden Gebet und ließ erst danach diese Erklärung folgen, die zu Ibâdet in der Nacht anleitet. Unser aller Stolz, Rasûlullâh (s.a.v.), spricht in einem Hadis-i Şerîf: “O Ihr Menschen! Verbreitet den Friedensgruß, speist euren Nächsten und verrichtet vor allem euren Gebet in der Nacht, wenn die anderen schlafen, auf dass ihr in Frieden in die Dschennet gelangt. ”

 

Verehrte Muslime,

die wichtigsten Nâfile-Gebete sind die Sunna-Gebete bei den täglichen Gebeten, dann das Duha-Gebet (im Türkischen auch Kuşluk Namazi genannt), das Evvâbin-Gebet, das in der Nacht verrichtete Tehedschüd-Gebet und schließlich das Tesbih-Gebet. Darüber hinaus gibt es Nafile-Gebete für die besonderen, Kandil genannten Nächte, und auch noch andere Formen des Gebets, die einem Muslim noch zusätzlichen spirituellen Gewinn eintragen.

Fahr-i Kâinat, der Stolz der Welten, verrichtete selber diese Ibâdât und ermunterte seine Familie und seine Ashâb sie gleichfalls zu verrichten. Manchmal, wenn er wieder lange in der Nacht mit Ibâdât beschäftigt war, schmerzten ihm seine Füße. Hazret Âische (r.anha) sah dies und sagte dann: “Yâ Rasûlâllâh, euch sind alle Wege zur Verfehlung (Sünde) verschlossen, sowohl die vergangenen als auch die zukünftigen. Warum tut Ihr euch das an?” Rasûlullah (s.a.w.) antwortete ihr: “Ya Aische, darf ich denn nicht ein Diener Allahs (c.c.) sein, der viel Dankbarkeit zeigt?” Von Zeit zu Zeit suchte er das Haus von Hz. Ali und seiner Tochter Hz. Fatıma (r.anhümâ) auf und rief ihnen zu: “Wann werdet ihr euren (Teheccüd)- Gebet verrichten?” Auch verrichtete Rasûlüllah (s.a.w.) vormittags das Duha-Gebet und empfahl seiner Umma: “Verrichte das Morgengebet und das Duha-Gebet. Denn diese beiden Gebete sind die Gebete der Evvâb (Allâh nahe Menschen, die aufrichtige Reue praktizieren und “Wer das Duha-Gebet am vormittag (so oft wie möglich) verrichtet, dessen Fehler werden vergeben, auch wenn sie soviel sein sollten, wie der Schaum aller Meere.

 

Liebe Muslime,

 

wie wir in der vorgetragenen Âyet-i Kerîme und den Hadîs-i Scherîfs gesehen haben, misst der Islam der Zuwendung zu Allâh durch Ibâdât wie rituelle Gebete einen sehr hohen Stellenwert bei. Daher sollte ein bewußt lebender Muslim neben den Farz- und Wadschib-Gebeten nach Kräften auch die Nâfile-Ibadât verrichten – besonders in der Herbst- und Winterzeit, an denen die Sonne früher untergeht und wir mehr Zeit für Ibâdât haben. Ziel dabei ist immerzu die Schefâat-i Uzmâ, das heißt die große Fürsprache Rasulullahs (s.a.w.), und folglich auch die Zuneigung Allâhs. So spricht Allah Teâlâ in einem Hadîs-i Kudsî: “Durch die Farz- Ibâdât rettet sich mein Diener vor mir, d.h. vor  Meinem Zorn und mit den Nâfile-Ibâdât rückt er mir, (meinem Wohlgefallen) näher.”

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