Gebetskalender

Sitemap

Freitagspredigten Archiv

Materielle Ibâdat und Sadaqat al-Fitr (Fastenbrechenspende)- 24. Mai 2019/19. Ramazan 1440

Sehr verehrte Muslime,

 

in meiner Hutbe spreche ich heute über die Bedeutung von materiller Ibâdat und Sadaqat al-Fitr, dem Almosen zum Ramadanfest.  

In der Sûre Fâtiha wird die Sırât al-Müstekîm, der “gerade Weg” auf dem das Wohlgefallen Allâhs ruht, kurz erwähnt und in der folgenden Sûre al-Bakara und in anderen Sûren ausgiebig erläutert. In den ersten Âyets jener Sûre Bakara teilt Allâh die Menschen in drei Gruppen auf. Erstens Mü’min, jene, die an Allâh glauben, zweitens Kâfir, jene, die Allâh leugnen und drittens Münâfık, jene, die nach außen hin sich gläubig geben und im Innern Allâh nicht akzeptieren können. In den folgenden Versen thematisiert Allah Taala den Glauben an das Verborgene, das rituelle Gebet, das in aufrechter Art und Weise zu verrichten ist und den Rizq, die Güter, die Allâh den Menschen gegeben hat, und wie sie auf dem Wege Allâhs ausgegeben sollen. Von all diesen Ausführungen verstehen wir dies: der Islam steht auf zwei Fundamenten, einerseits Îmân, also der Glaube an Allâh und andererseits Amel, die tägliche Praxis. Dies wird an vielen Stellen im Kur’ân-ı Kerîm mit der Formulierung „jene, die glauben und fromme Taten begehen“ untermauert.

 

Liebe Muslime,

das Leben auf dieser Welt und die weltlichen Güter sind ohne Zweifel Teil unserer Prüfung auf dem Wege zu Allâh Dschelle Dschelâlüh. In der Âyet 28 der Sûre Enfâl heißt es: “Und wisset, daß euer Hab und Gut und eure Kinder eine Versuchung sind und daß bei Allah großer Lohn ist.” Resûlullah (s.a.w.) spricht hierzu: “Ohne Zweifel gibt es für jede Ümmet, für jede Gemeinschaft eine Fitne (eine Prüfung). Die Fitne  meiner Ümmet sind (weltliche) Güter.”

Wir sollten aber hierbei eins richtig auffassen, Güter, die der Mensch helal, also rechtmäßig erwirbt und von denen er auf dem Wege Allâhs und im Einklang mit der Rızâ, dem Wohlgefallen Allâhs ausgibt, stellen für ihn eine große Ni‘met, eine große Gabe dar. Wer demnach es schafft von seinen Gütern auf dem Wege Allâhs auszugeben, hat diese Prüfung bestanden. Denn in einem anderen Hadîs-i Scherîf spricht Rasûlullâh (s.a.w.): “Nur diese zwei Menschen sollten beneidet werden: Einmal jene, die es schaffen den Kur’ân immerzu am Tage und in der Nacht zu lesen und desweiteren jene, die die Güter, die ihnen Allâh geschenkt hat, wiederum auf dem Wege Allâhs am Tage und in der Nacht auszugeben vermögen.”

Erst dann wenn der Mensch es schafft, von seinem Hab und Gut auch noch die besten und darüber hinaus jene, die er selbst am meisten mag, zu spenden, kann man von Erfolg im Sinne Allâhs sprechen. Hierzu heißt es in Âyet 92 der Sûre Âl-i İmran: “Ihr werdet die (wahre) Frömmigkeit nicht erlangen, solange ihr nicht etwas spendet, was ihr (selber) liebt. Und was immer ihr spendet, darüber weiß Allah Bescheid..”

 

Verehrte Muslime,

uns allen ist bewußt, dass die Zekât unsere wichtigste finanziell geleistete Ibâdet darstellt. Denn die Zekât ist eine der Grundpfeiler des Islams und ist farz, das heißt absolute Pflicht. Genauso ist die Sadaqat al-Fitr, das Almosen zum Ramadanfest eine mâlî, eine finanzielle Ibâdet. Jeder freie Muslim, der eine nach islamischem Recht definierte qualifizierte Menge an Gütern besitzt, ist verpflichtet diese Sadaqat al-Fitr zu entrichten. All jene Empfänger, an die man seine Zekât geben darf, können auch die Sadaqat al-Fitr annehmen. Wâdschib, das heißt Pflicht wird diese Sadaqa mit dem Beginn der Morgendämmerung am ersten Festtag und endet mit dem Verlassen der Mesdchid nach dem Festgebet. Trotzdem ist es möglich diese Sadaqa vor oder nach dieser vorgegebenen Zeit zu entrichten. Vorbildlich und empfehlenswert ist es die Sadaqat al-Fitr noch vor dem ersten Festtag den Bedürftigen in die Hände zu geben, damit diese noch vor den Festtagen einkaufen und so sich auf das Ramadanfest und die Freude darin konzentrieren können.

Resûlullâh (s.a.w.) spricht im folgenden Hadis-i Scherif: “Das Fasten im Monat Ramadan ist festgebunden zwischen Erde und Himmel. Von dort aus kann es nur noch mit Hilfe der Sadaqat al-Fitr emporsteigen.

Zurück

KRM - Pressemitteilungen

MENSCHEN MACHEN HEIMAT/EN : TAG DER OFFENEN MOSCHEEN am 3. OKTOBER

Köln, 01.10.2019: Der Tag der offenen Moschee (TOM) am 3. Oktober steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Menschen machen Heimat/en“. Was ist „Heimat“? Ist sie nur der Ort, an dem wir unsere Kindheit und Jugend verbracht haben, wo unsere Familie, unsere Freunde leben? Für die einen ist Heimat das Land, aus dem die Eltern oder Großeltern stammen. Für andere ist Heimat überall dort, wo man sich zu Hause fühlt. Für manche ist Heimat eher spirituell und ein Ort, mit dem sie sich durch ihren Glauben verbunden fühlen.

Weiterlesen …