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Miradsch - Die Nacht der Himmelsreise - 29. März 2019/22. Redscheb 1440

Sehr verehrte Muslime,

 

am kommenden Dienstagabend begehen wir die Nacht der Himmelsreise von Rasûlullâh (s.a.w.). Diese Nacht bezeichnet man im Arabischen Leyletül-Mi’radsch und im Türkischen Mi’radsch Gecesi. Nach islamischem Verständnis umfasst der Begriff Mi’radsch die Reise von Rasûlullâh (s.a.w.) von der Mesdschid-i Haram in Mekke zur Mesdschid-i Aksâ in Quds, Jerusalem, von dort in die sieben Himmelssphären und an noch weitere Orte und Dimensionen, die Hazret-i Allah für ihn vorgesehen hat – und all das mit Leib und Seele. Darüber hinaus umfasst der Begriff Mi’radsch alle Ereignisse, die in dieser gesegneten Nacht sonst noch passiert sind.

 

Die Mi’radsch-Reise ist ein Trost in der Gegenwart Allahs  für die Trauer und das Leid, das Rasûlullâh durchleben mußte, als in jenem “Jahr der Trauer” sein Onkel und großer Unterstützer Ebû Talib einerseits und seine ehrenwerte Ehefrau Hadîdschetü’l-Kübrâ andererseits - die ihn immerzu, sowohl  in weltlichen als auch in spirituellen Angelegenheiten unterstützt hatte - verstarben.

 

Für Rasûlullâh (s.a.w.) bedeutete die Mi’radsch gleichzeitig Befreiung und Linderung nach entbehrungsreichen drei Jahren durch den Boykott und die Feindschaft der mekkanischen Herrscherkaste und der zehn Jahre währenden Erniedrigungen und Strapazen; es ist umso mehr eine Belohnung für die Geduld und die Standhaftigkeit, die er und seine Gefährten während dieser Zeit praktiziert hatten.

 

Allâh Teâlâ hat allen seinen Dienern und Freunden, denen Er mit Güte, Lütuf und Ihsan, begegnen wollte, verschiedenartige Prüfungen auferlegt. Daher ist auch die Mi’radsch sowohl für Rasûlullâh (s.a.w.) als auch für seine Ashâb eine große Quelle des Trostes gewesen.

 

Liebe Muslime,

 

die einzelnen Abschnitte der Mi’radsch-Reise werden wir inşaAllâh während des Kandilprogramms am Dienstagabend besprechen. Das Programm hier in unserer Moschee beginnt um 19.30 Uhr.

 

Für den Muslim gehört es sich, das Mi’radsch-Ereignis so zu akzeptieren, wie wir es von Rasûlullâh gelernt haben. Nur so können wir uns der Schefâat-i Rasûlüllah, also der  Fürsprache Rasûlullâhs bei Allâh versichern. So wie es damals Menschen gegeben hat, die die  Mi’radsch-Reise nicht glauben konnten, so gibt es auch heute ganz sicher Menschen, die es nicht akzeptieren werden - und das in einer Zeit, in der Wissenschaft und Technologie weit fortgeschritten sind. Man überlege in diesem Zusammenhang, dass Forscher heute schon in ihren Experimenten Materie mit Licht teleportiert haben.

 

 

Liebe Muslime!

 

Diese gesegnete Nacht sollten wir als Ümmet-i Muhammed in der besten Art und Weise ausfüllen und versuchen sie zu unserem Vorteil zu nutzen. Wir sollten unseren Eltern, Geschwistern und Freunden unsere Aufwartung machen, in dem wir sie mindestens anrufen und sie zum Kandil-Abend beglückwünschen – also nicht nur Nachrichten schicken. Auch sollten wir uns um die Duâ unserer Eltern und der Menschen in unserem Umfeld bemühen, darüber hinaus den Seelen unserer Verstorbenen “spirituelle Geschenke” schicken, und wir sollten uns bemühen so viel wie möglich Nâfile Ibâdât, das heißt freiwillige Gebete zu verrichten.

 

In diesem Zusammenhang empfehlen die Evliyâullâh besondere Ibâdât für diese Nacht. Da ist einmal ein Hadschet-Gebet mit zwölf (12) Rek’ats, den man nach dem Nachtgebet verrichten sollte.  Den Tag danach, also am Mittwoch, sollte man fastend verbringen. Auch verrichtet man an diesem Tag, zwischen dem Mittags- und dem Nachmittagsgebet ein Gebet mit vier Rekats. Wie man diesen Gebet verrichtet und welche Duâs man dabei aufsagen soll und noch mehr, steht in Faziletkalendern, respektive in der Fazilet Takvimi App für das Smartphone und in einschlägigen Duâ-Büchern.

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KRM - Pressemitteilungen

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