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SALAH– DAS ISLAMISCHE GEBET 04. Oktober 2019 / 05. Safer 1441

Hochgeschätzte Muslime,

 

in meiner heutigen Hutbe geht es um den Rang und den Wert des Salah - unseres rituellen Gebetes.

Der Islam besteht aus Îmân (dem Glauben), Amel (die tägliche Praxis der Vorgaben des Islams) und Ichlas (das ist die Hingabe bei der Umsetzung dieser Vorgaben). Das heißt, damit jemand ein guter Muslim werden kann, muss er zuallererst seinen Îmân gemäß den Prinzipien der Ehl-i Sünnet ve’l Cemâat verinnerlicht haben, dann die von Allâha Teâlâ gebotenen Amel und Wohltaten aufrichtig vollziehen und dabei allein Allâhs Rızâ, Sein Wohlgefallen anstreben.

Der Salâh, Namaz im Türkischen, ist die wichtigste Ibâdet im Islâm. Er ist für jeden, der bei Sinnen und mündig ist, Farz, also ein absolutes persönliches Gebot – sowohl für Männer als auch für Frauen.

Muslimische Eltern sind daher verpflichtet, ihren Kindern ab sieben Jahren das rituelle Gebet beizubringen.  Eltern, Hodschas und Lehrer sollten Kindern vorleben und vormachen, wie man das Gebet verrichtet.

Der islamisch-rechtliche Status des Gebetes, die Gebetszeiten selbst, die Bedeutung des rituellen Gebetes insgesamt, wie er zu verrichten ist, die Belohnung für die Verrichtung und die Strafe bei Unterlassung, all diese Punkte wurden uns durch den Kur’ân-ı Kerîm und durch die Hadîs-i Scherîfs von Resûlullâh (s.a.w.) nahegebracht. Allein die große Anzahl von Âyet-i Kerîmes und Hadîs-i Scherîfs die vom Salah berichten, sind ausreichend, um die Bedeutung dieser wertvollen Ibâdet zu verstehen.

In der Âyet-i Kerîme 103 der Sûre-i Nîsa heißt es: „Wahrlich, das rituelle Gebet ist für die Gläubigen eine für bestimmte Zeiten festgesetzte Verpflichtung.“ Mit vielen Âyet-i Kerîmes wird darauf hingewiesen, dass diese Zeiten, die uns bekannten fünf Gebetszeiten am Tag sind. Diese Gebetszeiten hat Resûlullâh (s.a.w.) den Muslimen mit seinen Worten und Taten detailgenau beschrieben.  Das bedeutet auch, dass diejenigen, die behaupten, es gäbe keine fünf Gebetszeiten am Tag, weil diese nicht im Kurân-ı Kerîm stünden, die Sünnet-i Resûlullâh nicht akzeptieren wollen. Solche Äußerungen kommen meist von Menschen mit schlechter Absicht, die auch noch dreist genug sind den Kur’ân-ı Kerîm nach ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen zu interpretieren.

 

 

Liebe Brüder im Islâm,

 

in der Sûre el-Mâûn hat Allâh Teâlâ folgendes gesprochen: „Wehe den Betenden, die (bei der Verrichtung) ihres Gebetes nachlässig sind, die nur dabei gesehen werden wollen.“ Angesprochen von dieser Âyet sind diejenigen, die dem Gebet gegenüber achtlos sind, d.h. für die das Gebet keinen Wert hat; darüber hinaus die Verrichtung dessen nicht als eine wichtige Aufgabe ansehen; nicht traurig sind, wenn sie das Gebet nicht verrichten oder denen egal ist, wenn eine Gebetszeit verstreicht und wenn sie das Gebet denn doch verrichten, aber nicht das Wohlgefallen Allâhs im Sinn haben.

Welch schönen Dinge einem widerfahren, wenn man das Gebet verrichtet und dabei genau auf die Vorgaben achtet und allein die Rızâ, das Wohlwollen Allâhs anstrebt, erfahren wir in der Âyet-i Kerîme 45 der Sûre el-Ankebût: „Rezitiere, was dir von der Schrift offenbart wurde und verrichte das Gebet! Wahrlich, das Gebet hält vom Schändlichen und vom Abscheulichen ab...“

Ein allein in dieser Art und Weise verrichtetes Gebet ist der Rettungsgrund des Menschen. Mit den Âyet-i Kerîmes, die diese Tatsache belegen, möchte ich meine Hutbe beenden. Darin heißt es sinngemäß: „Gewiss, die Gläubigen haben die Errettung gefunden. Das sind diejenigen, die  ihr Gebet in voller Demut verrichten.“

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KRM - Pressemitteilungen

Zusammenstehen gegen Rassismus/ Spitzengespräch zwischen Koordinationsrat der Muslime und der EKD

Köln, 11.06.2020: Mit einem stillen Gebet für die Opfer von Rassismus und Hass ging heute das Spitzengespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern des Koordinationsrates der Muslime (KRM) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu Ende. Das Treffen fand aufgrund der Corona-Pandemie per Videokonferenz statt. Die jüngsten Proteste gegen Rassismus wurden als Teil einer größeren Anti-Rassismus-Debatte begrüßt, die dringend notwendig sei.

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