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Respekt gegenüber den Eltern - 07. Februar 2020/13. Cemâyizelâhir

Verehrte Muslime,

 

Allâh Azîmüschschan hat im erhabenen Kur’ân-ı Kerîm den Muslimen geboten -direkt nach dem Îmân und nach den Ibâdât - den Eltern zu gehorchen und sie gut zu behandeln. Auch ist uns kundgetan worden, dass die vozüglichste Tat zuerst das Erlangen der Rızâ-i Ilâhî, also das Wohlwollen Allâhs und direkt dahinter das Erlangen des Wohlwollens der Eltern ist.

Jeder Muslim, so sieht es der erhabene Dîn des Islam vor, soll die Herzen der Eltern gewinnen und ihren Wünschen Folge leisten, solange diese nicht im direkten Widerspruch zu den Geboten und Verboten Allâhs und Seinem Gesandten stehen. In den folgenden Âyets wird dies klar und deutlich zum Ausdruck gebracht:

“Und dient Allâh und gesellt Ihm nichts bei. Seid gut zu den Eltern!”

“Und wir haben dem Menschen im Hinblick auf seine Eltern anbepfohlen, (sie gut zu behandeln).”

 

Liebe Muslime,

 

unsere Eltern haben sich für uns abgequält, ihre Zeit und ihre Jugend geopfert; sie freuten sich wenn es uns gut ging und sie weinten, wenn es uns schlecht ging. Schon rein aus dem Gefühl der Dankbarkeit heraus sollten wir sie mit Güte, Barmherzigkeit und Sanftmütigkeit behandeln. Darüber hinaus sollten wir ihnen freundliche Worte sagen und somit ihr Wohlwollen und ihre Duâ verdienen.

 

Ein gutes Kindes, ist man erst dann, wenn man im Rahmen seiner Möglichkeiten sich so gut wie möglich um seine Eltern kümmert, ihre kleinen und großen Bedürfnisse befriedigt, ihnen aushilft, ihnen stets mit einem Lächeln gegenübertritt und dabei diese beiden Hadîse von Rasûlullâh (s.a.w.) nie aus den Augen verliert: “Die Rızâ-i Ilâhî, das Wohlwollen Allahs, ist im Wohlwollen der Eltern verborgen und der Groll Allâhs wiederum im Groll der Eltern.“ und „Mutter und Vater sind das mittlere Tor von den Toren der Dschennet. Nun, es ist deine Entscheidung, ob du dieses Tor loslässt oder dich daran festhältst.“

 

Liebe Muslime,

 

wie schlimm und unwürdig ist es doch den Eltern barsch und unfreundlich daherzukommen, die Grenzen des Edeb, also von Respekt und gutem Benehmen zu überschreiten, ihnen gegenüber ungehorsam zu sein und dazu auch noch Worte in den Mund zu nehmen, die ihre Herzen brechen können!!!

Rasulullah (s.a.w) spricht in einem Hadîs-i Scherîf das Folgende: “Es gehört zu den großen Sünden, seine Eltern zu verfluchen.” Die Ashâb al-kirâm, seine ehrenvollen Freunde fragten daraufhin: “Ya Rasûlallâh, welcher Mensch verflucht denn seine Mutter und seinen Vater?” Seine Antwort war: “Wenn ein Mensch den Vater eines anderen verflucht, so verflucht jener seinen Vater. Verflucht er die Mutter des anderen, so verflucht jener seine Mutter.”

Zu den weiteren Aufgaben unseren Eltern gegenüber gehören: Wenn sie verstorben sind, sollen wir an sie mit dem Segen Allâhs, also mit Rahmet gedenken, ihren letzten Willen erfüllen, ihnen Duâ machen und ihre Freunde ehren und sich um diese kümmern. Wie schön hat diesen Umstand  Rasûlullâh (s.a.w.) selbst formuliert: “Die vollkommenste Tat ist, dass der Mensch den Freund des Vaters sieht und ihm Gutes tut.”  

Ein Mann kam zu Rasûlullah und fragte, ob es etwas gäbe, was er nach dem Tode seiner Eltern für sie tun könne. Der Gesandte Allâhs sprach zu ihm: “Ja, bete für sie, bitte für sie um Vergebung bei Allâh, erfülle ihren letzten Willen, kümmere dich um ihre Verwandten und ehre ihre Freunde.”

 

Daher, liebe Muslime, sollten wir unsere Verantwortung den Eltern gegenüber sehr ernst nehmen. Wir sollten sie immerzu mit größtem Respekt begegnen und ihr Wohlwollen und damit auch ihre Duâ für uns gewinnen. Und wir sollten nicht vergessen, dass je nach dem Grad unseres Respekts und unserer Liebe ihnen gegenüber, auch wir im Nachhinein von unseren eigenen Kindern und Kindeskindern Respekt und Liebe erwarten können. Und vergessen sollten wir auch diesen Hadîs-i Scherîf dabei nicht: “Unter allen Menschen verdient in erster Linie die Mutter, wieder die Mutter, danach wieder die Mutter und erst dann der Vater den meisten Respekt.”      

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KRM - Pressemitteilungen

MENSCHEN MACHEN HEIMAT/EN : TAG DER OFFENEN MOSCHEEN am 3. OKTOBER

Köln, 01.10.2019: Der Tag der offenen Moschee (TOM) am 3. Oktober steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Menschen machen Heimat/en“. Was ist „Heimat“? Ist sie nur der Ort, an dem wir unsere Kindheit und Jugend verbracht haben, wo unsere Familie, unsere Freunde leben? Für die einen ist Heimat das Land, aus dem die Eltern oder Großeltern stammen. Für andere ist Heimat überall dort, wo man sich zu Hause fühlt. Für manche ist Heimat eher spirituell und ein Ort, mit dem sie sich durch ihren Glauben verbunden fühlen.

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