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Schutz der Augen vor haram - 26. April 2019/21. Schaban 1440

Liebe Muslime!

 

Allâh Teâlâ hat uns über Seine Gesandten und Seine Offenbarungen wie dem Kur’ân-i Kerîm erklärt, dass der Mensch nicht sinnlos auf die Welt gesandt worden ist und eine bestimmte Aufgabe erfüllen soll. Auch hat Allah alle Dinge im Universum bis zum kleinsten Detail einer bestimmten Ordnung unterworfen; ein System geschaffen.

Einer der größten Geschenke Allâhs ist unzweifelhaft unser Augenlicht. So heißt es in einem Hadis-i Scherif: Allâh Teâlâ spricht: Wenn ich den (gläubigen) Menschen mit Blindheit prüfe und er daraufhin Demut und Geduld ausübt, so werde Ich ihm für sein Augenlicht die Dschennet geben.“ In einem anderen Hadis-i Scherîf spricht Rasûlullâh (s.a.w.): „Kein Mensch erfährt ein größeres Unheil als das Verlieren seines Augenlichts – ausgenommen der Verlust seines Îmâns.“

Wir sollten daher unsere Augen und all die anderen Organe, die uns von Allâh gegeben wurden im Sinne des allmächtigen Schöpfers nutzen. Es gibt viele Âyets im Kur’ân-ı Kerîm und viele Hadis-i Scherifs, die uns darlegen, wie wir die Augen im Sinne Allahs benutzen können. So spricht Allâh Teâlâ in der Âyet 30 der Sûre en-Nûr: “(O mein Gesandter) Sprich zu den gläubigen Männern, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten. Denn dies ist für sie ein Verhalten, das reiner ist. Gewiß, Allah ist dessen kundig, was sie tun.” Das heißt für uns: “sowohl auf der Straße als auch im Hause und beim Besuchen der Häuser anderer Leute sollen die Augen nicht direkt auf Menschen gerichtet sein. Wir sollen uns hüten vor dem Blick auf Dinge, die haram und unangemessen sind.”

Aus diesem Grunde sollten wir uns angewöhnen wegzusehen, wenn wir etwas erblicken, das für einen Muslim oder eine Muslima unpassend ist. Dies ist eine Verhaltensweise, die uns bei Allah nicht in Verantwortung bringt und die zu Sevab, also zur Belohnung bei Allâh führt. Es ist eine Verfehlung, wenn wir unsere Augen nicht abwenden oder gar weiter hinstarren. Denn Rasûlullâh (s.a.w.) sprach einst zu seinem Vetter und Schwiegersohn Hazret-i Alî (k.w.) diese Worte: “Der zweite soll dem ersten Blick nicht folgen. Denn der erste Blick spricht für dich, der zweite Blick aber spricht gegen dich.” Und in einem anderen Hadis-i Scherif erklärt Rasulullah (s.a.w.), welch große Verfehlung es ist, etwas anzusehen, das haram ist: Zinâ (Ehebruch) der Augen ist der Blick (auf Dinge, die haram sind).”

 

Verehrte Muslime,

gerade in unserer heutigen Zeit, in der viele fğr uns unangemessene Handlungen zur Normalität geworden ist und die Menschen auch noch tagtäglich dazu ermuntert werden, ist es besonders wichtig darauf zu achten , unsere Herzen rein zu halten und somit unser weltliches und spirituelles Leben nicht zu verunstalten. Der große Gelehrte Ebu’l-Faruk Silistrevî (k.s.) hat dieses Thema in einem Predigten immer wieder zur Sprache gebracht und folgendes empfohlen:

Wenn ihr aus euren Häusern geht, vergisst nicht, ich bitte euch, eindringlichst: spricht diese Duâ:

‘La ilahe illallahü vahdehû lâ şerîke leh. Lehü’l-mülkü ve lehü’l-hamdü, yuhyî ve yümît, vehüve hayyun lâ yemût, biyedihi’l-hayr ve-hüve alâ külli şey’in kadîr’.

Wer diese Dua aufsagt, der bekommt eine Million Sevâb und es werden ihm eine Million Verfehlungen vergeben.

Alle Hadisgelehrten haben sich erstaunt gezeigt und waren voller Bewunderung, warum Rasûlullâh (s.a.w.) diese Duâ in dieser Form empfohlen und diese Sevab angekündigt hat. Am Ende haben sie nur eine Erklärung gefunden: Wenn die Menschen aus ihren Häusern gehen, werden sie auf den Straßen und den Märkten mit vielen schlimmen Dingen konfrontiert und begehen viele Verfehlungen. Als Zeichen der Şefaat-ı Azîm, der ungleich großen Fürsprache Rasulullahs (a.s.) wir Allah all die am Tage begangenen Verfehlungen vergeben - wenn der Mensch diese Duâ aufsagt.

Also, lernt diese Duâ auswendig und bringt es euren Kindern und Familien bei!”

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KRM - Pressemitteilungen

Zusammenstehen gegen Rassismus/ Spitzengespräch zwischen Koordinationsrat der Muslime und der EKD

Köln, 11.06.2020: Mit einem stillen Gebet für die Opfer von Rassismus und Hass ging heute das Spitzengespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern des Koordinationsrates der Muslime (KRM) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu Ende. Das Treffen fand aufgrund der Corona-Pandemie per Videokonferenz statt. Die jüngsten Proteste gegen Rassismus wurden als Teil einer größeren Anti-Rassismus-Debatte begrüßt, die dringend notwendig sei.

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