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Sein Leben auf die Âhiret ausrichten - 08. Februar 2019/03. Dschamaziyalahir 1440

Verehrte Muslime,

in meiner heutigen Hutbe spreche ich über die Notwendigkeit, unser Leben auf die Âhiret, das heißt auf das Leben nach dem Tode hin auszurichten.   

Das Leben und der Tod sind von Cenâb-ı Hakk erschaffen worden, um zu prüfen, wer die besten Taten vollbringt. Daher ist es erforderlich, die gesamte Lebenszeit als Kapital für die Erlangung des Lebens nach dem Tode anzusehen. Allâh Teâlâ teilt uns in vielen Âyet-i Kerîmes mit, was es bedeutet, das Leben auf dieser Welt zu vergeuden und nicht vorbereitet zu sein auf die Âhiret.

So heisst es in einer Âyet-i Kerîme umschrieben: “O ihr Menschen, gewiss, Allahs Verheißung ist wahr. So soll euch das irdische Leben nicht täuschen! Und täuschen soll euch auch nicht der Täuscher, (der Schaitan),  hinsichtlich Allâhs.” Die Müfessirun, die muslimischen Exegeten haben diesen Vers in der folgenden Weise erläutert: “Das Leben in der Âhiret wird zweifellos kommen, auch die Belohnung und Bestrafung wird in jedem Fall stattfinden. Daher lasst euch auf keinen Fall vom Leben auf dieser Welt täuschen. Vergeudet keine Sekunde auf Gedanken wie ‘Heute vergnügen wir uns, was morgen wird, ist nicht unsere Sorge.’ Daher soll auch der “täuschende Schaitan“ euch nicht hinsichtlich Allâhs täuschen, in dem er euch mit Gedanken beschäftigt wie „Allâh ist kerîm, gütig, Allâh ist gafûr, allvergebend und rahîm, allbarmherzig; Allâh genügt für alles“. Denn dann ist es für ihn einer seiner leichtesten Übungen euch zu Fehlern, Trägheit und Zügellosigkeit zu verführen und damit euch von euren Aufgaben und Zielen abzubringen. Fürwahr, Allâh ist kerîm, Allâh ist gafûr, Allâh ist rahîm. Das stimmt. Aber sich deswegen täuschen zu lassen und keine Ehrfurcht vor Allâh zu praktizieren, ist in der Tat ein Verlust an den Gaben, die Allâh den Sâlihun, also jenen aufrichtigen Menschen mit äußerem und innerem Frieden, versprochen hat.“

Wenn die Liebe dieser Welt sich in das Herz des Menschen einnistet und ihn von der Zikir, vom Gedenken an Allâh, von rituellen Gebet, von Zekât und von anderen Aufgaben fernhält und damit uns davon abhält, für das ewige Leben in der Âhiret zu arbeiten, dann wird es kritisch und unser Leben auf dieser Welt ist vergeudet. Wenn aber der Mensch es schafft, seinen Aufgaben für die Âhiret den größten Stellenwert zu geben und sein Leben danach abzustimmen, hat er nichts vergeudet.

Jene, die diese Abstimmung in ihrem Leben geschafft haben, lobt Allâh Teâlâ in der Sûre an-Nûr mit der Âyet 37 auf die folgende Art und Weise: „Männer, die weder Handel noch Kaufgeschäft abhalten vom Gendenken Allâhs, der Verrichtung des Gebetes und dem Entrichten des Zekât. Sie fürchten jenen Tag, an dem sich die Herzen und Augen verdrehen werden.“

 

 

Liebe Gemeinschaft der Muslime,

 

Jene Menschen, die sich für die Âhiret anstrengen um damit die Rizâ Allahs, Sein Wohlwollen, zu erreichen, schaffen es auch das Leben auf dieser Welt zu meistern. Wenn sie sich darüber hinaus auch noch abmühen, um das jenseitige Leben von anderen Menschen zu retten, das heißt sich auf dem Wege Allâhs anstrengen, werden sie das Leben in dieser materiellen Welt wahrlich mit großem Gewinn meistern. Aber Menschen, die nur für das Diesseits leben und die Âhiret vergessen, werden letztlich beide verlieren.

Der große islamische Gelehrte Hazret Ebu`l-Faruk Süleyman Hilmi Silistrevî (k.s.) hat diesen Umstand folgendermaßen erläutert:  “Diese Welt gleicht einem Schatten. Wann immer du deinen Rücken der Sonne zuwendest, findest Du deinen Schatten vor dir. Wie lange du auch laufen mögest, deinen Schatten wirst du niemals zu greifen bekommen. So steht es auch mit der Welt. Sie ist ihren Verfolgern immer einen Schritt voraus. Aber dreht sich der Mensch zur Sonne, so folgt ihm auch sein Schatten und weicht nie von seiner Seite. Warum überhaupt soll der Mensch dem Schatten folgen? Wichtig ist allein, dass wir uns Allâh zuwenden und die Welt dazu bringen, gleich dem Schatten, uns zu folgen (und nicht umgekehrt). Wer sich allein für diese Welt anstrengt, verliert das Leben nach dem Tode. Wer hingegen sich für die Âhiret anstrengt, gewinnt dabei auch das Leben im hier und jetzt.”

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Köln, 01.10.2019: Der Tag der offenen Moschee (TOM) am 3. Oktober steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Menschen machen Heimat/en“. Was ist „Heimat“? Ist sie nur der Ort, an dem wir unsere Kindheit und Jugend verbracht haben, wo unsere Familie, unsere Freunde leben? Für die einen ist Heimat das Land, aus dem die Eltern oder Großeltern stammen. Für andere ist Heimat überall dort, wo man sich zu Hause fühlt. Für manche ist Heimat eher spirituell und ein Ort, mit dem sie sich durch ihren Glauben verbunden fühlen.

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