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Sufitum und Spiritualität- 05. Oktober 2018 / 25. Muharram 1440

Hochgeschätzte Muslime,

 

in meiner heutigen Hutbe spreche ich über Tasavvuf und Mâneviyyât, also Sufitum und Spiritualität im Islam.

Hazret Imam Rabbanî (Kuddise sirruh), einer der historisch wichtigsten islamischen Gelehrten überhaupt, beginnt eine Einlassung zu diesem Thema mit den folgenden Worten: „Der Islâm besteht aus drei (wesentlichen) Teilen. Diese sind Ilm, das Wissen, Amel, die tagtägliche Praxis und Ihlâs , Aufrichtigkeit. Solange nicht alle (diese Punkte) verwirklicht worden sind, solange wird sich (bei einem Menschen) auch der wahre Islam nicht einstellen.

Im Anschluß formuliert er weiter: „Das was die Leute der Tasavvuf als Tarikat und Hakikat bezeichnen, ist nichts anderes als die Vervollständigung des dritten Teils des Islams, nämlich den Ihlâs.“ Demnach ist Tasavvuf die beste Art und Weise unseren Islâm auszuleben.

Die Nefs und der Schaitan sind unsere geistigen Feinde, die von Allah Zülcelal uns als Prüfung aufgebürdet worden sind. Der größte und der schlimmste Feind ist zweifellos die Nefs el- Emmâre.  Die einzige Macht, die diesen Feind besiegen kann, sind jene Ibâdât und bei Allâh wertvollen Taten die mit Ihlâs ausgeführt werden. Und Tasavvuf ist in der Tat die einzige Quelle von der die Ibâdât den wahren Ihlâs herausschöpfen können.

Aus diesem Grunde gebietet Allah Zülcelal im Kur’an-ı Kerim das Zusammensein mit denjenigen, die Er als “meine Diener” bezeichnet und die den Ihlâs verinnerlicht haben – sowohl in weltlicher wie in spiritueller Hinsicht. In einer Âyet-i Kerime heißt es: So schließ dich dem Kreis Meiner Diener an!  Und tritt win in Meine Dschennet!“ Und in einer anderen Âyet-i Kerime spricht Allâh Teâlâ: „O die ihr den Îmân verinnerlicht habt! Seid gottesfürchtig und seid mit den Sadıkûn, den Aufrichtigen.

Das Zusammensein und die auf tiefe Liebe begründete Verbindung mit den Herzen der Evliyâ, also den von Rasûlullâh als “meine Erben” bezeichneten Freunden Allâhs bringt die direkte Verbindung zu Rasûlullâh (s.a.v.) und somit auch zu Allâh Teâlâ höchstselbst mit. Die Nûr-u Ilâhî, also das göttliche Licht, die dabei fließt, erfüllt und erleuchtet unsere Herzen und sorgt dafür, dass wir unsere Ibâdât mit der Klarheit und der Wärme von Ihlâs machen können und somit der Annahme dieser durch Allâh viel näher kommen. All dies geschieht ohne Zweifel mit dem Willen und der Takdir, also der Vorhersehung Allâh Teâlâs. So spricht Dschenâb-ı Hakk in der eingangs vorgetragenen Âyet-i Kerîme: “O die ihr den Îmân verinnerlicht habt! Fürchtet Allah. Suchet nach Vesile, nach einem Mittel um IHM näher zu kommen und strengt euch an auf Seinem Weg, so daß es euch wohl ergehe.”

 

Liebe Muslime,

aus den hier besprochenen Grundlagen sollte ein jeder von uns seine eigenen Lehren ziehen. Wir sollten nach Wegen suchen unsere Nefs zu zähmen und zu erziehen. Allein nur so können wir uns absichern vor der Nefs im allgemeinen und vor denjenigen Menschen und Völkern, die den Kampf gegen die Nefs schon längst verloren haben. Die Evliyaullâh haben es  immerzu besser verstanden, wie schwer es ist im Angesicht der Nefs el-Emmâre die Gaben Allâhs zu bewahren. Daher haben sie auch folgende Duâ gesprochen, die uns ein Vorbild sein soll: “Möge Dschenab-ı Hakk uns bis zum letzten Atemzug,  dieser letzter Atemzug eingeschlossen, in Îmân,  Rechtleitung, in göttlicher Energie und Licht verweilen und in Seinem Dienste zu sein…”.

Welch ein Glück denen, die ihre ihre spirituelle Welt mit der Nur-u Ilâhî und der Feyz-i Ilâhî zur Erleuchtung bringen können!

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