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03. August 2018 / 21. Zilka’de 1439 - Vorbereitung auf Hadsch und Opferfest

Liebe Muslime,

 

wir befinden uns nunmehr in einer Phase kurz vor dem Opferfest, die zugleich auch die Zeit für den Hadsch, die Pilgerfahrt, ist.

Der Hadsch als ibadet zieht natürlich insbesondere all jene unter uns in den Bann, die sich in diesem Jahr für den Gang zu den ehrenvollen Stätten des Islams entschieden haben. Dagegen betrifft der Kurban, das Opferfest, jeden Muslim. Manche von euch mögen nun denken: Bis zum Opferfest ist es noch ein Weilchen hin. Deswegen ist es mir ein besonderes Anliegen, euch schon jetzt daran zu erinnern.

 

Seit den Anfängen der Menschheitsgeschichte ist das Opfern eine in den Religionen anerkannte und von vielen ausgeübte Form des Dienstes an Allâh. Diese Wahrheit wird im Kur’ân-ı Kerîm wie folgt ausgedrückt: “Und für jede Gemeinschaft haben wir einen Ritus bestimmt, damit sie (beim Schlachten) den Namen Allahs über jedem Stück Vieh aussprechen, das er ihnen beschert hat. Euer Gott ist ein einziger Gott. Ergebt euch ihm allein. Und verkünde den Demütigen gute Nachricht. (al-Hadsch, 34) 

 

Der Kurban, die Opferung ist ein Ausdruck innigster Dankbarkeit gegenüber den Gaben Allahs, und ein Zeichen der Aufopferung auf dem Weg zu IHM. Der Lohn dafür ist Verdienst vor Allah, also Sevab, und Bewahrung vor Unglück und Schaden. Wenn der Kurban mit einer reinen Niyet, einer reinen Absicht begleitet wird, bedeutet das für einen Muslim einen Schritt zu der Erkenntnis, dass das Materielle in der Beziehung zu Allâh nur nebensächlich ist. In der Âyet 37 der Sure al-Hadsch hat Allâh Teâlâ über die Opfertiere folgendes gesprochen: “Weder ihr Fleisch noch ihr Blut gelangt zu Allah, wohl aber erreicht IHN eure Takva, euer Ehrfurcht.  So hat ER sie euch dienstbar gemacht, auf dass ihr Allâh preist, da ER euch den rechten Weg wies. So verkünde gute Nachricht all denen, die Gutes tun.” In dieser Âyet sehen wir sehr deutlich, wie wichtig die Hingabe an Allâh beim Kurban ist - genauso wie bei allen anderen Formen der Ibadet. Wer diese Ihlâs, die tiefe reine Demut und Hingabe, ganz fest in seinem Herzen verankert hat, den belohnt Allâh Teâlâ mit seiner Vergebung und seiner unendlichen Barmherzigkeit.

 

Einige Menschen versuchen Muslime vom Kurban abzubringen, mit fadenscheinigen Argumenten wie “Wie kann man nur Blutvergießen als Ibadet bezeichnen?” Wohingegen jeden Tag Millionen von Tieren ihr Leben lassen müssen, weil genau jene Menschen und allgemein unsere modernen  Gesellschaften sich nicht vom Fleischverzehr zurückhalten können. Die Opferung als Ibadet hingegen findet an den Opferfesttagen statt  und das Fleisch wird zudem mit Bedürftigen und Nachbarn geteilt. 

 

Liebe Brüder im Islam,

wenn eine persönliche ibâdet gemeinsam mit anderen verrichtet wird, so erreicht es eine Dimension über die nationalen Grenzen hinaus an Bedeutung. Sie macht es möglich, viel mehr bedürftigen Menschen zu Hilfe zu kommen als sonst. Daher sind wir alle aufgefordert, unseren eigenen Kurban wie das unserer Bekannten und Freunde für die Opfer-Kampagnen unserer Moscheen nutzbar zu machen. Denn wir sollten als Muslime den Grundsatz “Und fördert einander im Guten und in der Takva aus der zweiten Âyet der Sure al-Maida beherzigen. Und ebenso wichtig für uns ist die Wegweisung von Rasûlullah (s.a.v.), die besagt: “Die besten unter den Menschen, auf denen die größte  Hayr, die größte Güte ruht, sind die, die anderen Menschen hilfreich sind.” (Mu’dschemu’l-Kebir, Bd. 12, S. 453)

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