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Vorbereitung auf Kurban (Opferfest) - 26. Juli 2019/22. Zilkâde 1440

Liebe Muslime,

wir befinden uns nunmehr in einer Phase kurz vor dem Opferfest, die zugleich auch die Zeit für den Hadsch, die Pilgerfahrt, ist.

Der Hadsch als Ibâdet zieht natürlich insbesondere all jene unter uns in den Bann, die sich in diesem Jahr für den Gang zu den ehrenvollen Stätten des Islams entschieden haben. Dagegen betrifft der Kurban, das Opferfest, jeden Muslim. Manche von euch mögen nun denken: Bis zum Opferfest ist es noch ein Weilchen hin. Deswegen ist es mir ein besonderes Anliegen, euch schon jetzt daran zu erinnern.

 

Seit den Anfängen der Menschheitsgeschichte ist das Opfern eine anerkannte und von vielen ausgeübte Form des Dienstes an Allâh. Diese Wahrheit wird im Kur’ân-ı Kerîm wie folgt ausgedrückt: “Und für jede Gemeinschaft haben wir einen Ritus bestimmt, damit sie (beim Schlachten) den Namen Allahs über jedem Stück Vieh aussprechen, das er ihnen beschert hat. Euer Gott ist ein einziger Gott. Ergebt euch ihm allein. Und verkünde den Demütigen gute Nachricht.(al-Hadsch, 34)

 

Der Kurban, die Opferung ist ein Ausdruck innigster Dankbarkeit gegenüber den Nimet, den Gaben Allahs, und ein Zeichen der Aufopferung auf dem Weg zu IHM. Der Lohn dafür ist, inşêAllâh, Verdienst vor Allah, also Sevab, und Bewahrung vor Unglück und Schaden. Wenn der Kurban mit einer reinen Niyet, einer reinen Absicht begleitet wird, bedeutet das für einen Muslim einen Schritt zu der Erkenntnis, dass das Materielle in der Beziehung zu Allâh nur nebensächlich ist. In der Âyet 37 der Sure al-Hadsch hat Allâh Teâlâ über die Opfertiere folgendes gesprochen: “Weder ihr Fleisch noch ihr Blut gelangt zu Allah, wohl aber erreicht IHN eure Takva, euer Ehrfurcht.  So hat ER sie euch dienstbar gemacht, auf dass ihr Allâh preist, da ER euch den rechten Weg wies. So verkünde gute Nachricht all denen, die Gutes tun.” In dieser Âyet sehen wir sehr deutlich, wie wichtig die Hingabe an Allâh beim Kurban ist - genauso wie bei allen anderen Formen der Ibadet. Wer diese Ihlâs, die tiefe reine Demut und Hingabe, ganz fest in seinem Herzen verankert hat, den belohnt Allâh Teâlâ mit seiner Vergebung und seiner unendlichen Barmherzigkeit.

Manche Leuete versuchen die Muslime vom Kurban abzubringen mit fadenscheinigen Argumenten wie “Wie kann man nur Blutvergießen als Ibadet bezeichnen?” Wohingegen jeden Tag Millionen von Tieren ihr Leben lassen müssen, weil genau jene Menschen und allgemein unsere modernen (!) Gesellschaften sich nicht vom Fleischverzehr zurückhalten können. Ein Opfertier erfüllt mindestens zwei Zwecke: Einerseits ist es eine gründliche Vergegenwärtigung für den Opfernden, was es bedeutet Leben zu lassen und andererseits ist es eine solidarische Handlung, wenn man das Fleisch des Tieres mit Bedürftigen und Nachbarn teilt. 

 

Liebe Brüder im Islam,

wenn eine persönliche Ibâdet gemeinsam mit anderen Muslimen verrichtet wird, entsteht eine Gemeinschaft, die über die nationalen Grenzen hinaus Bedeutung erlangt. Sie macht es möglich, viel mehr bedürftigen Menschen zu Hilfe zu kommen als sonst. Daher sind wir alle aufgefordert, unseren eigenen Kurban wie das unserer Bekannten und Freunde für die Kurban-Kampagne dieser unserer Moschee nutzbar zu machen. Denn als Muslime nehmen wir den Grundsatz “Und fördert einander im Guten und in der Takva aus der zweiten Âyet der Sure al-Maida sehr ernst. Und ebenso wichtig für uns ist die Wegweisung von Rasûlullah (s.a.w.), die besagt: “Die besten unter den Menschen, auf denen die größte  Hayr, die größte Güte ruht, sind die, die anderen Menschen hilfreich sind.” (Mu’dschemu’l-Kebir, Bd. 12, S. 453)

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KRM - Pressemitteilungen

Zusammenstehen gegen Rassismus/ Spitzengespräch zwischen Koordinationsrat der Muslime und der EKD

Köln, 11.06.2020: Mit einem stillen Gebet für die Opfer von Rassismus und Hass ging heute das Spitzengespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern des Koordinationsrates der Muslime (KRM) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu Ende. Das Treffen fand aufgrund der Corona-Pandemie per Videokonferenz statt. Die jüngsten Proteste gegen Rassismus wurden als Teil einer größeren Anti-Rassismus-Debatte begrüßt, die dringend notwendig sei.

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