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DIK verabschiedet Islamische Seelsorge in öffentlichen Einrichtungen

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Köln, 14.März 2017 - In der dritten Phase der deutschen Islamkonferenz (DIK) wurden zwei wichtige Themenkomplexe behandelt, zum einen die Wohlfahrtspflege, die bereits vor einem Jahr verabschiedet wurde und zum anderen „Seelsorge in öffentlichen Einrichtungen“. Der Lenkungsausschuss, das oberste Gremium der DIK, präsentierte am 14. März 2017 der Öffentlichkeit das Ergebnis der Seelsorgethematik. Im Lenkungsausschuss wird der Verband der islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) durch den Generalsekretär Seyfi Ögütlü vertreten. Unter anderen nahm auch der Sprecher des Koordinationsrates der Muslime (KRM) Erol Pürlü an der DIK teil.

 

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Islamische Seelsorge in öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhausseelsorge, Gefängnisseelsorge und Militärseelsorge ist schon längst fällig. Seelsorge ist ein verbrieftes Recht der Religionsgemeinschaften auf Begleitung und Betreuung ihrer Angehörigen in den staatlichen Anstalten und ist eine gemeinsame Aufgabenstellung für den Staat und die betroffenen Religionsgemeinschaften.

Im islamischen Sinne bedeutet Seelsorge für den bedürftigen Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen Orientierung zu geben und beizustehen. Dem notleidenden und bedürftigen Menschen zu helfen, ihn zu untersützen und zu begleiten, ihm Trost zu schenken, ihn bei Krankheit aufzusuchen, seinen Hunger zu stillen gehören zu den wichtigen religiösen und seelsorgerischen Aufgaben von Muslimen.

Vielerorts gibt es im Bereich der Krankenhaus- und der Gefängnisseelsorge ein großes ehrenamtliches Engagement seitens der islamischen Religionsgemeinschaften und einzelner Muslime. Dies gilt es zu würdigen. Aber die islamische Seelsorge in öffentlichen Anstalten ist keineswegs durch das Ehrenamt stemmbar. Daher ist das Hauptamt unverzichtbar. Mit der Verabschiedung des Ergebnisses der „Seelsorge in öffentlichen Einrichtungen“  durch den Lenkungsausschuss wurde nunmehr die  Basis für die weitere Arbeit in diesem Themenfeld gelegt. Das weitere Vorgehen wird in zuständigen Arbeitsgruppen vertieft werden.

Abschließend betonten die Teilnehmer der DIK die Bedeutung der Fortführung der 2006 begonnenen Gespräche zwischen den Muslimen und dem Staat.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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