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Planung des Kulturzentrum in Duisburg

VIKZ berücksichtigt Bedenken bei Planung des Kulturzentrum in Duisburg

 

18. Januar 2010

Der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) hat am 05. Januar 2010 seinen neuen Bauantrag für das geplante Kulturzentrum in Duisburg Walsum eingereicht. Entgegen der Äußerungen von verschiedenen Lokalpolitikern in der Westdeutsche Allgemeinen Zeitung am 14. Januar 2009 hat der Verband Bedenken und Sorgen der Öffentlichkeit und der Lokalpolitik aufgegriffen. Der Bauplan wurde deutlich überarbeitet: Die Nutzungsfläche wurde fast halbiert. Die geplante Gewerbefläche wurde sogar um mehr als zwei Drittel verkleinert.
Im Sommer 2008 hatte der VIKZ seinen Bauantrag für das geplante Kulturzentrum zurückgezogen. „Bei Rücknahme unseres Bauantrags haben wir zugesagt, dass wir deutlich kleiner bauen werden. Wir haben die Sorgen und Vorbehalte gegen unseren ursprünglichen Bauantrag ernst genommen und diese im neuen Bauantrag berücksichtigt“, sagt Senol Simsek, VIKZ-Beauftragter für das Bauprojekt. Der Verband plant nun mit einer Nutzungsfläche von 4.250 m2. Ursprünglich sollte das Kulturzentrum über eine Nutzungsfläche von 8.000 m2 verfügen. Ein weiterer Kritikpunkt war die Größe der geplanten Gewerbeflächen von 380 m2. Auch hier hat der Verband die Fläche auf 122 m2 verringert.

Besonders die geplante Wochenendbetreuung von Jugendlichen ist einigen politischen Akteuren ein Dorn im Auge. „Bei Gesprächen mit Mitgliedern der Walsumer Bezirksvertretung wurden häufig Bedenken gegen die geplante Wochenendbetreuung für Jugendliche geäußert. In diesen Gesprächen konnten die Lokalpolitiker jedoch keine sachlichen Gegenargumente liefern. Im Gegenteil, die Offenheit und die Transparenz unserer Gemeindearbeit wurde begrüßt“, so Simsek. Die Jugendarbeit des Verbandes in Duisburg genießt einen guten Ruf. Trotz alledem haben die politischen Akteure nur ein Bauchgefühl als Gegenargument. „Jugendarbeit ist ein Teil der religiösen und kulturellen Identität unseres Verbandes. Diese ist hierzulande kulturell nicht verankert. Deshalb hat unsere Jugendarbeit Akzeptanzprobleme“ sagt Seyfi Ögütlü, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des VIKZ. „Wir gestalten unsere Arbeit transparent und offen. Wir arbeiten eng mit dem Jugendamt zusammen. Ein „Bauchgefühl“ kann daher kein Entscheidungskriterium gegen eine Wochenendbetreuung von Jugendlichen sein. Wir hoffen, dass sich diese unbegründete Skepsis durch unsere Offenheit in eine nachhaltig positive Zusammenarbeit mit der Bezirksvertretung vor Ort verwandelt“ so Ögütlü.
Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. wurde 1973 in Köln gegründet. Er ist eine islamische Religionsgemeinschaft und ein gemeinnütziger Verein. Dem Verband sind bundesweit zirka 300 selbständige Moschee- und Bildungsvereine angeschlossen. Ziel und Zweck seiner Verbandsarbeit ist die religiöse, soziale und kulturelle Betreuung von Muslimen in Deutschland.

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