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Brandanschlag erschüttert Gemeinde

Heute in den frühen Morgenstunden verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf die Moschee des Kultur- und Bildungszentrum e.V. in der Herforderstraße 107, eine Gemeinde des Verbandes der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ). Sie zündete/n im Gebetsraum der Frauen Lehrbücher und Korane an. Es entstand Sachschaden. Schlimmeres konnte verhindert werden, da der Hausmeister der Gemeinde Brandgeruch wahrnahm und geistesgegenwärtig den Brand löschen konnte. Die Behörden ermitteln.
 
„Wir sind entsetzt über diese feige Tat“, erläutert Selim Baş, Sprecher des Kultur- und Bildungszentrum e.V. „Gott sei Dank, sind keine Menschen dem Brandanschlag zum Opfer gefallen. Wir sind froh, dass unser Hausmeister Schlimmeres verhindern konnte!“ Dies ist nun der zweite Brandanschlag innerhalb von zwei Wochen gegen eine Moscheegemeinde in Bielefeld. „Wir fordern die Sicherheitsbehörden auf, zügig die Täter zu ermitteln“, so Baş. „Es ist nun deutlich, dass es sich nicht um Kleinkriminelle handelt, die einen Einbruch vertuschen wollen, sondern um Wiederholungstäter, die bewusst muslimische Gemeinden in Bielefeld angreifen. Bis die Täter gefasst werden, sollten alle muslimischen Gemeinden in Bielefeld Polizeischutz erhalten“, fordert Baş. Der Kultur- und Bildungszentrum e.V. besteht seit 45 Jahren in Bielefeld und gehört dem Verband der islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) an. Dies ist der erste islamfeindliche Anschlag, den der Verein seit seinem Bestehen in Bielefeld erlebt. Die Gemeinde ist erschüttert und verunsichert. „Wir bitten alle Bielefelder Bürgerinnen und Bürger, ein waches Auge auf die muslimischen Gemeindezentren in der Stadt zu haben und Auffälliges direkt der Polizei zu melden. Es geht darum Schlimmeres zu verhindern“, betont Baş.
 

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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