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Durchbruch beim Religionsunterricht in NRW

Ratsbesuch

Schulministerin Sylvia Löhrmann und der Koordinationsrat der Muslime haben eine gemeinsame Erklärung über den Weg zu einem bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht in NRW unterzeichnet.


Der Koordinationsrat der Muslime begrüßt die gemeinsamen Schritte bei der Einführung des islamischen Religionsunterrichts in Nordrhein-Westfalen.

Köln, 22.02.2011: Schulministerin Sylvia Löhrmann und die vier Vertreter im KRM haben heute ein Kommunikee unterzeichnet. Nach vorangegangenen Gesprächen zwischen Schulministerin Löhrmann und den muslimischen Religionsgemeinschaften im Koordinationsrat der Muslime ist eine Einigung für die Einführung bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht (IRU) im Sinne von § 31 Schulgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen erzielt worden.

Zu diesem Zweck wird ein Beirat einberufen, dessen Mitglieder unter Beachtung des Homogenitätsprinzips im Einvernehmen mit dem KRM benannt werden. Der Beirat fungiert als institutioneller Ansprechpartner des Landes. Die Vertreterinnen und Vertreter der Muslime und die Schulministerin bezeichneten diesen ersten Schritt als Erfolg und hoffen, dass diese längst fälligen Initiativen und Entwicklungen von gegenseitiger Unterstützung und breiter Zustimmung getragen werden. 320.000 muslimische Schülerinnen und Schüler in den Schulen im Land haben nun die Möglichkeit, in absehbarer Zeit islamischen Religionsunterricht als ordentliches Fach angeboten zu bekommen.

In dem Kommunikee wird ferner hervorgehoben, dass das Land NRW die Bemühungen und die Entwicklungen auf Seiten der in dem KRM organisierten Verbände, die in den Rechtsstatus der Religionsgemeinschaften münden sollen, begrüßt. Der Rechtsstatus resultiert aus Verträgen und Vereinbarungen, die zwischen einer Religionsgemeinschaft und dem Land unterzeichnet werden.

Der Sprecher des KRM, Erol Pürlü sagte, “Ich hoffe und wünsche, dass aus diesem gemeinsamen Kommunikee richtungweisende Impulse in die breite Öffentlichkeit ausgehen. Ich hoffe, dass unsere Bemühungen und Anstrengungen für die Einführung des islamischen Religionsunterrichts von gegenseitiger Unterstützung und breiter Zustimmung getragen werden und unsere Kinder endlich in den Schulen Islamischen Religionsunterricht angeboten bekommen.”

Der KRM setzt sich aus den vier muslimischen Religionsgemeinschaften, Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB), Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IRD), Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) und Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. (ZMD) zusammen.

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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