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Ergebnisse der DIK grundsätzlich begrüßenswert

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Köln, 20. April 2012 – Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) wertet die Ergebnisse der Arbeitsgruppen, welche gestern auf der Plenarsitzung der Deutschen Islamkonferenz (DIK) vorgestellt wurden, grundsätzlich positiv. Die Teilnehmer der Konferenz verabschiedeten gemeinsam eine Erklärung gegen häusliche Gewalt und Zwangsheirat. „Wir muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland sowie die überwiegende Mehrheit der Muslime in Deutschland lehnen jede Form von häuslicher Gewalt entschieden ab. Keine Form der Gewalt findet ihren Ursprung im Islam“, unterstreicht Erol Pürlü, Dialogbeauftragter des VIKZ. „Dies ist nichts Neues, aber wir begrüßen es, dass dies durch die DIK stärker in die breite Öffentlichkeit getragen wird.“

 

Auf tl_files/vikz/images/HJR_1521.jpgder Plenarsitzung wurden außerdem Zwischenergebnisse der Arbeitsgruppe „Präventionsarbeit mit Jugendlichen“ vorgestellt.  Einigkeit bestand bei den Teilnehmern darin, dass es sich bei den behandelten Themen über religiös begründeten Extremismus nicht um bestehende Risiken bei den Jugendlichen handelt. Die Arbeitsgruppe empfiehlt den Blickwinkel zu ändern und Jugendliche mehr zu fördern und zu stärken. Es gebe bereits zahlreiche Projekte und Maßnahmen, allerdings müsse sich sowohl die schulische als auch die außerschulische Arbeit interkulturell öffnen, um die Nachhaltigkeit dieser Projekte und Maßnahmen zu gewährleisten. „Aus unserer eigenen Jugend- und Bildungsarbeit wissen wir, wie schwer es ist, andere Partner wie beispielsweise Stiftungen oder Organisationen der Kirche für gemeinsame Projekte zu finden. Auch werden Projekte von muslimischen und Migranten-Organisationen im Bereich der Jugend- und Bildungsarbeit noch nicht genügend öffentlich gefördert“, ergänzt Pürlü. 

 

Die DIK beschäftigt sich auch mit dem Zugang von Muslimen in den Arbeitsmarkt und stellt hierzu eine Handreichung zur besseren Integration von Muslimen in den Arbeitsmarkt vor. Die Handreichung soll über religiöse Fragen im Arbeitsalltag aufklären und dadurch die Chancen von Muslimen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. 

„Die DIK hat sich seit ihrer Gründung in 2006 mit ihren Fachkreisen und Arbeitsgruppen als Institution und Dialogplattform etabliert, unabhängig vom Engagement der einzelnen Teilnehmer. Es geht nun darum, dass die erzielten Ergebnisse von Land, Kommune und der breiten Öffentlichkeit aufgegriffen und umgesetzt werden“, erläutert Pürlü.

 

Quelle-Fotos: BMI/Hans-Joachim M.


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KRM - Pressemitteilungen

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