Gebetskalender

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Gemeinden suchen Dialog mit Kindergärten

25. Juni 2010

Das Zentrum für Bildung und Integration e.V. Herten (ZBI), eine Gemeinde des Verbandes der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ), veranstaltete vom 14. bis 15. Juni gemeinsam mit dem Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen in Herten ein Seminar zur Kirchen- und Moscheepädagogik. Das Seminar will die Kompetenzen von Erzieherinnen und Erziehern in interreligiöser Pädagogik verbessern und Ängste gegenüber dem Islam und dem Christentum abbauen.


Durch solche gemeinsamen Projekte mit Kirchengemeinden möchte der Verband dazu beitragen, dass Christen und andere Nicht-Muslime schon im jungen Alter den Islam kennenlernen, damit sie keine Vorurteile und Berührungsängste gegenüber dem Islam aufbauen. „Das Interesse an unserem Seminar war sehr groß“, betonte Bedia Sam, Bildungsreferentin an der VIKZ- Moschee in Herten. Daher prüft der Verband derzeit, wie dieses Pilotprojekt in anderen Gemeinden übertragen werden kann. „Wir wünschen uns mehr solcher Projekte, die Erzieher in die Lage versetzen, Vorbehalten gegenüber dem Islam abzubauen. Wir hoffen, dass wir nun in anderen Gemeinden Partner für einen solchen fachlichen Austausch finden“, so Seyfi Ögütlü, Generalsekretär des VIKZ.


„In Kindergärten treffen Kinder mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen aufeinander. Die Vermittlung von Toleranz und Respekt beginnt schon im frühen Alter. Durch unser Projekt möchten wir Erzieherinnen dazu befähigen, Kinder auf einfache Weise – wie zum Beispiel durch einen Moscheebesuch –, nahebringen, dass es auch andere Religionen als ihre eigenen gibt“, unterstreicht Bedia Sam.


Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. wurde 1973 in Köln gegründet. Er ist eine islamische Religionsgemeinschaft und ein gemeinnütziger Verein. Dem Verband sind bundesweit zirka 300 selbständige Moschee- und Bildungsvereine angeschlossen. Ziel und Zweck seiner Verbandsarbeit ist die religiöse, soziale und kulturelle Betreuung von Muslimen in Deutschland

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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