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„Gemeinsam Verantwortung wahrnehmen“

Intensive Begegnung zwischen EKD und Muslimen

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider und der Sprecher des Koordinationsrates der Muslime (KRM), Ali Kizilkaya, haben eine überaus positive Bilanz des Zusammentreffens von EKD und KRM am heutigen Donnerstag in Duisburg gezogen. „Wir freuen uns sehr, dass wir nach gut dreieinhalb Jahren wieder in den offiziellen Dialog eingetreten sind“, sagten Schneider und Kizilkaya nach dem heutigen Treffen in der Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh. 

Die Begegnung habe in einer „ausgesprochen herzlichen und offenen Atmosphäre“ stattgefunden und zu wichtigen Konkretionen geführt; zudem sei ein Arbeitsplan für die nächsten Jahre erforderlich, so Schneider und Kizilkaya weiter.  „Ganz wichtig ist, dass wir heute konkret verabredet haben, eine verbindliche Arbeitsebene zu etablieren, um mit mehr Zeit und Tiefenschärfe den Dialog weiter zu führen.“ 

Zu den Themen gehörten zum einen theologische Fragen wie zum Beispiel das Gottesverständnis, aber in besonderer Weise der Dialog in praktischen und sozialen Fragen. Es gelte verstärkt in den unterschiedlichen religiösen Kontexten zu entdecken, was gemeinsam für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung getan werden könne. Entscheidend sei die Stärkung der wechselseitigen Wahrnehmung. 

Zudem, so EKD und Koordinierungsrat weiter, müsse geprüft werden, inwieweit in Zukunft auch gemeinsam öffentliche Stellungnahmen zu wichtigen Themen  formuliert werden könnten. „Es wäre sehr überzeugend, und eine gute Entwicklung, wenn wir in Zukunft gemeinsam Verantwortung übernehmen und auch gemeinsam öffentlich dafür eintreten“, so Schneider und Kizilkaya abschließend.


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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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