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Hamburgs erster Bürgermeister Scholz nimmt am Fastenbrechen des VIKZ teil

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14. August 2012 – Die Moscheegemeinde des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) in Hamburg Altona – Ulu Cami, lud am gestrigen Montagabend zum traditionellen Iftar-Empfang ein. 

Hayri Ergin, Regionsleiter der norddeutschen Gemeinden des VIKZ, begrüßte die zahlreichen Gäste zum gemeinsamen Fastenbrechen. Während des Ramadan, vom 20. Juli bis zum 18. August, fasten Muslime von der Morgendämmerung bis Sonnenuntergang. Das gemeinschaftliche Fastenbrechen, den sogenannten Iftar, begehen Muslime pünktlich zum Sonnenuntergang.

Der Einladung folgten auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl von Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft Kultur, Kirche und öffentlichem Leben. Auch Olaf Scholz, Hamburgs Erster Bürgermeister, nahm am Iftar-Empfang teil. „Ich freue mich sehr über den Besuch von Herrn Scholz“, sagte Ergin. „In Zeiten wachsender Vorurteile und zunehmender Angst vor Muslimen, ist der Besuch unseres Bürgermeisters ein Vertrauensbeweis gegenüber der hiesigen muslimischen Gemeinde und ein ehrwürdiger Akt auf dem Weg der Anerkennung des Islam als gleichberechtigte Religion“. 

Auch Bürgermeister Scholz drückte seine Freude darüber aus, dieses Jahr beim VIKZ den Iftar zu begehen: „Der Empfang gibt mir die Möglichkeit, an einem Teil des Ramadan teilzuhaben, der zurzeit das Leben der gläubigen Muslime prägt“, sagte Scholz in seiner Ansprache.

 

In dtl_files/vikz/bilder/_DSC0002.JPGer traditionellen Iftar-Ansprache gab Ergin einen Rückblick auf die Geschichte des Vereins und das vergangene Jahr. Zudem dankte er den anwesenden Gästen und Kooperationspartnern für die gute Zusammenarbeit. Auch im nächsten Jahr wolle man mit alten und neuen Partnern Projekte in der Jugend- und Bildungsarbeit initiieren und stärker an der öffentlichen Jugendarbeit partizipieren. „In Hamburg folgen wir dem Leitsatz: Lernen, Lehren, Leben“, sagte Ergin. Er betonte, dass jeder die Vereinsangebote in Anspruch nehmen könne: „unabhängig von religiöser, ethnischer und sozialer Herkunft.“ Ergin drückte die Hoffnung aus, durch das Engagement des Vereins „das Sinnbild des Migranten in naher Zukunft zu überwinden.“ Den Staatsvertrag zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und den muslimischen Verbänden nannte Ergin „einen Meilenstein mit politischer und gesellschaftlicher Symbolwirkung“. „Der Vertrag schafft für uns und unsere kommenden Generationen Rechtssicherheit und Transparenz“, so Ergin.

Im Anschluss an die Rede brachen die Anwesenden zusammen das Fasten und nutzten die familiäre Atmosphäre für intensive Gespräche. „Wie in den letzten Jahren auch, zeigt sich, dass unsere Iftar-Empfänge gelebter Dialog sind“, resümiert Ergin.

Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. wurde 1973 in Köln gegründet. Er ist eine islamische Religionsgemeinschaft und ein gemeinnütziger Verein. Dem Verband sind bundesweit zirka 300 selbstständige Moschee- und Bildungsvereine angeschlossen. Ziel und Zweck seiner Verbandsarbeit ist die religiöse, soziale und kulturelle Betreuung von Muslimen in Deutschland.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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