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KRM ist enttäuscht von den Äußerungen des neuen Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich bei seinem Amtsantritt

Köln, 04.03.2011 - Der neue Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich verkündete in der gestrigen Pressekonferenz, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre, wohl aber hierzulande lebende Menschen islamischen Glaubens. Gleichzeitig wolle er der Deutschen Islam Konferenz einen hohen Stellenwert beimessen. Der Koordinationsrat der Muslime mit über 2000 Moscheen in Deutschland ist enttäuscht von diesen Äußerungen und begrüßt ausdrücklich nicht die in sich widersprüchlichen Äußerungen bei seinem Amtsantritt. Diese Aussagen des neuen Bundesinnenministers sind polemisierend und polarisierend.

Erol Pürlü, Sprecher des KRM sagt: „Diese Äußerung des neuen Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich, der unter anderem für Integration und die Deutsche Islam Konferenz (DIK) zuständig ist, widerspricht dem Anspruch der DIK. Gerade den Dialog zwischen Staat und Muslimen will die DIK verbessern und somit zur gesellschaftlichen und strukturellen Integration und zur Akzeptanz des Islam und der Muslime beitragen. Mit seinen Äußerungen wird der neue Bundesinnenminister seiner eigenen Forderung ’dass man Dinge zusammenführt und nicht auseinandertreibt und nicht polarisiert’ nicht gerecht. Es ist sicherlich angemessen, wenn der neue Bundesinnenminister seine Worte ausgewogen wählt, damit er dem Integrationsprozess nicht schadet“, so Pürlü.

„Wie können die hier lebenden Muslime denn zur deutschen Gesellschaft gehören, aber ihre Religion, die sie hier praktizieren und die ein Teil ihrer Identität ist, nicht?“, fragt Pürlü. Durch solche Aussagen fühlen sich Muslime zurückgestoßen. Die selektierenden Aussagen des neuen Bundesinnenministers hemmen die Integration und stehen nicht im Einklang mit dem Grundgesetz, welches die Gleichstellung aller Religionen in einem demokratischen Rechtsstaat garantiert.
 
KRM wurde im März 2007 von den vier großen Dachverbänden DITIB, Islamrat, ZMD und VIKZ gegründet. Er organisiert die Vertretung der Muslime in Deutschland und ist Ansprechpartner für Politik und Gesellschaft.

KRM Sprecher

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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