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Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) ruft zur Aufklärung und Bekämpfung des rechtsradikalen Terrorismus auf

Köln, 15.11.2011: Der Koordinationsrat der Muslime ruft Politik und Justiz auf, rechtsradikalen Rassismus und seine terroristischen Auswüchse nicht mehr zu bagatellisieren, sondern entschieden zu bekämpfen, damit diesem Terror keine weiteren Menschen aufgrund der ethnischen Herkunft oder religiöser Überzeugung zum Opfer fallen. Der KRM verfolgt mit großer Sorge und Wachsamkeit die aktuellen alarmierenden Erkenntnisse hinsichtlich des rechtsradikalen Terrorismus und seiner Netzwerke in Deutschland.

 

Die Tatsache, dass seit geraumer Zeit rechtsradikale Terroristen unbehelligt durch Deutschland ziehen können, dabei in Kaltblütigkeit mehrere Menschen hinrichten, Terroranschläge verüben und bis heute von Sicherheitsbehörden als Terrorzelle unentdeckt operieren können, verunsichert und beängstigt. Es ist sehr bedenklich, dass die  Bundes- und Landessicherheitsbehörden diese schrecklichen Verbrechen und Morde bisher nicht als rassistische und terroristische Taten erkannt haben. Der KRM befürchtet, dass durch diese folgenreichen Fehlbeurteilungen rechtsradikale, gewaltbereite Extremisten in ihrem Tatendrang ermutigt wurden und weiterhin werden könnten. 

 

Unverständlich ist in diesem Zusammenhang auch die Verweigerung im Rahmen der Deutschen Islamkonferenz (DIK), die Thematik des zunehmenden, gewaltbereiten Rechtsradikalismus auf die Agenda zu setzten, obwohl bereits in diesem Zeitraum die Feststellung der muslimischen Religionsgemeinschaften einer zunehmenden Radikalisierung in rechten Milieus und den damit verbundenen zunehmenden Anschläge auf Migranten und Moscheen vorlag.

 

„Die Verunsicherung ist sehr groß, ebenso der Aufklärungsbedarf. Deutschlandweit sind ungeklärte Anschläge auf Einwanderer, aber auch auf ihre Gebetsstätten zu verzeichnen, die nunmehr neu diskutiert werden. Unter diesen Umständen ist die Stimmungslage zwischen fassungslos, verstört und verängstigt zu verorten. Der Aufklärungsprozess muss radikalisierten, gewaltbereiten Milieus klar signalisieren, dass dies mit der gebotenen Härte der Rechtsstaatlichkeit geahndet wird und die Sicherheit aller Bürger, in diesen konkreten Fällen der Migranten, immer im Vordergrund steht.“ sagte Alboğa, Sprecher des KRM.

 

Daher ruft der KRM die Politik und Justiz auf, das rechtsradikale Netzwerk, seine Auswüchse und den Rassismus nicht mehr zu verharmlosen und die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, damit das Morden ein Ende hat und auf Häuser oder Moscheen keine Übergriffe mehr erfolgen.

 

 

 

Koordinationsrat der Muslime (KRM)

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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