Gebetskalender

Sitemap

Nein zu Rassismus und religiös begründeten Extremismus!

VIKZ fordert verantwortungsvollen Umgang mit Kindern statt Hexenjagd!

 

Die Augsburger-Allgemeine berichtete in ihren Artikeln vom 27.02.2015 und 05.03.2015 mit den Titeln „Hetz-Parolen an Grundschule“ und „Hetzparolen von muslimischen Grundschülern“ von Bernhard Junginger darüber, dass einige muslimische Grundschüler aus Neu-Ulm Schwaighofen mit hetzerischen Äußerungen aufgefallen seien.

 

Der VIKZ ist bestürzt über den beschriebenen Vorfall und nimmt  ihn sehr ernst. Hetzerische Äußerungen sind inakzeptabel. Der Verband verurteilt ausdrücklich die zitierten rassistischen und menschenverachtenden Äußerungen, die die Kinder angeblich im Ethik-Unterricht einer Neu-Ulmer Grundschule geäußert haben sollen. Hier sind Schule und die muslimischen Gemeinden gefordert zusammenzuarbeiten, um die Kinder vor solch extremistischem Gedankengut zu schützen. Die VIKZ-Gemeinde in Neu-Ulm (VIBK) hat sich daher nach der Berichterstattung mit Schule und Polizei in Verbindung gesetzt. Es handelt sich bei den Schülern um neun- bis zehnjährige Kinder, die Schutzbefohlene sind. „Sie und ihr angebliches Verhalten öffentlich anzuprangern und mit extremistischen Gruppen in Verbindung zu bringen, halten wir für ein verantwortungsloses Vorgehen.“, betont Kenan Adigüzel, Vereinsvorsitzender der örtlichen VIKZ Gemeinde. „Wir verstehen nicht, warum die Grundschule nicht umgehend sich an die Eltern, an die örtlichen Moscheegemeinden und an uns gewandt hat.“ Aus Sicht der VIKZ-Gemeinde sollten nun die Schulen und die muslimischen Gemeinden unter Führung der Stadtverwaltung einen Runden Tisch ins Leben rufen. Gemeinsam sollten sie Präventionsmaßnahmen anstoßen, um muslimische Kinder und Jugendlichen mit pädagogischen Mitteln vor extremistischem Gedankengut zu schützen.“ Wir fordern allerdings auch einen verantwortungsvollen Umgang mit den Kindern!“, so Adigüzel. Dass das interne Schulprotokoll an einen Journalisten weitergegeben wurde, verletzt eindeutig die Schutz- und Fürsorgepflicht der Schule gegenüber den Jugendlichen.

 

Außerdem erweckte die undifferenzierte und auch falsche Berichterstattung den Eindruck, als hätten die Kinder ihre Hetzparolen in der örtlichen Moscheegemeinde der VIKZ gelernt. „Wir weisen diese Behauptung ausdrücklich von uns. Unsere Imame predigen immer wieder den respektvollen Umgang mit andersgläubigen Menschen seien es Juden, Christen oder Nichtgläubige. Daher ist es uns unverständlich, woher Kinder derartige hetzerische Einstellungen bekommen. Eltern, Moschee, Schule und Umfeld sind gleichermaßen gefragt hier Abhilfe zu schaffen.“, so Adigüzel. Nur zwei der angeblich zehn betroffenen Kinder sind Mitglieder der VIKZ-Gemeinde in Neu-Ulm, die den Ethik-Unterricht der Grundschule besuchen, wo die Hetzparolen gefallen sein sollen. Die Eltern und die beiden Kinder haben in mehreren Gesprächen mit Vertretern der VIKZ-Gemeinde versichert, dass diese Äußerungen durch die Kinder so nicht gefallen seien, wie sie im internen Papier der Schule dokumentiert wurden.“ Wir verurteilen hier ausdrücklich die Hetzjagd auf die Kinder, die durch die Weitergabe des ungeprüften Protokolls und die dadurch ausgelöste Presseberichterstattung stattfindet“, kritisiert Adigüzel.

Zurück

KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

Weiterlesen …