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Prominenz aus Politik und Gesellschaft beim Iftar-Empfang des VIKZ

vikz

11. Juli 2013 - Köln

Die jährlichen Iftar-Abende anlässlich des Fastenmonats Ramadan haben eine lange Tradition beim Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ). Auch dieses Jahr begrüßte Ali Ataullah Demirezen, Präsident des VIKZ, gestern Abend die zahlreich erschienenen Gäste zum gemeinsamen Fastenbrechen im TUNA Restaurant neben der VIKZ-Zentrale.

 

Eine Vielzahl von Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Kultur, Wissenschaft und öffentlichem Leben folgten der Einladung des Verbandes. Unter ihnen: der türkische Generalkonsul Mustafa Kemal Basa, der integrationspolitische Sprecher der Grünen in NRW Arif Ünal, Abteilungsleiter für Integration  im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales in NRW Tony Rütten, Oberkirchenrat der EKD Dr. Detlef Görrig, Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz für Weltkirchliche Fragen Helmut Wiesmann, Vorstand der Jüdischen Liberalen Gemeinde Köln Avi Appelstein sowie Vorsitzende der Mitgliedsverbände des Koordinationsrats der Muslime in Deutschland KRM-Sprecher Aiman Mazyek (ZMD) und Ali Kizilkaya (Islamrat).

 

Während seiner Iftar-Ansprache dankte Demirezen den Gästen und gab einen Rückblick auf die erfolgreichen Aktivitäten des VIKZ im letzten Jahr.

 

Ermahnende Worte fand er im Zusammenhang mit der gestiegenen

Islamfeindlichkeit in Deutschland. „Die zunehmende Islamfeindlichkeit in Deutschland, aber auch in Europa, macht uns große Sorgen. Seine Folgen sind verheerend und erschütternd sichtbar im NSU-Terror, in Anschlägen auf Moscheen, Diskriminierung und Anfeindung gegen Frauen mit Kopftuch. Hier sehen wir nicht nur uns selbst, sondern auch unseren Staat, Kirchen und Medien in Verantwortung, Polarisierung und Spaltung in unserer Gesellschaft entgegenzuwirken.“ so Demirezen.

 

Am Ende seiner Rede wies er auf Fortschritte an anderer Stelle hin: Der islamische Religionsunterricht an staatlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen hat bereits begonnen. Hamburg und Bremen haben die islamischen Religionsgemeinschaften als Kooperationspartner auf gleicher Augenhöhe anerkannt. Außerdem zeigte er sich optimistisch, dass muslimische Verbände in NRW als Religionsgemeinschaften anerkannt würden. „Wir sind davon überzeugt, dass in naher Zukunft auch in

Nordrhein-Westfalen der Weg der Anerkennung beschritten wird. Weitere

Übergangslösungen ab dieser Stunde führen in die Sackgasse und sind politisch und gesellschaftlich nicht mehr vermittelbar. Die Anerkennung ist nicht nur ein wichtiger Schritt für die Gleichberechtigung von Muslimen: Eine Anerkennung ermöglicht uns auch, unsere sozialen Aufgaben wie Bildungs- und Jugendarbeit, Seelsorge und vieles mehr effektiver zu gestalten.“ sagte Demirezen abschließend.

 

Im Anschluss an die Ansprachen begingen alle Gäste das gemeinsame Fastenbrechen und nutzten die Gelegenheit für intensive Gespräche.

 

Der Verband der islamischen Kulturzentren e.V. wurde 1973 in Köln gegründet. Er ist eine islamische Religionsgemeinschaft und ein gemeinnütziger Verein. Dem Verband sind bundesweit zirka 300 selbstständige Moschee- und Bildungsvereine angeschlossen. Ziel und Zweck seiner Verbandsarbeit ist die religiöse, soziale und kulturelle Betreuung von Muslimen in Deutschland.

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KRM - Pressemitteilungen

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