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Prominenz aus Politik und Gesellschaft beim Iftar-Empfang des VIKZ

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Köln, 02. August 2012 - Auch dieses Jahr lud der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) zum traditionellen Iftar-Empfang in die Kölner Zentrale. Ali Ataullah Demirezen, Präsident des VIKZ, begrüßte gestern Abend die zahlreich erschienenen Gäste zum gemeinsamen Fastenbrechen. Während des Ramadan, vom 20. Juli bis zum 18. August, fasten Muslime von der Morgendämmerung bis Sonnenuntergang. Während des Fastens sind der Verzehr von Speisen, Getränken und Tabak, sowie leibliche Gelüste nicht erlaubt. Das gemeinsame Fastenbrechen, den sogenannten Iftar, begehen Muslime pünktlich zum Sonnenuntergang.

Wie in den letzten Jahren auch, folgte eine Vielzahl von Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Kultur, Wissenschaft und öffentlichem Leben der Einladung des Verbandes. Unter ihnen: Staatssekretärin Zülfiye Kaykin, der türkische Generalkonsul Mustafa Kemal Basa, der integrationspolitische Sprecher der Grünen in NRW Arif Ünal, der Superintendent der Evangelischen Kirche in Köln Rolf Domning, Rafi Rothenberg, Vorstandsmitglied der Jüdischen Liberalen Gemeinde Köln, Oberbürgermeister a.D. Fritz Schramma und der Bezirksbürgermeister von Köln-Ehrenfeld Josef Wirges sowie die Vorsitzenden der Mitgliedsverbände des Koordinationsrats der Muslime in Deutschland (KRM) Prof. Ali Dere (DITIB) und Aiman Mazyek (ZMD).

 


Während der tradititl_files/vikz/images/010812iftaressen18.JPGonellen Iftar-Ansprache dankte Demirezen den Gästen und gab einen Rückblick auf das erfolgreiche letzte Jahr. Ernste Worte fand er im Zusammenhang mit den Verbrechen der NSU-Terrorzelle. Es habe sich gezeigt, dass bei den Behörden ein Umdenken stattfinden müsse. „Wir müssen Vorurteile aktiv angehen und den gemeinsamen Dialog suchen“, so Demirezen. Er sei aber guter Hoffnung, dass das erschütterte Vertrauen in die Behörden bald wiederhergestellt sein werde. Am Ende seiner Rede wies er auf die Fortschritte an anderer Stelle hin: Erstmalig wird nach den Sommerferien islamischer Religionsunterricht an staatlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen angeboten. Außerdem zeigte er sich optimistisch, dass muslimische Verbände bald als Religionsgemeinschaften anerkannt würden. „Eine Anerkennung ermöglicht uns auch, unsere sozialen Aufgaben wie Bildungs- und Jugendarbeit, Seelsorge und auch Partizipationsarbeit effektiver zu gestalten und professioneller durchzuführen“, sagte Demirezen. Im Anschluss an die Ansprache begingen alle Gäste das gemeinsame Fastenbrechen und nutzten die Gelegenheit für intensive Gespräche.

tl_files/vikz/images/010812iftaressen24.JPGDer Verband der islamischen Kulturzentren e.V. wurde 1973 in Köln gegründet. Er ist eine islamische Religionsgemeinschaft und ein gemeinnütziger Verein. Dem Verband sind bundesweit zirka 300 selbstständige Moschee- und Bildungsvereine angeschlossen. Ziel und Zweck seiner Verbandsarbeit ist die religiöse, soziale und kulturelle Betreuung von Muslimen in Deutschland.

 

 

Quelle der Bilder: Michael Bause

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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