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VIKZ begrüßt das Kopftuchurteil des Bundesverfassungsgerichts

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat heute bekanntgegeben, „dass ein pauschales Verbot religiöser Bekundungen in öffentlichen Schulen durch das äußere Erscheinungsbild von Pädagoginnen und Pädagogen mit deren Glaubens- und Bekenntnisfreiheit (Art. 4 Abs. 1 und 2 GG) nicht vereinbar ist.“ Darüber hinaus erklärte das Bundesverfassungsgericht die gesetzliche Privilegierung zugunsten christlich-abendländischer Bildungs- und Kulturwerte oder Traditionen für „nichtig“. (Beschluss vom 27. Januar 2015; 1 BvR 471/10, 1 BvR 1181/10) Das Kopftuchverbot in den Ländern ist somit nicht verfassungskonform.

 

„Das Urteil macht unverkennbar deutlich, dass alle Religionen vor dem Grundgesetz gleich sind und dass keine Religion privilegiert werden darf. Ich gehe davon aus, dass Länder, die ein Kopftuchverbot erlassen haben, der Gleichbehandlung der Religionen Folge leisten und die Kopftuchverbote aufheben werden“, so Seyfi Öğütlü, Generalsekretär des VIKZ.

 

Öğütlü sagte abschließend: „Dies ist eine richtungsweisende Entscheidung für die Gleichbehandlung des Islam in Deutschland.“

 

Laut der aktuellen Studie „Deutschland postmigrantisch 2“ der Humboldt-Universität zu Berlin befürworten 70 % der befragten Jugendlichen das Tragen des Kopftuches durch Lehrerinnen. Jugendliche sind für Vielfalt und Diversität viel aufgeschlossener als Erwachsene, so die Studie.

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