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VIKZ begrüßt Fortschritte in der Bildungssituation von Migranten

28. Juni 2012 – Staatsministerin Böhmer stellte heute im Rahmen einer Pressekonferenz den Bericht zur Lage der Ausländer in Deutschland vor. Dieser gibt die Entwicklung der sozialen, wirtschaftlichen und rechtlichen Situation von Migranten wieder. Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) begrüßt die aufgezeigten positiven Entwicklungen der Integration von Migranten in Deutschland. 

 

Der VIKZ freut sich über die Fortschritte im Bildungsbereich: Die Quote der Migranten mit Hauptschul- und mittlerem Schulabschlüsse hat sich kontinuierlich an die Quote der Schüler ohne Migrationshintergrund angenähert. Zu diesem Fortschritt haben alle Beteiligten in der Bildungspolitik beigetragen. Auch Migrantenorganisationen engagieren sich verstärkt im Bereich der Bildungsarbeit. „Unser Verband hat frühzeitig den Bedarf an schulischer Förderung erkannt und engagiert sich bereits seit vielen Jahren in der Jugend- und Bildungsarbeit. Fast alle unsere Gemeinden bieten zum Beispiel Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfeunterricht an. Bisher finanzieren wir diese Arbeit mit eigenen Mitteln. Unser Ziel ist es, in Zukunft stärker an der öffentlichen Jugendhilfe zu partizipieren“ erläutert Seyfi Ögütlü, Referent für Jugend- und Bildungsarbeit des VIKZ. 

 

Laut dem Bericht lag 2010 der Anteil der 25-35-jährigen Migranten ohne Hochschulabschluss deutlich über dem der Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund. Hier sind alle Akteure gefordert, die bestehenden Defizite auszugleichen und sich für mehr Chancengleichheit in  der Bildungspolitik zu engagieren. Migrantenorganisationen sollten bei der Entwicklung und Durchführung von bildungspolitischen Maßnahmen stärker als Partner miteinbezogen werden. 

 

Auch in Bezug auf die Ausbildungssituation gibt es Unterschiede: Der Anteil der Migranten mit einem Abschluss ist deutlich niedriger. Um den Zugang von Migranten zum Ausbildungsmarkt zu erleichtern, bedarf es noch mehr Initiativen von Land und Bund. Auch hier können Migratenorganisation unterstützen. „Mit unseren bundesweit 300 angeschlossen Gemeinden sind wir insbesondere auf lokaler Ebene ein geeigneter Partner bei Projekten“, so Ögütlü. 

 

Eine weitere Kennzahl liefert der Bericht zur Quote der Erwerbstätigen: 2010 betrug diese bei Migranten 61,2 Prozent, bei den Erwerbstätigen ohne Migrationshintegrund hingegen 73, 2 Prozent. Dies lässt sich unter anderem auf den erschwerten Zugang und eine geringe Teilhabe der Migranten auf dem Arbeitsmarkt zurückzuführen. Daher begrüßt der VIKZ Maßnahmen zur Entwicklung von Instrumenten für eine bessere Arbeitsmarktintegration. „Migranten müssen zu noch mehr Selbsthilfe befähigt werden. Migrantenorganisationen leisten dazu einen wichtigen Beitrag“ so Ögütlü weiter.

 

Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. wurde 1973 in Köln gegründet. Er ist eine islamische Religionsgemeinschaft und ein gemeinnütziger Verein. Dem Verband sind bundesweit zirka 300 selbständige Moschee- und Bildungsvereine angeschlossen. Ziel und Zweck seiner Verbandsarbeit ist die religiöse, soziale und kulturelle Betreuung von Muslimen in Deutschland. 



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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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