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VIKZ fordert ein gerechteres Bildungssystem

25. April 2013 - Köln


Die gestern vom Allensbach Institut vorgestellte Studie „Hindernis Herkunft“ belegt, dass es eine große Chancenungleichheit an deutschen Schulen gibt. Mehr als die Hälfte der Pädagogen sind der Meinung, dass die Leistungsunterschiede zwischen Schülern aus verschiedenen sozialen Schichten zugenommen haben. Entscheidend beim Bildungserfolg ist somit die soziale Herkunft. So belegt die Studie beispielsweise, dass eine individuelle
Förderung einzelner Schüler zur Reduzierung bestehender Leistungsunterschiede im Rahmen der Lehrpläne kaum bis gar nicht möglich ist. Ferner ist der Studie zu entnehmen, dass Defizite im Elternhaus einen Einfluss auf die schlechteren Chancen der Kinder haben.
Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. fordert daher die deutsche Bildungspolitik zu mutigen Reformen im Bildungswesen auf. „Die Studienergebnisse sind beunruhigend und leider nicht neu. Verschiedene Studien haben bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass eine fehlende Chancengleichheit im Bildungssystem in Bezug auf die soziale Herkunft vorhanden ist. Es wird Zeit, dass die deutsche Bildungspolitik dieses Defizit ausgleicht“, so Seyfi Öğütlü, Generalsekretär und Referent für Bildungs-und Jugendarbeit des VIKZ. „Bildung ist der Schlüssel zum beruflichen Erfolg und zur gesellschaftlichen Teilhabe. Insbesondere sind Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund noch härter betroffen. Daher besteht besonders bei diesen Kindern der Bedarf nach mehr individueller Förderung.“, so Öğütlü weiter. Der VIKZ hat frühzeitig den Bedarf an schulischer und sprachlicher Förderung erkannt und sieht die Bildungs- und Jugendarbeit als eine seiner Kernaufgaben.
Er bietet in fast allen seiner 300 Gemeinden Hausaufgabenbetreuung und individuelle Nachhilfe an. Damit unterstützt er Kinder und Jugendliche beim Ausgleich von schulischen Defiziten und bei der Bewältigung von schulischen
Anforderungen. Der Verband unterstützt auch Eltern und sensibilisiert sie in Bildungsfragen ihrer Kinder. Gemeinsam mit der Otto-Benecke-Stiftung führt der VIKZ das Elternprojekt „Bildungs-Brücken:Aufstieg!“, das vom Bundesfamilienministerium gefördert wird. Das Projekt bestärkt Migranteneltern, die Bildungspotenziale und die Bildungsverläufe ihrer Kinder aufmerksamer, aktiver und selbstbewusster in die Hand zu nehmen.

 

Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. wurde 1973 in Köln gegründet. Er ist eine islamische Religionsgemeinschaft und ein gemeinnütziger Verein. Dem Verband sind bundesweit zirka 300 selbständige Moschee- und Bildungsvereine angeschlossen. Ziel und Zweck seiner Verbandsarbeit ist die religiöse, soziale und kulturelle Betreuung von Muslimen in Deutschland.

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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