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VIKZ fordert Friedrich auf, Innenminister aller Deutscher zu werden

Köln, 04. März 2011 – Die gestrigen Äußerungen des frisch ernannten Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, weist der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. entschieden zurück. Die Aussagen des neuen Innenministers können nur auf mangelnder Kenntnis des Themas und der Unerfahrenheit im Umgang mit einem Ministeramt liegen.

2011 jährt sich das Anwerbeabkommen zwischen der Türkei und Deutschland zum 50-igsten Mal. Damals kamen die ersten türkischen Muslime nach Deutschland. „Der Islam in Deutschland ist Teil der Neueren Geschichte Deutschlands, nur knapp zwei Jahrzehnte jünger als die demokratische, im Westen verankerte Bundesrepublik Deutschland selbst“, unterstreicht Mustafa Imal, Präsident des VIKZ. Heute leben rund 4,5 Millionen Menschen muslimischen Glaubens in Deutschland. Knapp zwei Millionen davon sind deutsche Staatsbürger. „Der Islam gehört zu einem demokratischen, globalen und modernen Deutschland“, so Imal. „Ein Innenminister unseres Landes hat die Aufgabe, Minister aller Deutschen zu sein. Das gebühren der Respekt vor diesem Amt und dessen demokratische Legitimierung.“ Imal fordert Friedrich auf, sich stärker inhaltlich mit dem Islam zu beschäftigen, um seinen neuen Aufgaben  als Innenminister und als Gastgeber der Deutschen Islam Konferenz gerecht zu werden. „Glaubensfreiheit ist und bleibt ein wichtiger Grundpfeiler unseres Landes.“

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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