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VIKZ fordert mutige Reformen im Bildungssystem

13. März 2012 – Die gestern vorgestellten Ergebnisse der Studie „Chancenspiegel“ von der Bertelsmann Stiftung, belegen erneut den maßgebenden Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen. Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. fordert daher die deutsche Bildungspolitik zu mutigeren Reformen im Bildungswesen auf. So belegt die Studie beispielsweise, daß die Zugangschancen zum Gymnasium abhängig von der sozialen Herkunft sind. 

 

„Die Ergebnisse der Studie sind leider nicht neu. In der Vergangeheit haben bereits verschiedene Studien, wie beispielsweise PISA oder OECD, eine fehlende Chancengleichheit im Bildungssystem in Bezug auf die soziale Herkunft aufgezeigt. Es wird Zeit, dass die deutsche Bildungspolitik endlich tiefgreifende Reformen durchführt“, so Mustafa Imal, stellvertretender Präsident des VIKZ. Imal weiter: „Bildung ist der Schlüssel zum beruflichen Erfolg und zur gesellschaftlichen Teilhabe. Insbesondere Kinder aus Familien mit Migrationshintegrund gehören oft zu den sozial schwacheren Familien. Daher besteht besonders bei diesen Kindern der Bedarf nach mehr Förderung“, so Imal. Nach Ansicht des Verbandes wäre beispielsweise das längere gemeinsame Lernen ein wichtiger Schritt, um größere Chancengleichheit im Bildungsystem zu erreichen. „Dies ist nach Erfahrungen in anderen Ländern einer der Grundsteine um mehr Chancengleichheit zu schaffen“, so Imal.

 

Der VIKZ hat frühzeitig den Bedarf an schulischer und sprachlicher Förderung erkannt und sieht die Bildungs- und Jugendarbeit als eine seiner Kernaufgaben. Er bietet in fast allen seiner 300 Gemeinden Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfeunterricht an. Damit unterstützt er Kinder und Jugendliche beim Ausgleich von schulischen Defiziten und bei der Bewältigung von schulischen Anforderungen.  

 

Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. wurde 1973 in Köln gegründet. Er ist eine islamische Religionsgemeinschaft und ein gemeinnütziger Verein. Dem Verband sind bundesweit zirka 300 selbständige Moschee- und Bildungsvereine angeschlossen. Ziel und Zweck seiner Verbandsarbeit ist die religiöse, soziale und kulturelle Betreuung von Muslimen in Deutschland.


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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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