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VIKZ fordert von der WAZ seriösere Berichterstattung

Köln, 31. Juli 2012 – Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V.  (VIKZ) widerspricht entschieden der Berichterstattung der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung vom 20.7.2012. In seinem Bericht „Der nette Josef zieht in den Heiligen Krieg“, bringt WAZ-Redakteur Klaus Brandt den VIKZ und seine Dortmunder Gemeinde mit Mutmaßungen und Vermutungen in die Nähe von Terroristen. Brandt jedoch hatte zu keinem Zeitpunkt mit dem VIKZ gesprochen. „Eine einfache Google-Recherche hätte ihn direkt zu uns geführt“, so Erol Pürlü, Dialogbeauftragter des VIKZ. „Wir verstehen nicht, wie Herr Brandt solch eine unterschwellige Unterstellung veröffentlichen kann ohne uns kontaktiert zu haben. Wir fordern von der WAZ ein seriöseres Vorgehen in der Berichterstattung!“ 

 

Der VIKZ besitzt unter anderem auch im Dortmunder Norden eine Immobilie. Im ersten und zweiten Stock des Gebäudes befindet sich die kleine Moscheegemeinde des Mitgliedsvereins Verein zur Förderung der Integration und Bildung. Ein Teil der ersten Etage ist seit geraumer Zeit an einen Allgemeinmediziner vermietet, der dort seine Praxis betreibt. Nach Recherchen der WAZ soll dieser Mediziner Vater eines mutmaßlichen Extremisten sein. Brandt stellt indirekt die Vermutung auf, dass es auf Grund des Mietverhältnisses eine engere Verbindung zwischen dem Extremisten und dem VIKZ beziehungsweise seiner Gemeinde vor Ort gegeben habe. „Wir weisen diese Unterstellung entschieden zurück. Nach unseren Recherchen bei den zuständigen Sicherheitsbehörden, hat „Josef“ keinerlei Verbindungen zum VIKZ und seinen Gemeinden. Weder er noch seine Familie sind Mitglied bei uns“, betont Pürlü. „Es ist uns unverständlich, wie ein Journalist der WAZ eine solche indirekte Unterstellung in den Raum werfen kann, ohne je mit uns gesprochen zu haben. Der Journalist der WAZ kontaktierte nämlich nur die örtliche Gemeinde in Dortmund. Dass diese Gemeinde nicht auf die Kontaktanfrage reagierte, liegt an der Organisation und Struktur der Öffentlichkeitsarbeit, die hauptsächlich durch Ehrenamtliche geleistet wird.  

 

„Wir haben ihn aufgefordert, die Passage zu entfernen, doch Herr Brandt zeigte keine Einsicht“, erläutert Pürlü. 

 

Schon 2010 hat die WAZ fälschlicherweise behauptet, dass der VIKZ vom Verfassungsschutz beobachtet werde. Erst nachdem der VIKZ mit dem Einschalten von Juristen mahnte, nahm die WAZ diese Falschaussage aus dem Netz. Mehrfache Anfragen des VIKZ bei der WAZ Chefredaktion um ein klärendes Gespräch wurden damals nicht beantwortet. „Unkenntnissen und Vorurteilen kann man nur durch Dialog und Austausch von Informationen begegnen“, erklärt Pürlü. 

 

Seit dem 21.07. sucht der VIKZ nun das Gespräch mit Klaus Brandt. „Wir hoffen, dass es bald zu einem Gespräch mit Herrn Brandt kommt und die WAZ die Unterstellung aus dem Netz nehmen wird“ so Pürlü abschließend.

 

Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. wurde 1973 in Köln gegründet. Er ist eine islamische Religionsgemeinschaft und ein gemeinnütziger Verein. Dem Verband sind bundesweit zirka 300 selbständige Moschee- und Bildungsvereine angeschlossen. Ziel und Zweck seiner Verbandsarbeit ist die religiöse, soziale und kulturelle Betreuung von Muslimen in Deutschland.


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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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