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VIKZ: Rassismus, Islamfeindlichkeit und Diskriminierung entschieden bekämpfen

23. August 2013 - Köln

Der NSU-Untersuchungsausschuss hat gestern seinen Abschlussbericht dem Bundestagspräsidenten übergeben. Seit knapp anderthalb Jahren nach der zufälligen Aufdeckung der schrecklichen Mordserie der NSU Terrorgruppe haben Politiker aller Fraktionen im deutschen Bundestag für die Aufklärung der Mordserie gearbeitet.

 

Der Präsident des VIKZ Ali Ataullah Demirezen sagte dazu:“ Die Ergebnisse des NSU-Berichtes sind erschütternd. Der Bericht macht noch einmal deutlich, dass Rechtsradikalismus in Deutschland jahrelang verharmlost wurde. Des Weiteren ist das Versagen der Sicherheitsbehörden und Teile der Politik bestätigt worden.

Nach Bekanntwerden des NSU Terrors in Deutschland ist viel Vertrauen in die Arbeit der Sicherheitsbehörden und Teile der Politik verloren gegangen. Jetzt geht es darum, die richtigen Konsequenzen daraus zu ziehen und aus Fehlern zu lernen. Ferner ist eine politische Aufarbeitung zwingend erforderlich, damit so etwas in Deutschland nie wieder vorkommt“.

 

„Rassismus und Islamfeindlichkeit sind laut aktuellen Studien bis in die Mitte Gesellschaft gedrungen. Wozu Menschen aus rassistischen Motiven in der Lage sind, hat uns der NSU Terror vor Augen geführt. Wir appellieren an Politik und Gesellschaft, Rassismus, Islamfeindlichkeit und Diskriminierung entschieden zu bekämpfen“, so Demirezen abschliessend.

 

Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. wurde 1973 in Köln gegründet. Er ist eine islamische Religionsgemeinschaft und ein gemeinnütziger Verein. Dem Verband sind bundesweit zirka 300 selbständige Moschee- und Bildungsvereine angeschlossen. Ziel und Zweck seiner Verbandsarbeit ist die religiöse, soziale und kulturelle Betreuung von Muslimen in Deutschland.


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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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