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VIKZ und die Freie Hansestadt Bremen unterzeichnen Staatsvertrag

vikz

15. Januar 2013

Die Freie Hansestadt Bremen unterschrieb heute als zweites Bundesland einen Staatsvertrag mit dem Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) und weiteren islamischen Religionsgemeinschaften im Festsaal des Bremer Rathauses. Nach vier Jahren Verhandlungszeit haben sich die Verhandlungspartner auf einen Vertragstext geeinigt.

„Wir freuen uns sehr über diesen wichtigen Schritt der Freien Hansestadt Bremen. Der Vertrag sorgt für Rechtssicherheit und Transparenz und regelt das Verhältnis zwischen dem Staat und den islamischen Religionsgemeinschaften.“, so Ali Ataullah Demirezen, Präsident des VIKZ.

Neben der Anerkennung islamischer Feiertage, die gemeinsame Gestaltung des Religionsunterrichts sowie die Regelungen rund um die Seelsorge ermöglichen eine stärkere Partizipation muslimischer Bürgerinnen und Bürger am gesellschaftlichen Leben. Der VIKZ ist sich der darin festgehaltenen Verpflichtungen bewusst und wird ihnen verantwortungsvoll nachkommen. 

„Wir freuen uns darauf, die mit der Anerkennung als Religionsgemeinschaft verbundenen neuen Aufgaben anzugehen. Die Anerkennung der islamischen Religionsgemeinschaften ist ein Signal dafür, dass der Islam und die Muslime zu Bremen gehören. Wir wünschen uns, dass auch andere Bundesländer dem Beispiel der beiden Hansestädte Hamburg und Bremen folgen“, so Demirezen abschließend. 

Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. wurde 1973 in Köln gegründet. Er ist eine islamische Religionsgemeinschaft und ein gemeinnütziger Verein. Dem Verband sind bundesweit zirka 300 selbstständige Moschee- und Bildungsvereine angeschlossen. Ziel und Zweck seiner Verbandsarbeit ist die religiöse, soziale und kulturelle Betreuung von Muslimen in Deutschland.



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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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