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VIKZ wählt neuen Verbandspräsidenten

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Köln, 31. Januar 2012 – Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V.  (VIKZ) wählte am 14. Januar seinen neuen Bundesvorstand. Delegierte aus ganz Deutschland bestimmten dabei auch ihren neuen Verbandspräsidenten. Die Mehrheit der Delegierten entschied sich für den 39-jährigen Ali Ataullah Demirezen. 

 

Der Wahl vorausgegangen war ein umfangreiches Auswahlverfahren. Der VIKZ, der nächstes Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert, setzt auf die weitere Institutionalisierung und Professionalisierung seiner Verbandsarbeit auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Daher suchte der Verband eine Führungspersönlichkeit, die sowohl in der Bildungs- und Integrationsarbeit erfahren ist, als auch Kompetenzen im organisatorisch, strukturellen Bereich mitbringt. Für diese Aufgabe schaute der Verband europaweit nach geeigneten Kandidaten. 

 

Letztendlich überzeugte der seit 12 Jahren in Norwegen tätige islamische Theologe Demirezen: Während seiner dortigen Tätigkeit sammelte er umfangreiche Erfahrungen mit dezentralen Strukturen und deren professionellen Aufbau. Besonders im Bereich der Bildungs- und Jugendarbeit erzielte er deutliche Erfolge. Sein Engagement führte zu einer spürbaren Verbesserung der Schulabschlüsse unter den muslimischen Mitgliedern der jeweiligen Gemeinden. Dank seiner Bildungsarbeit erzielten die Jugendlichen der Gemeinden einen hohen Anteil an akademischen Abschlüssen. Außerdem setzte sich Demirezen für eine stärkere Partizipation von Migranten in Politik und Gesellschaft ein. So animierte er immer wieder junge Menschen, sich aktiv an der Kommunalpolitik zu beteiligen und ihr Wahlrecht zu nutzen. Ein weiterer Schwerpunkt seiner bisherigen Tätigkeit lag im Bereich der Integrationsarbeit. Die europäische Integrationsdebatte ist ihm daher sehr vertraut. So sieht er Integration als einen Prozess, der sich in den Strukturen von unten nach oben vollzieht. Dies fängt laut Demirezen bereits bei den einzelnen Gemeindemitgliedern an. 

 

Ali Ataullah Demirezen übernimmt das Präsidentenamt von Mustafa Imal. Imal bleibt dem Verband weiterhin als Vizepräsident erhalten. „Uns war wichtig, dass wir das Amt mit einem jungen, Kandidaten besetzen, der am Puls der Zeit agiert und stark engagiert ist. Mit der Wahl Demirezens haben wir uns für den richtigen Kandidaten entschieden. Er bringt die erforderlichen Qualifikationen und Erfahrungen mit. Wir gratulieren ihm zu seiner Wahl“, so Imal.

 

Schwerpunkt der Amtstätigkeit des neuen Präsidenten wird eine noch stärkere Institutionalisierung und Professionalisierung des Verbandes sein. Weiterhin steht auch die Bildungs- und Gemeindearbeit im Vordergrund der Verbandstätigkeit. „Ich danke allen für das entgegengebrachte Vertrauen und freue mich in meiner Funktion als Präsident die Verbandsarbeit mitzugestalten und dessen Ziele umzusetzen“, so Demirezen zu seinem Amtsantritt.

 

Demirezen spricht Englisch, Norwegisch und Türkisch. Mit seinem Amtsantritt in Köln beginnt er nun seine vierte Sprache zu lernen. Er hofft, Deutsch zügig zu beherrschen, um seiner Arbeit in vollem Umfang gerecht zu werden. 

 

Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. wurde 1973 in Köln gegründet. Er ist eine islamische Religionsgemeinschaft und ein gemeinnütziger Verein. Dem Verband sind bundesweit zirka 300 selbständige Moschee- und Bildungsvereine angeschlossen. Ziel und Zweck seiner Verbandsarbeit ist die religiöse, soziale und kulturelle Betreuung von Muslimen in Deutschland.

 

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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