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Nâfile ibâdât, freiwillige Gebete - 19. Februar 2021/07. Redscheb 1442

Verehrte Muslime,

 

in meiner heutigen Hutbe möchte ich über die Bedeutung von nafile ibadât, also den freiwilligen rituellen Gebeten, sprechen.

 

Die von Allah Teâlâ zur Pflicht erkorenen farz und wadschib ibâdât stehen an oberster Stelle unserer Aufgaben als Muslime. Keine Anbetungsform ist gewichtiger als eine Farz-ibâdet. Wir verrichten die täglichen Gebete, wir fasten im Monat Ramazan, wir entrichten unseren Zekat und wir vollziehen den Hadsch, weil sie Gebote Allâhs sind. Für diese Farz-Handlungen bekommen wir den meisten Lohn bei Allâh.

Nâfile Ibâdât hingegen sind nicht Pflicht. Verrichtet man sie aber, erhöhen sie den Wert des Menschen bei Allâh und bringen ihn Allah nahe. So spricht Allâh Teâlâ in einem Hadîs-i kudsî: Durch die Verrichtung der farz ibâdât bleibt Mein Diener Meiner Strafe fern, und durch die Verrichtung der nafile ibâdât kommt er Mir nahe.

Anbetungsformen, die weder Farz noch wadschib sind, nennt man “nâfile Ibâdât”. Wer nâfile Ibâdât verrichtet, erweckt die Sunna von Rasûlullâh (s.a.w.) zum Leben und erwirbt sich so einerseits die Schefâat Resûlullâhs (s.a.w.) und andererseits die Rıza-i ilâhî, das Wohlgefallen Allahs.

Rasûlullâh (s.a.w.) maß den nâfile Ibâdât viel Wert bei. Manchmal, wenn er sehr lange in Ibâdet versunken war, schwollen ihm nachts seine Füße an. So sprach einmal Hazret Aische (r.a.) bei diesem Anblick: „Yâ Rasûlallâh, euch sind alle Tore der Verfehlung verschlossen, sowohl für die vergangenen als auch für die zukünftigen. Warum tut ihr euch das an?“ Der Nebî Aleyhisselâm antwortete daraufhin: „Yâ Aische, darf ich denn kein Diener sein, der Allah (c.c.) gegenüber überaus dankbar ist?“ [Buhari und Müslim]

Dschenab-ı Hakk spricht in der eingangs vorgetragenen Ayet-i kerime: Wache einen Teil der Nacht auf und verrichte (mit dem Lesen des Kur´ans) das nächtliche Gebet als freiwilliges Zusatzgebet, auf daß dein Herr dich zu einem lobenswerten Rang erweckt!.Vor der Herabsendung dieser Âyet-i kerîme gebot Allâh Teâlâ die fünfmal täglichen Gebete zu verrichten und ließ erst danach diese Erklärung folgen, die zu nächtlichen Gebeten anleitet. Rasûlullâh (s.a.w.), spricht in einem Hadis-i Scherif: O ihr Menschen! Verbreitet den Gruß, speist euren Nächsten und verrichtet vor allem euren Gebete in der Nacht, wenn die anderen schlafen, auf dass ihr in Frieden in die Dschennet gelangt. (Tirmizi)

 

Liebe Muslime,

 

die wichtigsten Nafile-Gebete sind folgende: die Sunna-Gebete bei den täglichen Gebeten, dann das Duha-Gebet am Vormittag, das Ewwabin-Gebet am Abend, der in mitten der Nacht verrichtete Teheddschüd-Gebet und schließlich das Tesbih-Gebet. Darüber hinaus gibt es Nafile-Gebete für die besonderen Kandil-Nächte, und auch noch andere Formen des Gebetes, die einem Muslim noch zusätzlichen spirituellen Gewinn erbringen. All dies sind Ibâdât, die Rasûlullâh (s.a.w.) uns allen besonders ans Herz gelegt hat. Fahr-i kâinat, der Stolz der Welten, verrichtete sie selber und ermunterte seine Familie und seine Ashâb sie gleichfalls zu verrichten. Von Zeit zu Zeit zum Beispiel suchte er das Haus von Hazret Ali und seiner ehrenvollen Tochter Fatima (Radiyallahu anhüma) auf und fragte sie: Wann werdet ihr euer (Teheddschüd) Gebet verrichten?” [Buhari und Müslim]

Auch betete Rasûlüllah am Vormittag das Duhâ-Gebet und empfahl es seiner Umma: Verrichtet stets das Morgengebet und das Duha-Gebet. Denn diese beiden Gebete sind Gebete der Leute, die Reue zeigen. [Feyzül Kadir c.4  s.198]

 

Der große Gelehrte Ebu’l-Faruk Süleyman Hilmi Tunahan Silistrevi Kuddise Sirruh praktizierte diese freiwilligen Ibâdât äußerst gewissenhaft und empfahl sie den Menschen in seiner Umgebung und seinen Schülern. So sprach er einmal: Meine lieben Kinder! Unterschätzt niemals das Hadschet-Gebet. Sehr viele unserer Bedürfnisse haben wir dank des Hadschet-Gebetes lösen können.”

In den “besonderen gesegneten drei Monaten”, in denen wir uns gerade befinden, sollte es uns Muslimen ein besonderes Anliegen sein, sich diesen nâfile Ibâdât zu widmen. Der Lohn dafür in diesen kostbaren Zeiten ist immens hoch.

KRM - Pressemitteilungen

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