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Tasawwuf (Sufitum) und Spiritualität - 18. September 2020/01. Safer 1442

Hochgeschätzte Muslime,

 

in meiner heutigen Hutbe spreche ich über Tasawwuf und Mânewiyyât, also Sufitum und Spiritualität im Islam.

Hazret Imam Rabbanî (Kuddise sirruh), einer der historisch wichtigsten islamischen Gelehrten, beginnt eine Einlassung zu diesem Thema mit den folgenden Worten: „Der Islâm besteht aus drei Teilen. Diese sind ilm (das Wissen), amel (die tagtägliche Praxis) und ichlâs (Aufrichtigkeit mit dem Ziel der vollständigen Hingabe und Erlangung des Wohlwollens Allahs). Solange nicht all diese Punkte verwirklicht werden, solange kann man auch nicht von einer wahrhaftigen Parktizierung des Islams sprechen.

Im Anschluß formuliert er weiter: „Das, was die Leute der Tasawwuf als tarikat und hakikat bezeichnen, ist nichts anderes als die Vervollständigung des dritten Teils des Islams, nämlich ichlâs.“ Demnach ist Tasawwuf die beste Art und Weise den Islâm auszuleben.

Die Nefs und der Schaitan sind unsere ärgsten Feinde, die von Allah Zülcelal uns als Prüfung aufgebürdet worden sind. Der größte und schlimmste Feind ist zweifellos die Nefs el- Emmâre, die gebieterische Triebseele.  Die einzige Kraft, die diesen Feind besiegen kann, sind jene Ibâdât, die mit ichlâs, also in hingebungsvoller Aufrichtigkeit ausgeführt werden. Tasawwuf ist in der Tat die einzige Quelle, die die Ibâdât zum wahren ichlâs verhilft.

Aus diesem Grunde gebietet Allah Zülcelal im Kur’an-ı Kerim die Gemeinschaft mit denjenigen, die Er als “meine Diener” bezeichnet und die den ichlâs verinnerlicht haben, sowohl in weltlicher wie in spiritueller Hinsicht. In einer Âyet-i Kerime heißt es: So schließ dich dem Kreis Meiner Diener an!  Und tritt ein in Meine Dschennet!“ In einer anderen Âyet-i Kerime spricht Allâh Teâlâ: „O die ihr den Îmân verinnerlicht habt! Seid gottesfürchtig und seid mit den Sadıkûn, den Wahrhaftigen.

Die Gemeinschaft und die auf tiefe Liebe begründete Verbindung mit den Herzen der Ewliya, also den von Rasûlullâh (s.a.w.) als “meine Erben” bezeichneten Freunden Allâhs bringt die direkte Verbindung zu Rasûlullâh (s.a.w.) und somit auch zu Allâh Teâlâ höchstselbst mit. Die Nûr-u Ilâhî, also das göttliche Licht, die dabei fließt, erfüllt und erleuchtet unsere Herzen und sorgt dafür, dass wir unsere Ibâdât aufrichtig mit voller ichlâs verrichten. All dies geschieht ohne Zweifel mit dem Willen, der Bestimmung und Erlaubnis Allâhs Sübhânehû ve Teâlâ. So spricht Dschenâb-ı Hakk in der eingangs vorgetragenen Âyet-i Kerîme: “O die ihr den Îmân verinnerlicht habt! Fürchtet Allah. Und trachtet nach wesile, nach einem Mittel um IHM näher zu kommen und strengt euch an auf Seinem Weg, so daß es euch wohl ergehe.”

 

Liebe Muslime,

aus dem, was ich heute versucht habe, euch zu erklären, sollte ein jeder von uns seine eigenen Lehren ziehen. Wir sollten nach Wegen suchen, um unsere Nefs zu läutern und uns in Sicherheit zu bringen, vor unserer eigenen Triebseele und vor Menschen, die zu Knechten ihrer eigenen Nefs geworden sind.

Die Ewliyaullâh haben es immerzu besser verstanden, wie schwer es ist im Angesicht der Nefs el-Emmâre die Gaben Allâhs zu bewahren. Daher haben sie stets folgende Duâ gesprochen, die uns ein Vorbild sein soll:

 “Möge Allâh Teâlâ, uns bis zum letzten Atemzug, der letzte Atemzug eingeschlossen, in Îmân und Hidayet, im Glauben und Rechtleitung, in seinem Lichte und in seinem Dienste verweilen.”

Welch ein Glück denen, die ihre geistige Welt mit der Nur-u Ilâhî und der Feyz-i Ilâhî, das heißt mit Gottes Licht zur Erleuchtung bringen!

KRM - Pressemitteilungen

Zusammenstehen gegen Rassismus/ Spitzengespräch zwischen Koordinationsrat der Muslime und der EKD

Köln, 11.06.2020: Mit einem stillen Gebet für die Opfer von Rassismus und Hass ging heute das Spitzengespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern des Koordinationsrates der Muslime (KRM) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu Ende. Das Treffen fand aufgrund der Corona-Pandemie per Videokonferenz statt. Die jüngsten Proteste gegen Rassismus wurden als Teil einer größeren Anti-Rassismus-Debatte begrüßt, die dringend notwendig sei.

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