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Der Dienst auf dem Wege Allâhs - 12. Juni 2020/20. Schawwal 1441

Geschätzte Muslime,

 

in meiner Hutbe spreche ich heute über all jene würdevollen Menschen, die sich dem Dienst auf dem Wege Allâhs gewidmet haben, also Hizmet machen.

 

Allah Dhül-Dschelal hat den Menschen als das ehrenvollste unter den Geschöpfen erschaffen, ihm als großes Gabe, Nimet, die Vernunft mitgegeben und ihm über Seine Gesandten den richtigen Weg gezeigt. All diese Gesandten sind von Allâh geschickt worden, damit sie den Menschen das Rechte und Richtige beibringen und sie somit zu Glück und Frieden in diesem Leben und in der Âhiret führen. Für diese Sache Allâhs haben sie viel Qual und Leid auf sich genommen und sich trotzdem nicht gescheut, ihre Aufgaben zu erfüllen. 

 

Rasûlullâh (s.a.w.) mußte Zeit seines Lebens so viel Leid durchleben und so viele schmerzliche Entbehrungen ertragen, wie kein anderer auf dieser Welt. Die ehrenwerten Sahabe, die ehrenvollen Gefährten und Freunde Rasûlullâhs, haben sowohl zu seinen Lebzeiten als auch zu den Zeiten der Hulefâ-i Râschidîn, den rechtgeleiteten Kalifen sehr große Dienste auf dem Wege Allâhs vollbracht. Auch später haben große Persönlichkeiten unter den Muslimen sich bis zum äußersten angestrengt, um die Herzen der Menschen zu öffnen, damit diese erfüllt werden konnten mit der Gabe und Gnade des Muslimseins. Kein Weg war ihnen zu weit und keine Aufgabe zu schwer. Ihnen ist es zu verdanken, dass heute Abermillionen von Menschen auf der Welt sagen können “Elhamdülillâh, ich bin ein Muslim.”

 

All diese Hizmet und Anstrengungen haben einen sehr hohen Stellenwert bei Allâh und Seinem Gesandten. Dschenab-ı Hakk empfiehlt in etlichen Âyet-i Kerimes die Anstrengung und den Dienst auf dem Wege Allâhs. Auch sollen wir uns durch Rückschläge niemals entmutigen lassen. Als Gegenleistung dafür verspricht Allâh viele Nîmet sowohl für das Leben auf dieser Welt als auch für die Âhiret. In einem von Hazret Ebû Hureyre (r.a.) überlieferten Hadîs-i Scherîf heißt es: “Für einen Menschen, der auf dem Wege Allâhs dient, bürgt Allah Teala mit diesen Worten “Seine Absichten sind allein der Dienst auf Meinem Wege, der Glaube an Mich und die Bestätigung Meiner Gesandten.”

 

Liebe Muslime,

 

Allâh Teâlâ spricht in der Sûre al-Bakara in Âyet 154: “Und sagt nicht über diejenigen, die auf dem Wege Allahs getötet wurden, “Tote”. Denn sie leben, ihr aber nehmt es nicht wahr.” In der Interpretation und Erläuterung dieser Âyet-i Dschelile heißt es: “Spricht ja nicht über diejenigen, die auf dem Wege Allâhs zu Schehîds wurden, sie seien tot. Sie sind nicht wirklich gestorben. Ganz im Gegenteil, sie sind quicklebendig. Aber ihr könnt sie nicht hören und ihr Leben nicht erfühlen, denn solch ein Leben kann mit den Mitteln dieser Welt nicht erfahren werden.“ In einem Hadis-i Scherif heißt es: “Der Mü’min, der Gläubige, ist in beiden Welten lebendig.” In einem anderen Hadis-i Scherif spricht Rasûlullâh (s.a.w.): “Die Gläubigen sterben nicht; vielmehr werden von einem Haus in ein anderes Haus befördert.”

Und der große Gelehrte Hazret Ebu’l Fâruk Silistrevî kuddise sirruh spricht hierzu: “Liebe Kinder, der Tod der Arifûn, der Kenner und Freunde Allahs, besteht nur darin, dass sie aus dem Sichtfeld der Gâfilûn, der geistig trägen Menschen verschwinden.”

 

So gesehen sind all jene Freunde Allâhs und ihre Nachfolger, die sich auf dem Wege Allâhs verausgabt und viel Hizmet geleistet und somit hunderttausenden von Menschen den Weg von Irschâd und Hidâyet geebnet haben, nicht als Tote zu bezeichnen. Ihr Tod besteht ohne Zweifel darin aus unseren Augen zu verschwinden. Sie sind stets in der Form der hayat-ı maneviyye, also geistig, lebendig.

 

Für uns bewußte Muslime gibt es hernach eine essentielle Aufgabe: Auf dem Wege Allahs uns immerzu auf der Fährte von Rasûlullâh und den Awliyâ zu wissen und bis zum letzten Atemzug -dieser letzte Atemzug inklusive- auf dem Wege Allahs zu dienen. Darüber hinaus sollten wir uns immer wieder mit Duâ, also mit Bittgebeten an Allâh wenden, damit Er uns auf der ihrer Fährte hält und uns ihrer Schefâat, ihrer Fürsprache würdig macht.

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KRM - Pressemitteilungen

Spirale des Hasses mit Frieden durchbrechen

Spirale des Hasses mit Frieden durchbrechen CMFD zu den Anschlägen in Frankreich und Österreich Ein Mann betritt eine Kirche in Nizza, ruft „Gott ist groß“ und sticht dann wahllos auf andere Besucher dieses Gotteshauses ein, die er nie zuvor gesehen hat. Welche Blasphemie. Was muss ein Mensch erlebt haben, um so weit herunterzukommen, um so sehr Gott zu verkennen. Als Christliche-Muslimische Friedensinitiative in Deutschland (CMFD) sind wir zutiefst betroffen und trauern um die Opfer der Gewalt von Paris und Nizza und jüngst in Wien.

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